13. Oktober 2026, 14:21 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Wer im Herbst durch Garten, Wald und Wiesen streift, findet dort vieles, was nach einer guten Ernte aussieht. Doch nicht alles, was verlockend wirkt, ist essbar. Wir geben Ihnen ein paar Anhaltspunkte, wie Sie beim Sammeln im Herbst giftige Arten erkennen können.
Bitterkeit ist der eingebaute Giftalarm des Menschen. Was bitter schmeckt, spucken wir aus. Doch auf diesen Alarm ist kein Verlass. Die Tollkirsche etwa trägt bis in den späten Herbst hinein schwarze, glänzende Früchte und schmeckt kaum bitter, eher leicht süßlich. Auch bei anderen Früchten und Pilzen, die im Herbst zum Sammeln einladen, verraten weder Aussehen noch Geschmack, wie gefährlich sie sind.
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Sechs Pflanzen oder Früchte, die Sie nicht sammeln sollten
Herbstzeitlose
Die Herbstzeitlose kann mehrfach verwechselt werden. Während sie im Frühjahr nur aus großen, bärlauchähnlichen Blättern besteht, zeigt sie im Herbst ausschließlich blassviolette, krokusähnliche Blüten ohne jegliches Grün. Sie wächst auf feuchten, nährstoffreichen Wiesen und blüht von August bis November. Weil ihre Blüten an Safran erinnern, wird sie auch Wiesensafran genannt. Die Herbstzeitlose ist in allen Teilen hochgiftig.
Kermesbeere
Die Kermesbeere wächst an Weg- und Waldrändern, auf Kahlschlägen und in manchen Gärten. Sie wird bis zu zwei Meter hoch und lockt von August bis in den Herbst hinein mit dunkelroten bis schwarzen, glänzenden Früchten, die in dichten Trauben stehen und ein wenig an Brombeeren erinnern. Die gesamte Pflanze ist giftig.
Eibe
Das immergrüne Nadelgehölz steht vor allem in Hecken, Vorgärten und auf Friedhöfen, ist aber auch in der freien Natur zu finden, dort allerdings eher selten. Die Früchte reifen ab August und bleiben oft bis in den Winter an der Pflanze hängen. Die Eibe ist in allen Teilen, auch in den Samen, hochgiftig. Einzig das rote, süße Fruchtfleisch gilt als ungiftig.
Tollkirsche
Die Tollkirsche ist eine 0,5 bis 1,5 Meter hohe Wildstaude, die an Waldrändern, auf Brachen und Lichtungen wächst. Von August bis Oktober trägt sie kirschgroße, tiefschwarze, stark glänzende Früchte, die ein sternförmiger Kelch umfasst. Die ganze Pflanze ist stark giftig. Wer nicht richtig hinsieht, könnte sie mit Heidelbeeren verwechseln. Heidelbeeren sind jedoch eher matt und leicht bereift.
Pfaffenhütchen
Das Pfaffenhütchen ist ein Strauch, den man in Hecken, Auwäldern und an Waldrändern findet. Seine im Herbst erscheinenden rosaroten Kapseln mit den orangefarbenen Samen sehen aus, als hätte man sie aus einer Bonbontüte gefischt. Doch der Schein trügt. Die Pflanze ist in allen Teilen stark giftig.
Liguster
Liguster ist eine der beliebtesten Heckenpflanzen und trägt von September bis weit in den Winter glänzend schwarze Beeren. Er ist der harmloseste Kandidat auf dieser Liste und gilt nur als schwach- bis mittelgiftig, echte Vergiftungen sind eher selten.
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Drei Pilze, die Sie besser stehen lassen sollten
Pilze sind tückisch, denn sie sind besonders leicht zu verwechseln. Sammeln Sie daher nur Pilze, die Sie ganz genau kennen. Ein schneller Vergleich mit Buch, App oder Internet kann schiefgehen.
Grüner Knollenblätterpilz
Der Grüne Knollenblätterpilz verursacht die meisten tödlich verlaufenden Pilzvergiftungen in Deutschland. Er ist von Juli bis Oktober vor allem in Laubwäldern zu finden und hat einen grünlichen bis bräunlichen Hut. Der Pilz verströmt ein süßliches Aroma und soll sehr angenehm schmecken. Wiesenchampignon und der Grüne Täubling sehen ihm ähnlich genug, um Sammler zu täuschen.
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Gifthäubling
Der Gifthäubling ist ein kleiner, bräunlicher Pilz mit einem gewölbten bis ausgebreiteten Hut und gelb- bis rostbraunen Lamellen. Er wächst häufig in Gruppen, kann aber auch einzeln auftreten. Seine Hauptsaison ist von September bis November. In seiner Giftigkeit steht er dem Grünen Knollenblätterpilz in nichts nach. Er wächst an Totholz, genau wie das zum Verwechseln ähnliche essbare Stockschwämmchen. Beide können durcheinanderstehen.
Spitzgebuckelter Raukopf
Auch der Spitzgebuckelte Raukopf zählt zu den giftigsten Pilzen in unseren Wäldern. Er hat einen langen Stiel, einen fuchsbraun gefärbten Hut und ist oft spitz gebuckelt. Von August bis Oktober ist er in Nadelwäldern zu finden. Besonders tückisch: Sein Gift schädigt die Nieren, aber die Beschwerden kommen erst nach vielen Tagen. Bis dahin ist die Mahlzeit längst vergessen, und kaum jemand denkt bei den ersten Symptomen an den Pilz. Er sieht jungen Pfifferlingen ähnlich.