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Stilbrüche

5 unterschätzte Deko-No-Gos, über die kaum jemand spricht

Deko No-Gos
myHOMEBOOK-Autorin Carolin Chytrek verrät, welche Deko-No-Gos man besser vermeiden sollte Foto: Getty Images
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Carolin Chytrek
Carolin Chytrek Freie Autorin

7. April 2026, 17:03 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Darüber, ob ein Raum als hochwertig wahrgenommen wird, entscheiden feine Nuancen. Es sind selten die offensichtlichen Fehler, die ihn aus dem Gleichgewicht bringen. Viel häufiger sorgen leise, subtile Stilbrüche dafür, dass etwas nicht ganz stimmig wirkt. myHOMEBOOK-Autorin Carolin Chytrek verrät, welche No-Gos bei der Einrichtung und Deko man unbedingt vermeiden sollte.

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Die vergessene Ecke

Der Umzug ist erledigt, die Möbel stehen und die Umzugskisten sind leer. Nur eine Ecke des Raumes wirkt noch ziemlich lieblos. Ein Sideboard wurde einfach abgestellt, die Deko wirkt beliebig und passt gar nicht zum Rest des Raumes. Irgendwie fehlt die Idee, wofür man diesen Bereich nutzen könnte. Die vergessene Ecke wird häufig unterschätzt.

Ein Konzept ist erst dann vollständig, wenn jeder Bereich eine Funktion hat und jeder Ecke Aufmerksamkeit geschenkt wird. In den meisten Fällen reicht schon ein bewusst gesetztes Element – etwa ein Sessel oder eine Pflanze –, um aus einer leeren Ecke einen Bereich mit Geschichte zu machen.

Zu viele Hingucker

Ein Statement-Piece lebt davon, dass es im Mittelpunkt steht. Wenn jedoch jedes Dekostück in einem Raum nach Aufmerksamkeit schreit, entsteht eher Konkurrenz statt Harmonie. Der Raum wirkt dadurch unruhig und verliert an Atmosphäre.

In einem starken Interior-Design dominieren nur ausgewählte Produkte ganz gezielt und haben so genug Raum zur Entfaltung. Eine auffällige Leuchte, ein besonderes Möbelstück oder ein großes Kunstwerk genügt häufig bereits als Blickfang.

Materialauswahl ohne Tiefe

Das Industrial Design verlangt nach Metall, der Boho-Look nach Rattan und Jute. Doch nur, weil verschiedene Stile auf verschiedenen Materialien basieren, bedeutet das nicht, dass man sie nicht auch mixen darf. Wird ein Raum nur mit Metall eingerichtet, wirkt er schnell flach und eindimensional. Erst der Mix aus verschiedenen Haptiken verleiht ihm Tiefe. So kann ein Holztisch in einem Industrieloft den Unterschied machen, ob es wohnlich oder technisch aussieht.

Man sollte also keine Angst vor Mix and Match haben. Denn erst die Kombination aus rau und weich, matt und glänzend und schwer und leicht lässt Räume visuell hochwertig wirken.

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Bilder zu hoch hängen

Künstlerische Gemälde oder Fotografien können einem Raum Charakter verleihen – oder ihn komplett aus dem Gleichgewicht bringen. Oft werden diese viel zu hoch platziert oder willkürlich an den Wänden verteilt, was ein absolutes No-Go bei der Deko ist. Wer sich für Wanddeko entscheidet, sollte mit Gruppierung arbeiten und sich an der durchschnittlichen Augenhöhe orientieren. Galeriewände dürfen die gesamte Höhe der Wand einnehmen, allerdings sollten große oder markante Bilder in Sichthöhe angebracht werden. Die übrigen werden darunter und darüber angeordnet. So entsteht ein harmonisches Bild. Bei der Wandgestaltung gilt folgender Merksatz: Die Augenhöhe ist entscheidend!

Auch interessant: Verschiedene Hängungen, um Bilder an der Wand anzuordnen

Künstliche Pflanzen, die auch so aussehen

Ein bisschen Grün ist im Interior-Design nie verkehrt. Wer ohne großes gärtnerisches Geschick ist oder wer keine Zeit für eine aufwändige Pflege hat, greift gerne auf Kunstpflanzen zurück. Damit kann man aber mehr falsch machen, als richtig. Denn vielen Pflanzen aus Plastik sieht man leider an, dass sie nicht echt sind – vor allem, wenn sie aus billigen Materialien hergestellt werden. Das mindert die Wertigkeit eines Raumes und zählt daher als No-Go bei der Deko.

Kunstpflanzen sind völlig okay, beim Kauf sollte aber darauf geachtet werden, dass die Blätter nicht zu stark glänzen und die Farben natürlich erscheinen. Dann sind sie eine Bereicherung und bringen Leben in die Wohnung.

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