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Schornsteinfegerin verrät

So feucht darf Brennholz höchstens sein

Brennholz
Feuchtes Brennholz brennt weniger gut. Aber wie erkennt man, wie trocken das Holz wirklich ist? Foto: Getty Images / Instants
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Felix Mildner
Redaktionsleiter

15. Januar 2026, 11:04 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Wer mit Holz heizt, setzt auf eine gemütliche Wärmequelle. Doch nicht jedes Scheit eignet sich gleichermaßen gut für den Kamin. Wie feucht das Holz maximal sein darf und wie sich der Zustand zuverlässig überprüfen lässt, erklärt eine Schornsteinfegerin.

Warum zu feuchtes Holz problematisch ist

„Beim Verbrennen von feuchtem Brennholz wird zunächst ein großer Teil der Energie dafür benötigt, das im Holz enthaltene Wasser zu verdampfen“, erklärt Iris Dohmen vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks gegenüber myHOMEBOOK. Die Folge: Die Heizleistung verringert sich deutlich.

Zudem sorgt der hohe Feuchtegehalt für eine unvollständige Verbrennung. „Es entstehen mehr Ruß, Feinstaub und Teerstoffe, die sich im Schornstein ablagern können“, so Dohmen weiter. Diese Rückstände erhöhen nicht nur den Reinigungsaufwand, sondern steigern auch das Risiko eines Schornsteinbrandes. Zusätzlich wird die Umwelt stärker belastet, etwa durch verstärkte Rauchentwicklung oder unangenehme Gerüche.

Wie hoch darf der Feuchtegehalt von Brennholz sein?

Die klare Empfehlung der Expertin: „Brennholz sollte eine Restfeuchte von maximal circa 20 Prozent aufweisen.“ Ideal sei ein Bereich zwischen 15 und 20 Prozent. „In diesem Bereich brennt das Holz effizient, sauber und mit guter Wärmeausbeute“, sagt Dohmen. Frisch geschlagenes Holz hat in der Regel deutlich höhere Feuchtigkeitswerte und ist deshalb zum sofortigen Verfeuern ungeeignet.

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Woran erkennt man feuchtes Holz?

„Feuchtes Brennholz lässt sich an mehreren Merkmalen erkennen“, erklärt Dohmen. Auf folgende Eigenschaften sollte man achten:

  • Feuchtes Holz ist meist schwerer, fühlt sich kühl oder feucht an.
  • Es weist außerdem häufig eine dunklere Farbe auf.
  • Beim Verbrennen zischt oder knistert es stark, da das Wasser im Holz verdampft.
  • Das Feuer lässt sich nur schwer entzünden oder brennt schlecht.
  • Zudem entsteht viel Rauch beim Verfeuern.

Wer sicher sein will, sollte auf ein spezielles Messgerät zurückgreifen. „Eine zuverlässige Methode ist die Messung mit einem Holzfeuchtemessgerät, das den Feuchtigkeitsgehalt direkt anzeigt“, so die Expertin.

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Tipps für Lagerung und Kauf

Damit Brennholz den optimalen Feuchtigkeitswert erreicht, rät Dohmen: „Ausschließlich gut getrocknetes Brennholz mit einer Restfeuchte von unter 20 Prozent verwenden.“ Das bedeutet auch: frisches Holz rechtzeitig vorbereiten. Idealerweise lagert man es zwei bis drei Jahre an einem luftigen, trockenen und vor Regen geschützten Ort.

Alternativ kann auch der Kauf von ofenfertigem Holz eine gute Option sein. „So stellen Sie eine effiziente Verbrennung, eine hohe Heizleistung, eine geringere Schadstoffbelastung sowie einen sicheren Betrieb Ihrer Feuerstätte sicher“, erklärt die Schornsteinfegerin.

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