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Gefährliche Funde

Früchte und Pilze, die Sie im Herbst nicht sammeln sollten

Der Herbst ist eine tolle Zeit, um Pilze und Früchte zu sammeln. Doch einige davon können giftig sein und sollten nicht im Körbchen landen.
Der Herbst ist eine tolle Zeit, um Pilze und Früchte zu sammeln. Doch einige davon können giftig sein und sollten nicht im Körbchen landen. Foto: Getty Images
Katharina Petzholdt
Garten-Autorin

13. Oktober 2026, 14:21 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Wer im Herbst durch Garten, Wald und Wiesen streift, findet dort vieles, was nach einer guten Ernte aussieht. Doch nicht alles, was verlockend wirkt, ist essbar. Wir geben Ihnen ein paar Anhaltspunkte, wie Sie beim Sammeln im Herbst giftige Arten erkennen können.

Bitterkeit ist der eingebaute Giftalarm des Menschen. Was bitter schmeckt, spucken wir aus. Doch auf diesen Alarm ist kein Verlass. Die Tollkirsche etwa trägt bis in den späten Herbst hinein schwarze, glänzende Früchte und schmeckt kaum bitter, eher leicht süßlich. Auch bei anderen Früchten und Pilzen, die im Herbst zum Sammeln einladen, verraten weder Aussehen noch Geschmack, wie gefährlich sie sind.

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Sechs Pflanzen oder Früchte, die Sie nicht sammeln sollten

Herbstzeitlose

Die Herbstzeitlose kann mehrfach verwechselt werden. Während sie im Frühjahr nur aus großen, bärlauchähnlichen Blättern besteht, zeigt sie im Herbst ausschließlich blassviolette, krokusähnliche Blüten ohne jegliches Grün. Sie wächst auf feuchten, nährstoffreichen Wiesen und blüht von August bis November. Weil ihre Blüten an Safran erinnern, wird sie auch Wiesensafran genannt. Die Herbstzeitlose ist in allen Teilen hochgiftig.

Die Herbstzeitlose gilt als äußerst giftig
Die Herbstzeitlose gilt als äußerst giftig Foto: Getty Images/iStockphoto

Kermesbeere

Die Kermesbeere wächst an Weg- und Waldrändern, auf Kahlschlägen und in manchen Gärten. Sie wird bis zu zwei Meter hoch und lockt von August bis in den Herbst hinein mit dunkelroten bis schwarzen, glänzenden Früchten, die in dichten Trauben stehen und ein wenig an Brombeeren erinnern. Die gesamte Pflanze ist giftig.

Die Kermesbeere wächst oft am Wegesrand und sollte nicht einfach gepflückt und verzehrt werden
Die Kermesbeere wächst oft am Wegesrand und sollte nicht einfach gepflückt und verzehrt werden Foto: Getty Images

Eibe

Das immergrüne Nadelgehölz steht vor allem in Hecken, Vorgärten und auf Friedhöfen, ist aber auch in der freien Natur zu finden, dort allerdings eher selten. Die Früchte reifen ab August und bleiben oft bis in den Winter an der Pflanze hängen. Die Eibe ist in allen Teilen, auch in den Samen, hochgiftig. Einzig das rote, süße Fruchtfleisch gilt als ungiftig.

Die roten Früchte der Eibe sehen besonders verlockend aus
Die roten Früchte der Eibe sehen besonders verlockend aus Foto: Getty Images

Tollkirsche

Die Tollkirsche ist eine 0,5 bis 1,5 Meter hohe Wildstaude, die an Waldrändern, auf Brachen und Lichtungen wächst. Von August bis Oktober trägt sie kirschgroße, tiefschwarze, stark glänzende Früchte, die ein sternförmiger Kelch umfasst. Die ganze Pflanze ist stark giftig. Wer nicht richtig hinsieht, könnte sie mit Heidelbeeren verwechseln. Heidelbeeren sind jedoch eher matt und leicht bereift.

Tollkirschen sehen Heidelbeeren auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich
Tollkirschen sehen Heidelbeeren auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich Foto: Getty Images

Pfaffenhütchen

Das Pfaffenhütchen ist ein Strauch, den man in Hecken, Auwäldern und an Waldrändern findet. Seine im Herbst erscheinenden rosaroten Kapseln mit den orangefarbenen Samen sehen aus, als hätte man sie aus einer Bonbontüte gefischt. Doch der Schein trügt. Die Pflanze ist in allen Teilen stark giftig.

Mit ihren bunten Farben sehen die Pfaffenhütchen für Sammler sehr verlockend aus
Mit ihren bunten Farben sehen die Pfaffenhütchen für Sammler sehr verlockend aus Foto: Getty Images

Liguster

Liguster ist eine der beliebtesten Heckenpflanzen und trägt von September bis weit in den Winter glänzend schwarze Beeren. Er ist der harmloseste Kandidat auf dieser Liste und gilt nur als schwach- bis mittelgiftig, echte Vergiftungen sind eher selten.

Auf die Liguster-Hecke trifft man am Wegesrand häufiger
Auf die Liguster-Hecke trifft man am Wegesrand häufiger Foto: Getty Images/iStockphoto

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Drei Pilze, die Sie besser stehen lassen sollten

Pilze sind tückisch, denn sie sind besonders leicht zu verwechseln. Sammeln Sie daher nur Pilze, die Sie ganz genau kennen. Ein schneller Vergleich mit Buch, App oder Internet kann schiefgehen.

Grüner Knollenblätterpilz

Der Grüne Knollenblätterpilz verursacht die meisten tödlich verlaufenden Pilzvergiftungen in Deutschland. Er ist von Juli bis Oktober vor allem in Laubwäldern zu finden und hat einen grünlichen bis bräunlichen Hut. Der Pilz verströmt ein süßliches Aroma und soll sehr angenehm schmecken. Wiesenchampignon und der Grüne Täubling sehen ihm ähnlich genug, um Sammler zu täuschen.

Der Grüne Knollenblätterpilz gilt als giftigster Pilz in Deutschland
Der Grüne Knollenblätterpilz gilt als giftigster Pilz in Deutschland Foto: Getty Images

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Gifthäubling

Der Gifthäubling ist ein kleiner, bräunlicher Pilz mit einem gewölbten bis ausgebreiteten Hut und gelb- bis rostbraunen Lamellen. Er wächst häufig in Gruppen, kann aber auch einzeln auftreten. Seine Hauptsaison ist von September bis November. In seiner Giftigkeit steht er dem Grünen Knollenblätterpilz in nichts nach. Er wächst an Totholz, genau wie das zum Verwechseln ähnliche essbare Stockschwämmchen. Beide können durcheinanderstehen.

Der Gifthäubling ist auch bekannt als Nadelholzhäubling
Der Gifthäubling ist auch bekannt als Nadelholzhäubling Foto: Getty Images/imageBROKER RF

Spitzgebuckelter Raukopf

Auch der Spitzgebuckelte Raukopf zählt zu den giftigsten Pilzen in unseren Wäldern. Er hat einen langen Stiel, einen fuchsbraun gefärbten Hut und ist oft spitz gebuckelt. Von August bis Oktober ist er in Nadelwäldern zu finden. Besonders tückisch: Sein Gift schädigt die Nieren, aber die Beschwerden kommen erst nach vielen Tagen. Bis dahin ist die Mahlzeit längst vergessen, und kaum jemand denkt bei den ersten Symptomen an den Pilz. Er sieht jungen Pfifferlingen ähnlich.

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