19. Februar 2026, 6:08 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
2026 ziehen spürbare Oberflächen, handwerkliche Unikate und leuchtende Materialien in unsere Wohnräume ein. Es geht um Atmosphäre, um Persönlichkeit und um eine neue Sinnlichkeit im Detail. myHOMEBOOK-Redakteurin Mareike Schmidt erklärt, mit welchen Deko-Trends wir unser Zuhause wärmer, weicher und individueller gestalten.
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Sanfte 3D-Texturen
Glatt war gestern. 2026 setzen sich weiterhin weiche, dreidimensionale Texturen durch, die Räume nicht nur optisch, sondern auch haptisch bereichern. Wandpaneele mit organischen Wellen, reliefartige Keramikfliesen, strukturierte Vasen oder Kissen mit plastischen Mustern schaffen subtile Licht- und Schattenspiele. Besonders gefragt sind fließende Formen, die an Naturphänomene erinnern: Dünen, Wasserbewegungen oder Wolkenformationen.
Auch bei Textilien zeigt sich der Trend deutlich: Bouclé, strukturierter Leinen-Mix, gecrinkelte Baumwolle oder gestrickte Wohnaccessoires verleihen Sofas und Betten mehr Tiefe. Die Farbpalette bleibt dabei eher ruhig, was den skulpturalen Charakter der Oberflächen unterstreicht.
Crafted Authenticity
Handwerk wird 2026 nicht nur geschätzt, sondern gefeiert. „Crafted Authenticity“ steht für sichtbare Spuren der Herstellung: kleine Unregelmäßigkeiten, handgedrehte Keramik, grob gewebte Textilien oder naturbelassenes Holz mit Astlöchern und Maserung. Perfektion tritt zugunsten von Charakter in den Hintergrund.
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Dieser Trend spiegelt ein wachsendes Bedürfnis nach Nachhaltigkeit und Transparenz wider. Statt in schnelle Trendteile zu investieren, lieber bewusst in langlebige Objekte mit Geschichte. Vasen, die wie aus einer Töpferei wirken, handgefertigte Schalen oder geschnitzte Holzelemente bringen Seele in moderne Interieurs. Kombiniert werden sie gern mit zeitlosen Möbelklassikern wie von Alvar Aalto oder Charlotte Perriand, deren organische Formensprache perfekt zur neuen handwerklichen Ästhetik passt.
Warum Neo Deco mehr ist als ein Revival des Art Déco
Das sind die Fliesen-Trends 2026
Bunte Glasakzente mit Retro-Charme
Nach Jahren transparenter Zurückhaltung wird Glas wieder mutig und vor allem bunt. Vasen, Schalen, Kerzenständer oder Beistelltische aus farbigem Glas setzen leuchtende Akzente in Amber, Kobaltblau, Rauchrosa oder Smaragdgrün. Besonders spannend wirken Stücke mit leicht unregelmäßiger Oberfläche oder sanftem Farbverlauf. Der Reiz liegt im Spiel mit dem Licht: Je nach Tageszeit entstehen immer neue Reflexionen und Farbschattierungen. Als Einzelstück auf einem Sideboard oder in Gruppen arrangiert auf dem Esstisch – Dekoration aus buntem Glas bringt Leichtigkeit in minimalistische Räume und ergänzt warme Naturmaterialien ideal. Inspiration liefert unter anderem das legendäre Glasdesign aus Murano, das seit Jahrhunderten für kunstvolle Farbkompositionen steht.
Art Déco 2.0
2026 erlebt ein Designklassiker sein stilvolles Comeback: Art Déco, allerdings in einer zeitgemäßen, reduzierten Version. Unter dem Namen Neo Deco verschmelzen die glamourösen Elemente der 1920er-Jahre mit modernem Minimalismus und nachhaltigen Materialien. Typisch für den Trend sind klare, grafische Formen, symmetrische Muster und elegante Rundungen. Statt opulenter Überladung setzt Neo Deco aber auf gezielte Statements. Auch bei den Farben wird der Look neu gedacht: Satte Töne wie Smaragdgrün, Saphirblau oder Bordeaux treffen auf warme Neutrals, wie Sand, Greige oder Creme.
In der Dekoration zeigt sich Neo Deco in Form von Vasen oder Tabletts mit klaren Linien oder Teppichen mit grafischen Mustern. Samt-Kissen, Marmor-Accessoires, Glasleuchten oder gerillte Oberflächen bringen Struktur in den Raum. Metallics sollte man dosiert einsetzen, zum Beispiel in Form von Kerzenhaltern, Bilderrahmen oder Lampenfüßen in Messing und Chrom. In Neo Deco wirken aber matte oder gebürstete Varianten moderner als polierte.