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Einrichtung

Diese Wohntrends sehen schön aus, machen aber im Alltag nur Ärger

Deckenhohe Duschwände aus Glas können im Alltag für Ärger sorgen
Deckenhohe Duschwände aus Glas können im Alltag für Ärger sorgen Foto: Getty Images
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Carolin Chytrek
Carolin Chytrek Freie Autorin

6. März 2026, 6:04 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Was auf den ersten Blick stilvoll, edel und durchkomponiert aussieht, entpuppt sich im Alltag nicht selten als echte Zerreißprobe. Denn viele Wohntrends, die man aus dem Internet kennt, sind häufig nur auf Fotos makellos. Im echten Leben erfordern sie Zeit, Geduld und ein beachtliches Maß an Pflege. Welche fünf Looks optisch fotogen sind, aber in der Realität viele Nerven kosten, verrät myHOMEBOOK-Autorin Carolin Chytrek.

1. All-White-Everything

Eine Einrichtung ganz in Weiß ist wie ein Versprechen: Der Raum wirkt größer, friedlicher, ruhiger, doch die stilvolle Eintönigkeit hat auch einen Preis. Denn Weiß ist gnadenlos ehrlich. So hinterlässt jede Berührung Spuren, etwa Fingerabdrücke, Flecken oder Jeansabfärbungen. Weiße Küchenfronten, Sofas und Teppiche fordern eine Menge Disziplin und in gewisser Hinsicht auch Gelassenheit. Denn das Leben wird hier ganz automatisch sichtbar.

All-White-Everything lag zwar lange im Trend und hat sich primär in der Instagram-Blog-Bubble einen Namen gemacht, der Stil ist aber pflegeintensiver als jeder andere. Darüber hinaus kann eine Ton-in-Ton-Einrichtung auch steril und lieblos wirken.

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2. Hochglanz-Oberflächen

Ähnlich kompromisslos sind Hochglanz-Oberflächen. Sie reflektieren das Licht, wirken modern, repräsentativ und teilweise futuristisch. Alles strahlt, zumindest im Idealfall. Denn der luxuriöse Glanz wird schnell getrübt, etwa durch Fingerabdrücke, Wasserflecken und Kratzer. Alles zeichnet sich sichtbar ab. Vor allem in Haushalten mit Kindern oder Tieren kann das zur Herausforderung werden und auf Dauer ziemlich nerven. Aus der edlen Oberfläche wird dann schnell eine Ausstellung für Schlieren, die Dauerpolieren erfordert.

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3. Raumhohe Glasduschwände

Edler geht es nicht: Raumhohe Glasduschwände sind das Sinnbild einer stilvollen Badgestaltung. Sie schaffen Transparenz und lassen den Raum größer wirken. Außerdem versprühen sie dank architektonischer Klarheit und Leichtigkeit Wellness-Vibes der Extraklasse. Doch was viele beim Einbau vergessen: Glas ist gnadenlos und erfordert ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit, denn Kalk setzt sich hier fast schon stoisch ab.

Wer nicht regelmäßig zum Abzieher greift, wird mit der Zeit merken, dass die Transparenz ihre Schattenseiten hat. Dieser Look wirkt nur edel, wenn er makellos ist. In Wahrheit fordern raumhohe Glasduschen also eine absolut genaue Putzroutine, um Wasserflecken zu vermeiden.

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4. Stein-Arbeitsplatten

Nichts strahlt mehr Wertigkeit aus als der Einsatz von Echtstein. Kunststoff darf weichen, Granit, Quarz, Travertin und Marmor feiern ihren Siegeszug, insbesondere in der Küche. Jede Arbeitsplatte ist ein Statement, jede Maserung ein Unikat. Naturstein hat Charakter, aber auch äußerst hohe Ansprüche. Denn nicht jeder Fleck lässt sich einfach so ungeschehen machen.

So ist Stein besonders anfällig für Säure. Zitronenspritzer und Rotweintropfen brennen sich tief ins Material und hinterlassen unschöne, stumpfe Schatten. Vor allem in einer Umgebung, in der täglich mit Lebensmitteln hantiert wird, ist größte Vorsicht geboten. Wer lange etwas vom Stein haben möchte, muss fast schon penibel sein. Auch im Wohnzimmer liegen Naturmaterialien im Trend. Als Couchtisch ist Stein ein Hingucker, aber auch hier können abgestellte Trinkgläser lebenslange Ränder verursachen.

5. Offene Regale

Besonders beliebt in modernen Wohnungen und Häusern sind offene Regale. Sie lassen Räume atmen, geben Dekoartikeln eine Bühne und wirken luftig und leicht. Aber genau dieser Vorteil bedeutet auch unnachlässige Sichtbarkeit. Staub hat leichtes Spiel und sammelt sich de facto überall an: auf Regalbrettern, auf Büchern, Geschirr und Deko.

Die Reinigung wird zur wahren Geduldsprobe, denn mit ein bisschen Wischen ist es nicht getan. Und auch Unordnung fällt direkt ins Auge. Offene Regale erfordern Genauigkeit und stehen im Zentrum einer jeden Putzroutine. Wer das vermeiden will, wählt lieber geschlossenen Stauraum.

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