25. Dezember 2025, 14:10 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Mit seinen grünen, ledrigen Blättern gilt der Bogenhanf als äußerst robuste und pflegeleichte Zimmerpflanze. Dass er aber tatsächlich Blüten bilden kann, wissen nur die wenigsten. Auch myHOMEBOOK-Redakteurin Sarah Bachmann war überrascht, als ihre Pflanze plötzlich Knospen zeigte. Mit diesen Tipps bringen auch Sie mit etwas Glück Ihren Bogenhanf zum Blühen.
Der Bogenhanf (Sansevieria), auch „Schwiegermutterzunge“ genannt, stammt aus Afrika und kommt ebenfalls in Teilen Asiens vor. Beliebt ist er vor allem, weil er als besonders pflegeleicht gilt. Selbst bei wenig Aufmerksamkeit bleibt er lange gesund. Daher eignet er sich auch ideal für Menschen ohne „grünen Daumen“. Mit etwas mehr Pflege kann die robuste Pflanze sogar kleine Blüten bilden.
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Warum der Bogenhanf so selten blüht
Viele haben den Bogenhanf als Zimmerpflanze zu Hause und wissen gar nicht, dass sich zwischen den spitzen, grünen Blättern auch ein Blütenstand bilden kann. Grundsätzlich ist die Blüte ein Zeichen dafür, dass sich die Pflanze mit ihrer Pflege und ihrem Standort wohlfühlt. Trotzdem bleibt sie selten und erscheint, wenn überhaupt, erst bei älteren Exemplaren.
Einen festen Zeitpunkt gibt es nicht, meist blüht der Bogenhanf jedoch im Frühjahr oder Sommer und öffnet seine Blüten vor allem in den Abendstunden. Die Blüten in Creme-, Weiß- oder Rosatönen erinnern dabei ein wenig an kleine Lilien und können mitunter leicht süßlich duften.
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Die richtigen Bedingungen für die Blüte
Eine Garantie dafür, dass der Bogenhanf tatsächlich blüht, gibt es nicht. Es gibt jedoch einige Tipps, die helfen können, dass die Pflanze vielleicht eine Blüte zeigt. Der Bogenhanf bevorzugt einen hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung und Temperaturen zwischen 19 und 22 Grad. Zugluft und abrupte Standortwechsel sollten vermieden werden.
Beim Gießen zeigt sich die Pflanze zwar tolerant, wer sie aber zum Blühen bringen möchte, sollte sie nicht zu sehr vernachlässigen. Da der Bogenhanf als Sukkulente Wasser in seinen Blättern speichert, wird erst gegossen, wenn die oberste Erdschicht trocken ist. Im Frühjahr und Sommer reicht es, alle zwei bis drei Wochen zu wässern, in den Wintermonaten sogar nur alle vier bis sechs Wochen. Am besten wird dabei direkt an den Wurzeln gegossen.
Der Bogenhanf bildet zwar eher langsam, dafür aber zuverlässig Wurzeln. Um ihn zur Blüte anzuregen, darf er jedoch kurzzeitig an seine „Grenzen“ kommen. Wird es der Pflanze im Topf etwas zu eng oder erlebt sie eine leichte Stressphase, reagiert sie manchmal mit einer Blüte und steckt ihre Energie in die Fortpflanzung. Dauerhafter Stress oder starke Vernachlässigung sollten aber vermieden werden, denn sonst kann die Pflanze eingehen.
Nach der Blüte
Die Blüte des Bogenhanfs hält in der Regel ein bis zwei Wochen. Der Blütenstiel muss danach nicht unbedingt entfernt, kann aber abgeschnitten werden, damit die Pflanze keine Energie mehr in die Samen stecken muss. Anschließend lässt sich die gewohnte Pflege einfach fortsetzen. Auf das Umtopfen sollte vorerst verzichtet werden, da der Bogenhanf etwas Zeit braucht, um sich zu erholen – die Blüte ist schließlich ein außergewöhnliches und meistens sogar einmaliges Ereignis.