7. März 2026, 14:12 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Schmutz auf dem Balkonkraftwerk kann die Ausbeute spürbar bremsen. Pollen, Staub oder Moos setzen sich schneller fest, als viele denken. Ein kurzer Check – und bei Bedarf eine behutsame Reinigung – können daher im Frühjahr sinnvoll sein. Worauf sollte man dabei achten?
Ob dicht bepflanzter Balkon, viel befahrene Straße oder staubige Feldwege in unmittelbarer Nähe – all das begünstigt Ablagerungen auf den Modulen. Verschmutzungen führen dazu, dass weniger Sonnenlicht auf die Oberfläche trifft und die Anlage entsprechend weniger Energie erzeugt. Spätestens wenn Staub, Pollen oder sogar Erde sichtbar sind oder sich Moos bildet, sollte gehandelt werden. Das empfiehlt das Informationsprogramm Zukunft Altbau.
Kann man ein Balkonkraftwerk selbst reinigen?
In vielen Fällen können Eigentümer die Reinigung selbst übernehmen – vorausgesetzt, das Modul ist vom Balkon oder von der Terrasse aus gut und sicher erreichbar. Grober Schmutz lässt sich vorsichtig per Hand oder mit einem weichen Besen entfernen. Dabei sollte behutsam vorgegangen werden, um die Oberfläche nicht zu beschädigen.
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Wasser, Spülmittel oder Glasreiniger verwenden
Für die gründlichere Reinigung empfiehlt sich die weiche Seite eines handelsüblichen Schwamms oder ein Tuch. Als Reinigungsmittel eignen sich Wasser mit etwas Spülmittel oder handelsüblicher Glasreiniger. Anschließend sollte das Modul mit einem Geschirrtuch oder einem Mikrofasertuch vorsichtig trocken gerieben werden.
Bei flexiblen Modulen mit Kunststoffoberfläche rät Zukunft Altbau ausschließlich zu einem weichen Tuch. Metallschwämme sind tabu, da sie die Oberfläche zerkratzen können – was den Stromertrag des Balkonkraftwerks verringert. Auch Hochdruckreiniger sind ungeeignet: Sie können die Elektronik der Anlage beeinträchtigen.
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Der richtige Zeitpunkt für die Reinigung
Am besten erfolgt die Reinigung bei gemäßigten Temperaturen und bedecktem Himmel. Bei starker Hitze trocknet das Wasser in der prallen Sonne zu schnell – es entstehen Streifen auf dem Modul.
Vom Stromnetz getrennt werden muss die Anlage für die Reinigung nicht zwingend. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen möchte, kann den Stecker vorsorglich ziehen, so Zukunft Altbau. Dabei bietet es sich an, die Technik gleich mit zu kontrollieren.
Technik-Check: Stecker, Kabel und Wechselrichter prüfen
Neben der Reinigung empfiehlt sich ein kurzer Funktionscheck:
- Sitzt der Stecker fest in der Steckdose?
- Sind sämtliche Kabel unbeschädigt und korrekt angeschlossen?
- Leuchtet der Wechselrichter – meist auf der Rückseite des Moduls – grün?
Zeigt der Wechselrichter ein rotes oder grün-rotes Licht, weist das auf eine Störung hin. Auch sichtbare Schäden an Kabeln oder Steckern sind ein Fall für Fachleute.
Das gilt ebenso, wenn die Anlage nicht gefahrlos erreichbar ist. In solchen Fällen sollten Reinigung und Überprüfung Profis übernehmen, um Risiken zu vermeiden und die Leistungsfähigkeit des Balkonkraftwerks dauerhaft zu sichern.
Mit Material der dpa