30. November 2025, 6:29 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Ein kleiner Moment der Unachtsamkeit kann genügen – und aus erkalteter Kaminasche wird ein verheerender Brand. Wie es dazu kommt und wie man Asche richtig entsorgen sollte, erfahren Sie in diesem Artikel. Denn viele Brände wären durch richtiges Verhalten vermeidbar.
So sollte man Asche entsorgen
Asche aus Kamin, Ofen oder Grill sollte man grundsätzlich im Restmüll entsorgen – also in der schwarzen Tonne. Doch bevor sie dort landet, muss sichergestellt sein, dass sie vollständig erkaltet ist. Ist das nicht der Fall, kann es zu brenzligen Situationen kommen.
Der Abfallratgeber Bayern, eine Initiative des Bayerischen Landesamts für Umwelt, warnt: Verschmorte Mülltonnen sind oft nur der Anfang. Immer wieder berichten Feuerwehren von größeren Einsätzen – bis zu Haus- oder Bunkerbränden in Müllverbrennungsanlagen.
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So lange bleibt Asche noch brandgefährlich
„Die Asche von verbranntem Laubholz wie beispielsweise Eiche oder Buche kann bei der Entsorgung in der Mülltonne unter bestimmten Voraussetzungen noch 72 Stunden danach den Inhalt in Brand setzen“, warnt Kriminalhauptkommissar Frank Chrzanowski, Brandermittler bei der Kripo Goslar.
Und nicht nur das: „Sollten zusätzlich etwa Briketts im Kaminofen verwendet werden, kann der Inhalt gar noch nach einer Woche in Brand geraten“, so der Experte. Auch in der Praxis zeigt sich immer wieder, dass die Gefahren unterschätzt werden: „In der Vergangenheit war fahrlässiger Umgang mit der Entsorgung solcher Asche häufig brandursächlich“, berichtet Chrzanowski.
Wie man Glutnester erkennt
Damit kein Risiko entsteht, rät der Abfallratgeber Bayern, die Asche zunächst im Kamin, Ofen oder Grill vorsichtig zu verteilen. So kühlt sie schneller und gleichmäßiger ab. Ein einfacher Test hilft, um Glutnester aufzuspüren: Einige Tropfen Wasser auf die Asche geben – führt das zu zischenden Geräuschen und Wasserdampf, ist noch Glut enthalten.
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Blecheimer als sichere Zwischenlösung
Um das Risiko gänzlich auszuschließen, empfiehlt Frank Chrzanowski: „Bewahren Sie die Ofenasche mindestens eine Woche in einem Blecheimer mit Deckel oder einem ähnlichen Behältnis auf“. Danach könne man sie gefahrlos entsorgen. Ein weiterer Tipp vom Abfallratgeber Bayern: Um Staubbildung zu vermeiden, sollte erkaltete Asche vor der Entsorgung vorsichtig etwa in eine Papiertüte umgefüllt werden.
Keine gute Idee: Asche im Garten verwenden
Manche Gartenbesitzer überlegen, Asche als Dünger auf Beete oder den Komposthaufen zu geben – das ist allerdings nicht zu empfehlen. Der Abfallratgeber Bayern warnt: Ohne Analyse könne man nicht feststellen, welche Nähr- und Schadstoffe die Asche enthält.
Die Folge könnten Überdüngung oder sogar eine Anreicherung von Schadstoffen im Boden sein. Darum gehört Asche auch nicht in die Biotonne. Auch aufgrund des unbekannten Schadstoffgehalts sollte Asche stets über den Restmüll entsorgt werden.
Mit Material der dpa