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Heizsysteme im Vergleich

Wärmepumpe oder Gasheizung? Studie zeigt, was langfristig günstiger ist

Wärmepumpe
Mit einer Wärmepumpe lassen sich Heizkosten sparen – wenn sie korrekt eingestellt ist Foto: Getty Images/Sebalos
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Felix Mildner
Redaktionsleiter

23. Juli 2025, 14:54 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Angesichts steigender Energiekosten suchen viele Haushalte nach einer wirtschaftlicheren Heizlösung. Eine neue Analyse zeigt: Wer auf eine effiziente Wärmepumpe setzt, kann seine Heizkosten im Vergleich zur Gasheizung deutlich senken – unter idealen Bedingungen sogar um mehr als 900 Euro im Jahr. Doch nicht jede Anlage erzielt gleich gute Ergebnisse.

Effiziente Wärmepumpe spart bis zu 41 Prozent Heizkosten

Laut einer aktuellen Untersuchung des Vergleichsportals Verivox betragen die Heizkosten für ein Einfamilienhaus mit einem jährlichen Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden derzeit im Durchschnitt 2262 Euro. Darüber hatte auch Computer BILD (gehört wie myHOMEBOOK zu Axel Springer) berichtet. Wird die gleiche Heizleistung stattdessen durch eine moderne Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl (JAZ) von 4 bereitgestellt, sinken die Stromkosten für den Betrieb auf 1337 Euro. Das entspricht einer Einsparung von 925 Euro – oder 41 Prozent jährlich.

Hinweis: Die Jahresarbeitszahl ist eine wichtige Kennzahl bei der Wärmepumpe. Sie bewertet, wie effizient das Heizsystem läuft. Eine Jahresarbeitszahl von 4 bedeutet, dass aus 25 Prozent Strom 75 Prozent Umweltwärme resultiert. Anders formuliert: Aus 1 Kilowattstunde Strom entstehen 4 Kilowattstunden Wärme. Optimal eingestellte Systeme erreichen Werte zwischen 3 und 5.

„Die Betriebskostenlücke zwischen Gasheizungen und Wärmepumpen dürfte sich in den kommenden Jahren weiter vergrößern“, erklärt Verivox-Energieexperte Thorsten Storck. „Grund dafür ist vor allem der steigende CO2-Preis, der fossile Energieträger wie Erdgas zunehmend verteuert. Haushalte mit einer Wärmepumpe profitieren hingegen von niedrigen Stromnetzgebühren und Konzessionsabgaben.“

Allerdings sei dabei die Effizienz der Anlage entscheidend. „Je höher die Jahresarbeitszahl, desto geringer fällt der Strombedarf aus und desto größer ist die Ersparnis gegenüber fossilen Heizsystemen.“ Das zeigte auch eine kürzlich veröffentlichte Studie der ETH Zürich. Dabei stellten die Forscher fest, dass viele Wärmepumpen deutlich mehr Leistung bringen könnten, wären sie korrekt eingestellt.

Weniger effiziente Anlagen bringen geringeren Vorteil

Auch bei weniger leistungsfähigen Wärmepumpen lassen sich laut Verivox noch spürbare Einsparungen erzielen. Bei einer JAZ von 2,7 – wie sie beispielsweise bei unzureichender Gebäudedämmung oder ungeeigneten Heizkörpern auftreten kann – liegt der jährliche Stromverbrauch für die Heizung bei rund 7500 Kilowattstunden. Bei aktuellen Strompreisen entspricht das Kosten von 1978 Euro – und damit immer noch 13 Prozent oder 284 Euro weniger als bei einer Gasheizung.

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Kostenvergleich allein reicht nicht aus

„Gasheizungen sind in der Anschaffung oft günstiger als Wärmepumpen“, sagt Storck. „Dafür liegen die laufenden Betriebskosten bei Wärmepumpen in der Regel niedriger.“ Welche Heizlösung sich im Einzelfall am besten eignet, hängt stark von den baulichen Gegebenheiten ab. „Eine qualifizierte Energieberatung vor Ort kann hier wertvolle Unterstützung bieten und zugleich über die verschiedenen staatlichen und kommunalen Förderprogramme informieren“, erklärt der Experte.

So wurde die Verivox-Analyse durchgeführt

Die Berechnungen von Verivox beziehen sich auf ein typisches Einfamilienhaus mit einem Jahresbedarf von 20.000 Kilowattstunden Erdgas. Für die Wärmepumpe wurden zwei Szenarien angenommen: eine Jahresarbeitszahl von 4 (entspricht 5000 Kilowattstunden Stromverbrauch) für ein effizientes System und eine JAZ von 2,7 (7500 Kilowattstunden Stromverbrauch) für weniger effiziente Anlagen.

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