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Urlaubszeit

8 Tipps, um die Wohnung vor einem Einbruch zu schützen

Wie man mit Licht und Alarmsignalen Einbrecher abschrecken kann
Um sein Zuhause vor Einbrechern zu schützen, müssen nicht immer gleich aufwendige Alarmsysteme installiert werdenFoto: Getty Images

Um das Eigenheim für Einbrecher unattraktiv zu gestalten, braucht es weder eine teure Alarmanlage noch komplizierte Smart-Home-Technik. Bereits einfache Maßnahmen helfen dabei, um Einbrecher abzuschrecken.

Einbrecher sind vor allem in der Urlaubszeit aktiv. Im Urlaub möchte man sich allerdings alles andere als Sorgen machen, schon gar nicht über das eigene Heim und einem möglichen Einbruch. Viele installieren dafür teure Alarmanlagen. Doch auch ohne teure Technik kann man potenzielle Einbrecher abschrecken. Statistiken zeigen, dass Einbrecher von Ihrem Vorhaben abkommen, sobald sie länger als fünf Minuten benötigen, um sich Zugang zu verschaffen. Mit einem soliden Einbruchschutz kann man das Risiko also reduzieren. myHOMEBOOK stellt einfache Methoden vor, mit denen man sein Zuhause für Einbrecher unattraktiv gestalten kann.

Wie gehen Einbrecher vor?

Viele glauben, dass Einbrecher vor allem spät abends oder nachts versuchen in das Haus oder die Wohnung einzusteigen. Das ist jedoch nicht ganz richtig: Die Einbruchstatistiken zeigen, dass bevorzugt zwischen 6 und 21 Uhr eingebrochen wird. Viele Einbrecher beobachten im Vorwege ihr Ziel und damit auch die Gewohnheiten der Bewohner. Durch Klingeln oder Anrufe wird außerdem überprüft, ob jemand zu Hause ist. Über sogenannte Gaunerzinken – das sind Symbole an Häusern oder Straßenlaternen – verständigen sich einige organisierte Einbrecherbanden, ob und wo sich ein Einbruch lohnt.

In der dunklen Jahreszeit zwischen Oktober und März wird im Durchschnitt häufiger eingebrochen als im Sommer. Auch die Vermutung, dass vor allem Villen und Häuser, die „nach etwas aussehen“, Ziel der Einbrecher sind, stimmen nur zum Teil: Täter wissen im vorher meistens nicht, was sie im Inneren erwartet, und viele der Einbrecher haben es auf Elektrogeräte, Schmuck und Bargeld abgesehen – alles Dinge, die man in nahezu jedem Haushalt findet. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob das Objekt gut einsehbar direkt an der Straße oder eher versteckt hinter Bäumen und Hecken liegt. Ein Einbruch dauert oft nur wenige Sekunden. Diese Einstiegsmöglichkeiten nutzen Einbrecher:

  • Ebenerdige und ungesicherte Fenster und Türen
  • Kellertüren und -fenster sowie Lichtschächte
  • Fenster in höheren Stockwerken, die z. B. über Bäume und Nebengebäude gut zu erreichen sind
  • Wohnungstüren der obersten Etagenwohnung in Mehrfamilienhäusern

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Einbrecher abschrecken – 7 Tipps

Im Folgenden stellen wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten vor, um Einbrecher abzuschrecken und es ihnen so schwierig wie möglich zu gestalten, in die eigene Wohnung einzudringen. Manche Tipps sind für viele eine Selbstverständlichkeit, dennoch werden sie hin und wieder vergessen und von Einbrechern ausgenutzt.

1. Haustüren immer abschließen

Türen sollte man immer richtig abschließen. Es reicht nicht, die Tür einfach ins Schloss fallen zu lassen, nur eine zusätzliche Schlüsselumdrehung sorgt für Schutz. Außerdem gibt es spezielle Türen mit zusätzlicher Einbruchsicherung. Elementare Teile sind das Schloss selbst, der Schließzylinder und der Beschlag, also die „Verpackung“ des Schlosses. Zusatzschlösser mit Sperrbügel und Querriegelschlösser sind ebenfalls sinnvoll. Eine Haustür lässt sich auch mit weiteren Maßnahmen zusätzlich absichern.

2. Fenster und Balkon- oder Terrassentüren schließen

Auch gekippte oder gar offene Fenster und Türen sind eine gern genutzte Möglichkeit für Einbrecher, in Wohnungen einzudringen. Deshalb gilt auch hier: Alle Fenster schließen, auch wenn man nur kurz das Haus verlässt. Eine zusätzliche Einbruchsicherung am Fenster oder an der Terassentür kann eine Einbruchschutzfolie darstellen. Diese kann nachträglich angebracht werden und verhindert, dass das Fensterglas einfach zerstört werden kann. Fenster mit einem Pilzkopfbeschlag sind außerdem schwerer aufzuhebeln. 

Tipp: Bringen Sie vor Fenstern einbruchhemmende Rollläden an. Das Besondere ist hier, dass ein Getriebemotor die manuelle Bewegung nach oben blockiert und die Rollläden nicht einfach nach oben geschoben werden können.

3. Dachboden- und Kellerzugänge nicht vergessen

Für Türen und Fenster am Dachboden und dem Keller gelten die gleichen Sicherheitsmaßnahmen, wie für alle anderen Fenster und Türen am Haus. Kellerfenster und Lichtschächte können zusätzlich mit einer Vergitterung oder Glasbausteinen abgesichert werden, um .

4. Schloss bei verlorenem Schlüssel austauschen

Es kann schon mal passieren, dass der Haus- oder Wohnungsschlüssel abhandenkommt. Noch ärgerlicher ist es jedoch, wenn sich Einbrecher mit dem verlorenen Schlüssel Zugriff zur Wohnung verschaffen. Um kein Risiko einzugehen, empfiehlt es sich, das Türschloss nach dem Verlust zu tauschen.

Hinweis: Auch die beliebte Praxis, einen Ersatzschlüssel außerhalb der Wohnung zu deponieren, kann Einbrecher auf den Plan bringen. Besser: Den Schlüssel bei Verwandten, vertrauenswürdigen Nachbarn oder Freunden verwahren.

5. Nachbarn einbeziehen

Ein gutes Verhältnis zu seinen Nachbarn ist viel wert – auch bei der Einbruchsprävention. Wenn er besonders aufmerksam ist, kann er vielleicht sogar einen Einbruch verhindern. Ein hilfsbereiter (und vertrauenswürdiger) Nachbar kann auch Einbrecher abschrecken, indem er das Licht in der Wohnung einschaltet oder die Vorhänge öffnet, wenn man selbst im Urlaub ist. Damit kann man Anwesenheit vortäuschen.

6. Urlaub und soziale Medien

Wenn man auf Facebook oder Instagram die neuesten Urlaubsimpressionen teilt, können potenzielle Einbrecher mitbekommen, dass man nicht daheim ist. Daher sollte man dafür sorgen, dass diese Informationen nicht öffentlich einsehbar sind.

7. Einbrecher mit einem gepflegten Garten abschrecken

Vor dem Urlaub oder längerer Abwesenheit können Gartenbesitzer das heimische Grün zum Abschrecken von Einbrechern noch mal auf Vordermann bringen. Ein frisch gemähter Rasen oder eine gestutzte Hecke machen das Haus für Einbrecher unattraktiver. Alternativ können auch schon wetterfeste Gartenmöbel auf der Terrasse helfen, um Anwesenheit vorzutäuschen – am besten in Kombination mit einer Vase oder einer Kaffeetasse.

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8. Lebendiges Zuhause mit Licht simulieren

Mithilfe vernetzter Leuchten, Rollladenmotoren oder Steckdosen lässt sich auch Leben im Haus simulieren. Sind die Geräte über den Netzwerkrouter verbunden, können Nutzer Szenarien vorprogrammieren oder sie per App aus der Entfernung steuern. In unregelmäßigen Abständen gehen dann etwa Lichter, Radio und TV an, die elektrischen Rollläden werden rauf- und runtergefahren. Wer es nicht vernetzt mag, kann auch mit Zeitschaltsteckdosen und normalen Lampen mit Netzstecker arbeiten.

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