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Experten befragt

Corona-Krise – ist ein Umzug jetzt noch möglich?

Kann man während der Corona-Krise trotzdem noch umziehen oder muss der Umzug warten?
Wird der Umzug noch möglich sein? Für viele Menschen, die in diesen Tagen umziehen wollen, stellt sich diese Frage mit bangem Blick auf die aktuelle Entwicklung der Corona-Krise.Foto: Getty Images

Sie ist die dringendste Empfehlung dieser Tage: Wann immer es möglich ist, sollte man zu Hause bleiben. Aber was ist, wenn man ausgerechnet in diesen Tagen umziehen muss? Sind Umzüge in der Corona-Krise überhaupt noch möglich?

Wer in diesen Tagen umziehen möchte, sitzt wegen Corona mit angespannten Nerven auf gepackten Kisten. Es sind vor allem die Gefahr und Unsicherheit, die aktuell vom Coronavirus SARS-CoV-2 ausgehen, die den Umzug begleiten. Zuweilen scheint es wie ein Wettlauf mit der Zeit. Wird der geplante Umzug noch möglich sein? Bleibt die Buchung für den Umzugstransporter bestehen und arbeiten Umzugsunternehmen noch? myHOMEBOOK beantwortet die wichtigsten Fragen.

Darf man trotz Corona noch umziehen?

Die gute Nachricht vorweg: Umzüge finden täglich statt. Auch rät er davon ab, geplante Umzüge aus Angst vor dem Coronavirus abzusagen.

Update vom 24.03.2020: Die

Arbeiten Umzugsunternehmen noch?

Beim Einsatz von Umzugsunternehmen gäbe es keinerlei Einschränkungen. Dies bestätigt auf Nachfrage von myHOMEBOOK auch Patrick Westenberger vom Berliner Umzugsunternehmen Westenberger. Aber auch er spürt die Verunsicherung seiner Kunden deutlich, die täglich nachfragen, ob der geplante Umzug noch realisierbar sei. Viele seiner gewerblichen Auftraggeber hätten indes geplante Umzüge storniert. Viele Möbelspeditionen melden deswegen bereits Kurzarbeit an.

Bleibt die Buchung für Leihwagen bestehen?

Ein geplanter Umzug scheitert aktuell auch nicht an fehlenden Leihfahrzeugen. So informiert beispielsweise die Autovermietung Robben & Wientjes auf seiner Homepage, dass alle Stationen wie gewohnt geöffnet seien.

Ab wann wären Umzüge nicht mehr möglich?

Anders sähe die Lage jedoch aus, wenn es zu einem strikten Bewegungsverbot käme und auch Gütertransporte nicht mehr möglich wären oder nur noch eingeschränkt für Produkte des Grundbedarfs. Diese Maßnahme sei laut Dierk Hochgesang jedoch nicht zu erwarten. Sofern niemand in seinem Unternehmen erkranke oder es staatliche Einschränkungen gäbe, würde auch die Arbeit im Berliner Umzugsunternehmen fortgeführt.

Was sollte man beim Umzug unbedingt beachten?

Die empfohlenen Verhaltensweisen zum Schutz vor Corona lassen sich auch auf die Zeit des Umzuges übertragen:

  • ausreichend Abstand zueinander halten
  • regelmäßig lüften
  • Hygienemaßnahmen einhalten
  • den Umzugshelfern Sanitäranlagen zur Verfügung stellen
  • wenn möglich, Oberflächen vorher reinigen
  • Handschuhe tragen
  • regelmäßig Hände waschen sowie desinfizieren

Hinweis: Sollte ein Familienmitglied krank sein, sollte dies dem Umzugsunternehmen unbedingt im Vorfeld mitgeteilt werden. So können sich die Umzugshelfer darauf einstellen und gegebenenfalls mit Handschuhen und Schutzanzug arbeiten.

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Dürfen private Umzugshelfer unterstützen?

Das Bundesgesundheitsministerium empfiehlt im Allgemeinen jegliche Kontakte auf das Notwendigste zu reduzieren und auf den Besuch von Veranstaltungen mit Menschenansammlungen zu verzichten. Daher wäre es sinnig und verantwortungsvoll, so wenig Menschen wie möglich in den Umzug zu involvieren.

Können geplante Umzüge noch storniert oder verschoben werden?

„Das kommt auf den Einzelfall an. Im Regelfall können die Umzüge ja ohne Einschränkung durchgeführt werden“, so Dierk Hochgesang. Ein Blick in die AGB verschafft Verunsicherten Klarheit. Im Umzugsunternehmen Westenberger seien verschiedene Optionen, wie Stornierung sowie das Verschieben des Umzugs, denkbar. Im Zweifel könnten Umzugsgüter auch immer eingelagert werden.

Wie hoch ist die Gefahr der Ansteckung durch Umzugskartons?

„Ein Türgriff im Hausflur bereitet mir mehr Sorgen als möglicherweise kontaminierte Umzugskartons“, so der Umzugsunternehmer. Auch Dierk Hochgesang schätzt das Risiko, sich durch Umzugskisten mit dem Coronavirus zu infizieren, als sehr gering ein. „Wenn es neue Kartons sind, ist das Risiko nicht gegeben. Wenn es gebrauchte Kartons sind, lagern sie im Regelfall bereits einige Zeit. Bei gebrauchten Kartons schätzen wir die Gefahr durch sonstige Erreger höher ein.“