2. Januar 2026, 13:03 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Nach der Silvesternacht beginnt das große Aufräumen. Doch was viele nicht wissen: Wer Feuerwerksreste und Partymüll falsch entsorgt oder sogar aufbewahrt, riskiert mehr als nur eine überfüllte Mülltonne. In manchen Fällen kann es sogar brandgefährlich werden.
Nicht gezündetes Feuerwerk niemals lagern
Wer Feuerwerk zwar gekauft, aber in der Silvesternacht nicht verwendet hat, sollte es keinesfalls aufbewahren – auch wenn die Gelegenheit verlockend scheint. Denn durch Feuchtigkeit kann die Zündfähigkeit beeinträchtigt werden, was zu unkontrollierbarem Verhalten beim späteren Abbrennen führt. Stattdessen rät Philip Heldt von der Verbraucherzentrale NRW: „Das ungenutzte Feuerwerk ein paar Stunden in Wasser legen, dann nass in eine Tüte geben und mit dem Restmüll entsorgen.“
Abgebranntes Feuerwerk gehört in den Restmüll
Sind Raketen, Böller und Batterien abgebrannt, können sie laut dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) in die Restmülltonne. Allerdings sollte man vorher unbedingt prüfen, ob die Reste vollständig erkaltet sind. Glühende Rückstände könnten sonst Brände im Müll auslösen.
Auch wenn abgebrannte Raketen zu einem großen Teil aus Papier bestehen, sind sie laut Heldt nicht fürs Altpapier geeignet. Der Grund: Sie sind durch die Chemikalien des Feuerwerks so verschmutzt, dass sie das Recycling stören würden.
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Wohin mit Blindgängern?
Besonders gefährlich sind Feuerwerkskörper, die beim ersten Versuch nicht vollständig gezündet haben – sogenannte Blindgänger. Diese gehören laut VKU keinesfalls in den Restmüll, denn sie können weiterhin explosiv reagieren. Der Verband empfiehlt: Blindgänger zunächst ins Wasser legen und anschließend bei einer kommunalen Schadstoffsammelstelle oder einem Wertstoffhof abgeben.
Luftschlangen, Konfetti und Wachs richtig entsorgen
Nicht nur Feuerwerksreste, auch typischer Silvestermüll sollte korrekt getrennt werden. Luftschlangen aus Papier gehören ins Altpapier – sofern sie nicht stark verschmutzt oder beschichtet sind. Konfetti hingegen muss in den Restmüll, unabhängig vom Material, wie der VKU betont: Die kleinen Schnipsel sind für das Papierrecycling ungeeignet.
Übrigens: Findet man Böllerreste im eigenen Garten, die mutmaßlich vom Nachbarn stammen, muss dieser sich eigentlich auch um die Entsorgung kümmern, wie Fachanwalt Thomas Pliester auf myHOMEBOOK-Nachfrage erklärt. Allerdings dürfte sich das in der Realität als schwierig erweisen, da man nicht genau nachvollziehen könne, woher der Silvestermüll stammt.
Wer zum Jahreswechsel auf Wachsgießen gesetzt hat, sollte übrig gebliebenes Wachs keinesfalls über den Abfluss entsorgen. Denn die Masse kann aushärten und Rohre verstopfen. Laut VKU gehört Wachs in den Restmüll. Reste vom traditionellen Zinngießen dagegen sind als Metallabfall zu behandeln und sollten beim Wertstoffhof abgegeben werden.
Mit Material der dpa