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Alternativen zum Schlüssel

Welche elektronischen Türschlösser gibt es und wie sicher sind sie?

elektronisches Türschloss
Elektronische Türschlösser können auf unterschiedliche Weise geöffnet werden: Mit dem Fingerabdruck, einem Code oder auch dem SmartphoneFoto: iStock / andresr

Schlüssel vergessen, von zu Hause ausgesperrt – passiert das, ist erst einmal Chaos angesagt. Mit einem smarten Türschloss kann das nicht mehr passieren. Ob die elektronischen Schlösser wirklich eine Alternative sind und welche Vor- und Nachteile sie haben, erfahren Sie hier.

Elektronische Türschlösser sind schon lange keine Luxus-Spielerei mehr, sondern gehören in vielen Neubauten inzwischen zum Standard. Für alle, die öfter mal ihren Hausschlüssel vergessen, sind sie ein Segen. Außerdem spart man sich das lange Kramen in der Handtasche. Aber sind die smarten Türschlösser wirklich so praktisch? Welche Vor- und Nachteile es gibt, ob die smarten Türschlösser wirklich sicher sind und welche Optionen man hat im Überblick.

Wie sicher sind smarte Türschlösser?

Smart Home-Lösungen liegen immer mehr im Trend, denn sie sollen vor allem eines: das Leben leichter machen. Insbesondere smarte Türschlösser haben den Vorteil, dass man auf ein volles Schlüsselbund verzichten kann. Aber wie sicher sind diese elektronischen Türschlösser wirklich? myHOMEBOOK hat bei Norman Bartusch von der Smarthome Initative Deutschland nachgefragt:

„Sie sind so sicher wie der mechanische Zylinder, der eingebaut ist. Die Elektronik beziehungsweise Funkübertragung ist meist das geringste Problem. Die Übertragungen sind meist verschlüsselt.“ Der Experte sieht eher Probleme, wenn das Smartlock in das WLAN eingebunden ist. „Falls das so ist, ist die Schwachstelle meist der ungesicherte Router und nicht das Smartlock. Grundsätzlich würde ich immer nur eine reine Funkverbindung vom Gerät zum Smartlock empfehlen.“ Dabei nennt der Experte Mobiltelefon, Funktastatur, Fingerprint oder auch Funkfernbedienung. Digitale Assistenten seien zwar im Trend, meint Bartusch – aber was ist der Vorteil, wenn jeder einfach „Alexa, öffne die Tür“ rufen kann?

„Insgesamt liegt bei den LKA keine Meldung vor, bei denen ein Einbruchsdelikt durch das ‚hacken‘ eines Smartlocks die Ursache war. Wer diese Kompetenz hat, hackt Konten und keine Smartlocks.“ Im Ernstfall kann zudem immer noch der Schließzylinder mechanisch, also mit dem alten Schlüssel genutzt werden.

Welche smarten Türschlösser gibt es?

Wer in Zukunft auf seinen normalen Schlüssel verzichten muss, der hat relativ viele Alternativen zur Auswahl. Oftmals gibt es bei den elektronischen Türschlössern mehrere Möglichkeiten, um sie zu öffnen:

  • Fingerabdruck
  • Zahlenschloss/Codetastatur
  • per App
  • per Bluetooth
  • Funkfernbedienung
  • Öffnung bei Annäherung

Laut Experte Norman Bartusch kostet ein gutes Smartlock in der Regel mindestens 200 Euro.

Kann ich ein smartes Türschloss selbst einbauen?

Laut Experte geht das in den meisten Fällen. „Der Einbau ist meist weniger das Problem“, so Norman Bartusch gegenüber myHOMEBOOK. „Zu beachten sind die vorhandenen Gegebenheiten an den Türen. Ist in einer älteren Haustür eine ältere Mehrpunktverriegelung als Rollzapfenschloss eingebaut, könnte es grundsätzlich zum Problem kommen, da sich Holz durch Witterungsbedingungen verziehen kann. Dann reicht oft die Motorleistung nicht aus“.

Auch interessant: Dem Heizkostenschock entgehen – Smart Home ist für jeden geeignet

Vor- und Nachteile im Überblick

Smarte Türschlösser können einem das Leben erleichtern, das ist ein ganz klarer Vorteil. Aber es gibt es auch Nachteile. Ein Überblick:

Vorteile

  • man braucht keinen Schlüssel mehr
  • Smartlock-Systeme können wieder zurückgebaut werden – so können auch Mieter ihr Schloss nachrüsten
  • konventionelle Schlüsselhinterlegungen braucht es nicht mehr, da Zugänge für unterschiedliche Personen, Nachbarn oder Dienstleister auch temporär eingerichtet werden können
  • der alte Schlüssel bleibt für Notfälle funktionsfähig

Nachteile

  • ist das smarte Schloss im WLAN eingebunden, kann der ungesicherte Router zu Problemen führen
  • Funkverbindungen sind nicht 100 Prozent vor Manipulation geschützt
  • verliert man das Smartphone, muss entsprechend der Zugang gesperrt werden
  • smarte Türschlösser funktionieren mit Akku- beziehungsweise Batterie-Systemen, die regelmäßig ausgetauscht werden müssen

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