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Schöne Rankpflanze

Pflanz- und Pflege-Tipps für die tropische Passionsblume

Pflanz- und Pflege-Tipps für die Passionsblume
Die Passionsblume bringt außergewöhnliche Blüten hervorFoto: Getty Images

Wer exotische Pflanzen liebt, kommt um die Passionsblume nicht herum. Sie trägt nicht nur extravagante, große Blüten, sondern bei der richtigen Sorte und Pflege auch die leckeren Früchte, die sogar in hiesigen Breitengraden gedeihen.

Es gibt über 400 Arten der Passionsblume (Passiflora). Die meisten stammen aus Mittel- und Südamerika und wachsen als Rankpflanzen in tropischen Gefilden. Hierzulande ist die häufigste Art die Passiflora cearulea, die große blaue Blüten trägt.

Die passende Passionsblumen-Art finden

Einige Arten, wie die blau blühende Passiflora oder die Constance Elliot mit weißen Blüten, sind relativ winterhart und vergleichsweise pflegeleicht. Sie präsentieren Hobbygärtnern schnell ihre außergewöhnlichen Blüten, ohne ihnen dafür viel abzuverlangen.

Das ist bei der Maracuja und der Purpurgranadilla anders: Sie sind beide nicht winterhart und haben spezielle Ansprüche ihre Pflege betreffend. Dafür tragen sie zur Belohnung aber auch Früchte.

Einige Arten der Passiflora tragen Früchte
Nicht alle Passionsblumen können auch Früchte ausbildenFoto: Getty Images

Passionsblume richtig anpflanzen

Junge Pflanzen sollten im Frühjahr in einen Kübel oder Topf ziehen, dessen Durchmesser nicht größer als 20 Zentimeter sein sollten. Ansonsten würde die Passionsblume ihre Kraft in die Bildung von Wurzeln stecken und nicht in die Bildung von Blüten.

Sie braucht außerdem leicht sauren Boden sowie leicht humoses Substrat und einen warmen, sonnigen Standort. Das gilt sowohl für Pflanzen, die draußen, als auch für die, die drinnen kultiviert werden. Ganz wichtig sind eine gute Drainage, damit es nicht zu Staunässe kommen kann, und eine passende Rankhilfe, damit die Pflanze problemlos wachsen kann.

Auch interessant: 5 exotische Pflanzen, die Hobbygärtner diese Saison brauchen

Passionsblume optimal pflegen

Auch wenn viele Passionsblumen relativ pflegeleicht sind, müssen Hobbygärtner ihnen etwas Aufmerksamkeit zuteilwerden lassen. Denn nur bei der optimalen Pflege bildet die Pflanze auch ihre imposanten Blüten und je nach Sorte die leckeren Früchte aus.

Bewässerung

Die tropische Rankpflanze braucht es feucht, aber nicht zu nass. Staunässe ist wie bei nahezu allen Pflanzen dringend zu vermeiden. Wer seine Passiflora im Haus kultiviert, sollte sie ab und an mit etwas kalkarmem Wasser besprühen.

Düngung

Im Sommer verträgt die Passionsblume alle sieben bis 14 Tage Dünger – entweder flüssig über das Gießwasser oder in Form von Granulat. Letzterer hält länger und muss daher nicht so häufig ausgebracht werden. Im Winter können Hobbygärtner die Düngung gänzlich einstellen.

Schnitt

Im zeitigen Frühjahr oder späten Herbst ist der richtige Zeitpunkt für einen Rückschnitt, der bei der rankenden Passionsblume ruhig üppig ausfallen darf. Ältere Triebe dürfen auf bis zu 15 Zentimeter gekürzt werden, einige Augen sollten stehen bleiben, damit dort neue Triebe austreiben können. Für den Schnitt braucht es eine scharfe, saubere Schere oder ein Messer.

Vermehrung

Die Passiflora lässt sich im Frühjahr entweder über Kopfstecklinge vermehren oder aber über die Aussaat von selbst gewonnen Samen. Beides gehört in ein Anzuchtgefäß mit nährstoffarmem Substrat. Die Samen leicht in die Erde drücken, anschließend mit einer dünnen Schicht bedecken und an einen Standort mit 25 bis 28 Grad Temperatur aufstellen.

Überwintern

Winterharte, ausgepflanzte Passionsblumen können während der kalten Jahreszeit draußen verweilen. Sie brauchen aber trotzdem einen geschützten Standort und einen Schutz aus Reisig oder Laub um die Wurzeln herum, damit diese nicht erfrieren.

Alle anderen Passionsblumen brauchen zum Überwintern einen kühlen aber dennoch wohltemperierten, hellen Ort, wie beispielsweise einen Wintergarten.

Was tun, wenn die Passionsblume nicht blühen will?

Bleibt die Blüte aus, stimmt etwas bei der Pflege oder beim Standort der Pflanze nicht. Kriegt die Passionsblume ausreichend Licht und steht sie warm genug? Hat man ihr zu viel Stickstoff über den Dünger verabreicht? Ist der Topf vielleicht zu groß oder das Gießwasser zu sparsam ausgefallen? All das können Gründe dafür sein, dass die Pflanze ihre Blüten zurückhält. Ein Standortwechsel, das Aussetzen der Düngungen oder ein verändertes Gießverhalten können die Lösung des Problems sein.

Passionsfrucht ernten und lagern

Ein wichtiger Hinweis vorab: Nicht alle Passionsblumenarten bringen essbare Früchte hervor. Daher sollten sich Hobbygärtner vorher vergewissern, dass ihre Sorte tatsächlich für den Verzehr geeignet ist. Sie können die Früchte ernten, sobald sie eine orange bis braun-violette Farbe erreicht haben. Keinesfalls die grünen abnehmen, denn sie sind giftig. Passionsfrüchte reifen nach, wer sie sich also aufheben möchte, sollte sie im Kühlschrank lagern. Dort können sie bis maximal drei Wochen frisch bleiben.

Krankheiten und Schädlinge

Bei besonders heißen Sommern können Passionsblumen in Stress geraten, was die Pflanzen wiederum schwächt. Dann sind sie ein leichtes Ziel für Spinnmilben. Wie man gegen den Schädling vorgehen kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

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