4. August 2025, 13:09 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Tomaten gehören zwar zu den beliebtesten Gemüsearten für den Anbau im eigenen Garten, aber ganz unkompliziert sind sie nicht. Der am meisten gefürchtete Tomatenschreck ist zweifelsohne die Kraut- und Braunfäule. Doch es gibt noch eine Reihe weiterer Ärgernisse, die beim Anbau von Tomaten auftreten können. Eins von ihnen ist der sogenannte Grünkragen. myHOMEBOOK erklärt, was es damit auf sich hat.
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Was ist Grünkragen und wie sieht er aus?
Grünkragen ist keine Krankheit im eigentlichen Sinne, und Schädlingen ist er auch nicht zuzuschreiben. Er ist vielmehr eine physiologische Störung, die den Reifeprozess der Früchte behindert. Statt gleichmäßig rot zu werden, bilden die Tomaten rund um den Stielansatz grüne und mitunter auch gelbliche Stellen aus. Das darunter liegende Fruchtfleisch wird hart und geschmacklos. Einfaches Abwarten hilft leider gar nicht, denn der grüne Kragen reift nicht mehr nach.
Welche Ursache hat Grünkragen?
Grünkragen ist eine Störung, die vermutlich auf mehrere Faktoren zurückzuführen ist. Sowohl Pflegefehler als auch ungünstige Wetter- und Standortbedingungen können ausschlaggebend sein. Die möglichen Gründe im Einzelnen:
1. Die Sonneneinstrahlung war zu stark. Die äußeren Früchte sind meist stärker betroffen als die Früchte, die im Inneren der Pflanze wachsen und daher beschatteter sind.
2. Es war zu lange zu heiß.
3. Es sind zu viele Blätter abgeschnitten worden.
4. Die Tomaten sind überdüngt oder falsch gedüngt worden.
5. Es ist zu viel gegossen worden.
Sind Tomaten mit Grünkragen essbar?
Tomaten mit Grünkragen können zwar nicht nachreifen, aber entsorgen muss man sie dennoch nicht. Es reicht vollkommen aus, den grünen Anteil abzuschneiden. Der Rest der Tomate ist, solange er normal aussieht, problemlos genießbar.
Sind betroffene Pflanzen verloren?
Auch wenn die Früchte einer Tomatenpflanze Grünkragen haben, bedeutet das nicht, dass alle nachfolgenden Früchte ebenfalls Grünkragen bekommen. Sobald die Anbaubedingungen ausreichend verbessert werden, reifen neue Früchte wieder komplett aus.
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Wie kann man Grünkragen vorbeugen?
Die Vorbeugemaßnahmen ergeben sich aus den möglichen Ursachen der Störung.
1. Bei einer sehr starken Sonneneinstrahlung kann ein Sonnenschutz hilfreich sein. Je nach Anzahl der Pflanzen können Schattiernetze, aber auch einfache Sonnenschirme oder Bettlaken zum Einsatz kommen.
2. Netze, Schirme oder Laken können auch vor Überhitzung schützen.
3. Tomatenblätter sollten immer mit Augenmaß, also nicht zu reichlich, entfernt werden. Auch wenn kranke Blätter zu entfernen sind und ein Ausdünnen sinnvoll sein kann: Tomatenpflanzen brauchen Blätter.
4. Die Düngung sollte zu den Bedürfnissen der Tomaten passen. Ein zu hoher Stickstoffgehalt ist ungünstig, ein Mangel an Kalium ebenfalls. Spezielle Tomatendünger enthalten alle wichtigen Nährstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis.
5. Nicht zu viel gießen. Tomaten sollten zwar nicht austrocknen, aber zu viel Wasser ist ebenfalls schädlich.
Auch die Wahl der Tomatensorten kann helfen, Grünkragen zu vermeiden. Alte Sorten sind häufiger betroffen, vor allem dunkle Tomatensorten und Fleischtomaten. Hellfruchttypen sind generell weniger betroffen.
Ärger am anderen Ende der Tomate: Blütenendfäule
Auch das andere Ende der Tomate kann Ärger machen: Bei der sogenannten Blütenendfäule zeigen sich dunkle, eingesunkene Stellen an der Blütenansatzstelle. Genau wie der Grünkragen ist auch die Blütenendfäule keine Krankheit im eigentlichen Sinne, sondern ebenfalls eine physiologische Störung. Die gute Nachricht: Auch diese Störungen lässt sich mit entsprechenden Pflegemaßnahmen gut in den Griff bekommen.