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7 häufige Fehler beim Fensterputzen und wie man sie vermeidet

Fensterputzen
Damit beim Fensterputzen keine Streifen und Schlieren entstehen, sollte man einige Fehler vermeiden Foto: Getty Images
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Christian Glass
Christian Glass Redakteur

2. März 2026, 14:47 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Beim Frühjahrsputz sollte man die Fenster nicht vergessen. Dabei können jedoch schnell Fehler passieren, die zu Streifen und Schlieren führen. Welche gängigen Fehler das sind, verrät myHOMEBOOK in diesem Artikel.

1. Fehler: Erst die Fenster, dann die Rahmen putzen

Generell sollte man zuerst die Fensterrahmen mitsamt den Dichtungen putzen, danach sind die Scheiben dran. Denn schmutziges Wischwasser tropft dabei mit Sicherheit auf die Fensterscheiben. Ärgerlich, wenn man diese vorher geputzt und trocken gewienert hat. Grobe Verschmutzungen, wie eingetrockneter Vogelmist, lassen sich vorsichtig mit einem Glasschaber entfernen.

Auch interessant: Darf man an Sonn- und Feiertagen eigentlich Fenster putzen?

2. Fehler: Lieber mit Essigreiniger und Salmiak putzen

Wer schon mal im Winter an einem zugigen Fenster saß, weiß eine heile Fensterdichtung zu schätzen. Doch die kann unter einem falschen Reiniger leiden und brüchig werden. Hausmittelchen wie Essig, Spiritus oder Salmiak sind zum Fensterputzen eher nicht geeignet. Denn Säure oder Alkohol können die Dichtung angreifen und langfristig beschädigen. Essig und Co. haben noch einen Nachteil: Die Fenster riechen nach dem Putzen unangenehm. Doch auch dieser Geruch verfliegt mit der Zeit.

Besser: Einfach einen Schuss fettlösendes Geschirrspülmittel (ohne Zusätze für die Hände) ins lauwarme Wasser geben. Dabei darauf achten, dass sich nicht zu viel Schaum bildet. Dieser hinterlässt die gefürchteten Schlieren und Streifen auf den Scheiben.

3. Fehler: In Schlangenlinien abziehen

Die richtige Wischrichtung ist ausschlaggebend für ein sauberes Ergebnis. Einfach einen Schwamm, ein Schwammtuch oder am besten ein Mikrofaser-Tuch ins Putzwasser tauchen und beherzt die Scheibe säubern. Danach spült man mit klarem Wasser nach. Anschließend zieht man das Fenster mit einem Abzieher trocken.

Die Gummilippe des Abziehers trocknet man nach jedem Durchzug mit einem Tuch ab, so vermeidet man Streifen. Alternativ kann man auch einen Abzieher benutzen, der das Wasser elektrisch aufsaugt. Einige finden so ein Gerät allerdings unhandlich, weil es nach einiger Zeit schwer wird. Wer keinen Abzieher hat, poliert das Fenster einfach mit einem Mikrofaser-Tuch trocken.

Wichtig: Je hochwertiger der Fensterabzieher, desto einfacher fällt das Putzen. Bei einer minderen Qualität wird die Gummilippe des Abziehers mit der Zeit porös, Schlieren sind dann kaum zu vermeiden. Die Lippe kann man bei Billig-Abziehern zudem nicht einfach austauschen, man müsste sich einen neuen zulegen.

4. Fehler: Fenster mit alten Zeitungen abwischen

Zeitungspapier ist sehr saugfähig und wird dann weich. Dennoch: Bei diesem Thema scheiden sich die Geister. Viele schwören darauf, mit einer zusammengeknüllten alten Tageszeitung die nassen Fenster zu polieren. Andere monieren, die Druckerschwärze verursache dunkle Flecken auf dem Fenster und Rahmen. Einen Versuch ist es aber allemal wert.

5. Fehler: Damenstrümpfe polieren besser als Leder

Zumindest nasse Strümpfe verursachen Streifen. Es klingt skurril, aber Verfechter dieses Tricks glauben, selbst die hartnäckigste Schliere mithilfe eines Nylon-Strumpfes wegpolieren zu können. Andere Stimmen sagen, das bringe gar nichts. Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt gleich ein Mikrofaser-Tuch oder ein Fensterleder.

6. Fehler: Nur bei Sonnenschein Fenster putzen

Die Profis unter den Fensterputzern müssen bei Wind und Wetter ran. Sie arbeiten aber in der Regel sehr zügig, da macht es nichts, ob die Sonne scheint oder nicht. Für alle Laien gilt: Nicht bei direktem Sonnenschein die Fenster putzen. Durch die Wärme trocknet die nasse Scheibe schnell, das verdunstete Wasser hinterlässt hässliche Schlieren.

7. Fehler: Schwamm und Lappen erst danach auswaschen

Auch bereits während des Fensterputzens sollte man Schwamm und Lappen immer wieder gründlich auswaschen. Sonst kann es sein, dass die aufgenommenen Schmutzpartikel Kratzer oder Schlieren auf dem Glas hinterlassen.

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Die richtige Ausrüstung

Für das Fensterputzen braucht es nicht viel. Ein Eimer Wasser, Lappen und Abzieher sind die Grundausstattung. Zum Polieren nimmt man am besten ein Mikrofaser-Tuch, dazu noch ein paar Handtücher oder Küchenpapier. Bei hohen Fenstern braucht man zudem einen sicheren Tritt oder eine Leiter. Und etwas gute Musik zur mentalen Unterstützung kann niemals schaden.

Schaffen Sie zuerst freie Bahn

Nichts ist beim Putzen anstrengender, als ständig irgendwelche Gegenstände aus dem Weg zu räumen. Da ist die Lust zum Fensterputzen schneller verflogen, als sie gekommen ist. Bevor Sie mit der eigentlichen Aktion starten, befreit man die Fensterbänke vorab von allem, was im Weg steht. Wenn man will, kann man bei der Gelegenheit gleich die Vorhänge abnehmen und waschen. Die Wohnung erstrahlt dann später in noch neuerem Glanz. Die Fensterbank und den Boden kann man mit einem Handtuch vor heruntertropfendem Wasser schützen.

Wie oft sollte man Fenster eigentlich putzen?

Das kommt darauf an. Und zwar aufs Wetter und auf die Umweltbelastung durch schlechte Luft. Zudem spielt natürlich Ihr persönliches Bedürfnis nach Sauberkeit eine Rolle. Lebt man in einer regenreichen Region, eignet sich ein Glasreiniger mit Lotus-Effekt. Durch die Versiegelung perlen die Regentropfen an der Fensterscheibe ab, es muss dann nicht so oft geputzt werden. Ansonsten gilt für viele die Faustformel, zweimal im Jahr die Fenster zu reinigen.

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