11. März 2026, 16:50 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Diesen Fehler bei Alpenveilchen sollten Sie im Frühling vermeiden Das Zimmeralpenveilchen zählt zu den beliebtesten Blühpflanzen für Herbst und Winter – mit seinen leuchtenden Farben setzt es farbige Akzente in der dunklen Jahreszeit. Nach der Blüte wird es jedoch häufig entsorgt, obwohl es sich um eine ausdauernde Knollenpflanze handelt, die bei richtiger Pflege viele Jahre weiterkultiviert werden kann.
Viele, die ihr Alpenveilchen behalten möchten, machen jedoch einen entscheidenden Fehler – und wundern sich, warum die Pflanze im nächsten Jahr nicht mehr richtig austreibt oder blüht. myHOMEBOOK-Gartenexpertin Franka Kruse-Gering erklärt, um welchen Fehler es sich genau handelt und was man stattdessen besser machen kann.
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Diesen Fehler sollte man bitte vermeiden
Viele Hobbygärtner machen beim Weiterkultivieren ihres Zimmeralpenveilchens einen entscheidenden Fehler: Sie gönnen der Pflanze nach der Blüte keine konsequente Ruhephase. Statt die Wassergaben deutlich zu reduzieren und das Alpenveilchen im Sommer weitgehend in Ruhe zu lassen, wird es weiterhin regelmäßig gepflegt. Dadurch kann sich die Knolle nicht ausreichend regenerieren – mit der Folge, dass der Neuaustrieb schwach ausfällt oder die Blüte in der nächsten Saison ganz ausbleibt.
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Warum die Ruhephase so wichtig ist
Das Zimmeralpenveilchen hat einen natürlichen Rhythmus: Es blüht in der kühleren Jahreszeit und zieht sich im Frühjahr zurück. Wenn die Tage länger und wärmer werden, beginnen die Blätter gelb zu werden. Das ist kein Pflegefehler, sondern ein ganz normaler Vorgang. Die Pflanze speichert nun Energie in ihrer Knolle und bereitet sich auf eine sommerliche Ruhephase vor.
Wer diesen Zyklus respektiert, schafft die Grundlage für eine kräftige Pflanze und eine üppige Blüte im Herbst.
Das ist für das Alpenveilchen nach der Blüte wichtig
Sobald die Blätter gelb werden, sollten die Wassergaben schrittweise reduziert werden. Verwelkte Blätter und Blüten werden vorsichtig herausgedreht, nicht abgeschnitten. Sind alle Blätter eingezogen, wird nur noch sehr sparsam gegossen – gerade so viel, dass die Knolle nicht vollständig austrocknet.
Der ideale Standort während der Sommermonate ist hell, aber ohne direkte Sonne, und möglichst kühl. Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad sind optimal. Große Hitze bekommt der Pflanze nicht.
Ab Spätsommer – meist im August oder September – zeigen sich die ersten neuen Blätter. Jetzt beginnt die Wachstumsphase. Das Alpenveilchen wird wieder regelmäßiger gegossen, am besten von unten über den Untersetzer, damit die Knolle nicht dauerhaft nass wird. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden.
Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen ist ebenfalls der Spätsommer, sobald der Neuaustrieb sichtbar wird. Verwendet wird frische, durchlässige Blumenerde. Wichtig: Die Knolle sollte nicht vollständig mit Erde bedeckt sein, sondern etwa zur Hälfte aus dem Substrat herausschauen. Zudem bevorzugt das Alpenveilchen eher enge Töpfe – ein nur leicht größerer Topf reicht vollkommen aus.