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Teure Rasenpflege?

So hoch ist der Stromverbrauch vom Mähroboter im Alltag wirklich

Frisst ein Mähroboter viel Strom, wenn er im Stand-by-Modus ist?
Frisst ein Mähroboter viel Strom, wenn er im Stand-by-Modus ist? Foto: Getty Images/iStockphoto
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13. Juni 2026, 9:13 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Der Mähroboter ist die Waschmaschine für die Wiese. Denn während der kleine Schnittmeister nahezu unbemerkt den Rasen in Form bringt, kann der Besitzer den Grill anfeuern, den Geräteschuppen aufräumen, in der Hängematte in einem Buch schmökern oder einfach dösen. Doch wie ist es mit dem Stromverbrauch? In diesem Artikel versucht myHOMEBOOK einen Überblick zu liefern.

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Was früher mühevoll per Hand erledigt worden ist, übernimmt heute der Mähroboter. Der ist, falls gewünscht, rund um die Uhr im Einsatz und stutzt die Grashalme auf das gewünschte Maß. Somit schafft er zeitliche Freiräume für andere Gartenarbeiten.

Allerdings kostet der elektrische Gartenhelfer auch eine Menge Geld, vor allem bei der Anschaffung. Wobei der Bequemlichkeitsfaktor vermutlich unschlagbar sein dürfte. Schließlich verspricht ein Mähroboter: Nie wieder Rasen mähen, jedenfalls nicht selbst.

Daher rücken die laufenden Kosten schon eher in den Mittelpunkt. Denn der Mähroboter benötigt ständig Strom, egal ob er gerade auf dem Rasen seine Runden dreht oder sich in der Ladestation auf seinen nächsten Einsatz vorbereitet.

Energieverbrauch nur selten klar kommuniziert

Leider halten sich die Hersteller von Mährobotern in Sachen Stromverbrauch bedeckt. Allerdings lässt sich dieser auch nicht pauschal beziffern. Denn neben dem eigentlichen Robotermodell spielen weitere Faktoren eine wesentliche Rolle, beispielsweise wie verwinkelt und wie groß eine Rasenfläche ist. Jede Wiese ist eben sehr individuell und benötigt entsprechend mehr oder weniger Rasenpflege.

Die Kollegen von Computerbild haben sich die Mühe gemacht und sich verschiedene Verbrauchsangaben angeschaut und daraus Durchschnittswerte abgeleitet. Demnach kann der jährliche Verbrauch zwischen 50 und 180 Kilowattstunden liegen. Das hängt wie erwähnt stark von der Größe des zu mähenden Rasens ab.

Bei einem angenommenen Strompreis von 35 Cent je Kilowattstunde belaufen sich die jährlichen Stromkosten für den Mähroboter somit auf etwa 18 bis 63 Euro. Zum Vergleich: Damit liegt der Stromverbrauch des Mähroboters auf einem ähnlichen Niveau wie bei einem modernen Kühlschrank. Der benötigt durchschnittlich zwischen 100 und 150 Kilowattstunden.

Besonders viel Energie verbraucht der Mähroboter, wenn er gerade nicht im Einsatz ist, also im Standby. Laut einigen Testberichten summiert sich der Verbrauch beim Parken in der Ladestation auf 15 bis 40 Kilowattstunden pro Jahr. Das klingt wenig. Doch bezogen auf den gesamten Jahresverbrauch kann der Anteil im Standby-Betrieb bis zu 30 Prozent ausmachen.

Das sind die Alternativen

Ob sich das alles rechnet, entscheidet jeder am besten für sich selbst. Als Entscheidungshilfe vielleicht noch ein Blick auf mögliche Alternativen.

  • Benzinmäher: In der Anschaffung ist ein benzinbetriebener Mäher deutlich günstiger. Einfache Geräte gibt es bereits ab 200 Euro. Allerdings belaufen sich allein die Benzinkosten auf bis zu 100 Euro pro Mähsaison, immer abhängig von der Mähhäufigkeit und der Größe der Rasenfläche. Gemäht wird per Hand.
  • Elektromäher: Strom- oder Akkumäher gibt es ebenfalls für wenige hundert Euro zu kaufen. Einstiegsmodelle kosten knapp 100 Euro. Die jährlichen Stromkosten sind vergleichbar mit denen eines Mähroboters. Allerdings fährt auch dieser Mäher nicht ohne die Mithilfe seines menschlichen Besitzers.
  • Klassischer Handmäher: Hier spielen die Anschaffungskosten nahezu keine Rolle. Oft handelt es sich um ein Erbstück, mit dem Opa schon die Wiese gemäht hat. Der jährliche Energieverbrauch besteht aus reiner Muskelkraft und enormen Schweißverlust.

Doch wie schon eingangs erwähnt, der Faktor Bequemlichkeit ist das absolute Alleinstellungsmerkmal eines Mähroboters. Einmal ordentlich auf die eigene Rasenfläche eingestellt, sorgt der autonome Gartenhelfer ohne körperlichen Einsatz für einen gleichmäßig grünen Teppich.

Auch interessant: Darf ein Mähroboter am Feiertag fahren? Anwalt klärt auf

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Kritik von Umweltorganisationen und Verbraucherzentralen

Genau das kritisieren allerdings Umweltorganisationen und Verbraucherzentralen, die myHOMEBOOK für diesen Artikel auch angefragt hat. Einer der Kritikpunkte lautet, Mähroboter schneiden den Rasen grundsätzlich viel zu kurz. Darunter leiden alle Lebewesen, die eine grüne Wiese als natürliches Lebensumfeld benötigen.

Zudem kritisieren vor allem Umweltorganisationen die Gefahr für kleinere Tiere wie Amphibien, Igel oder Spitzmäuse. Da Mähroboter oft auch noch in der Dämmerung unterwegs sind oder sogar nachts ihren Dienst verrichten, besteht für nachtaktive Tiere ein erhöhtes Risiko durch die scharfen Klingen verletzt zu werden.

Auch interessant: Mähroboter unbedingt nachts ausschalten

Tipps für einen sinnvollen Mähroboter-Einsatz

Deswegen abschließend noch ein paar Gedanken, wie sich ein Mähroboter sinnvoll einsetzen lässt, um den Stromverbrauch zu optimieren. In Bezug auf den letzten Aspekt sollte überlegt werden, ob es wirklich notwendig ist, das Gerät auch in den Abendstunden oder nachts loszuschicken. Außerdem:

  • Ladestation nur während der Saison angeschlossen lassen
  • Mähzeiten an die tatsächliche Rasenfläche anpassen
  • Messer regelmäßig reinigen und wechseln
  • unnötig lange Fahrzeiten vermeiden

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