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Warum Wasser in Flaschen ein Ablaufdatum hat

Wasser Mindesthaltbarkeit
Kann gekauftes Wasser in Flaschen wirklich ablaufen? Foto: GettyImages/Senad Delalic
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myHOMEBOOK Redaktion

17. September 2025, 6:12 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Gekauftes Wasser in Flaschen, das eigentlich unbegrenzt haltbar sein müsste, hat ein Ablaufdatum. Doch warum ist das so? Die Erklärung liegt in gesetzlichen Vorgaben, Kohlensäure und ein wenig chemischer Reaktion.

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Gesetzliche Pflicht zur Kennzeichnung

Auf Wasserflaschen findet sich immer ein Mindesthaltbarkeitsdatum, ganz gleich, ob es sich um stilles oder kohlensäurehaltiges Wasser handelt. Aber kann es wirklich schlecht werden? „Nein“, antwortet Hannah Zeyßig auf die Frage. Die Lebensmittelexpertin der Verbraucherzentrale NRW erklärt: Die Angabe sei rechtlich vorgeschrieben, da die EU ein Mindesthaltbarkeitsdatum verlange. Viele Hersteller setzen dabei auf etwa zwei Jahre. „Das betrifft vor allem Geschmack und Wahrnehmung, nicht die Sicherheit“, erklärt Zeyßig.

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Lagerung entscheidet über Qualität

Ungeöffnet ist Wasser auch nach Ablauf des Datums noch genießbar, solange es kühl, trocken und dunkel gelagert wird. Unter diesen Bedingungen können keine Mikroorganismen aktiv werden. Wird die Flasche jedoch Hitze und Sonnenlicht ausgesetzt, kann sich der Geschmack verändern. „Schlecht“ im gesundheitsschädlichen Sinn werde Wasser fast nie, erklärt Zeyßig. „Es kann aber geschmacklich ‚ungenießbar‘ werden.“

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Kohlensäure schützt vor Keimen

Kohlensäure wirkt keimhemmend – deshalb ist Sprudelwasser in der Regel länger frisch als stilles Wasser. Zusätzlich spielen die Flaschenmaterialien eine Rolle. Laut Zeyßig sind Glasflaschen im Vorteil, da sie zuverlässig vor Geschmacksverlust schützen.

PET-Flaschen hingegen sind weniger dicht: Kohlensäure kann entweichen, gleichzeitig kann bei Hitze Acetaldehyd ins Wasser übergehen. Acetaldehyd ist eine farblose Verbindung, die geschmacklich störend wirkt. Die Verbraucherzentrale weist jedoch darauf hin, dass sie gesundheitlich unbedenklich ist.

So gilt: Wer gekauftes Wasser sachgerecht lagert, kann es meist weit über die aufgedruckte Mindesthaltbarkeit hinaus trinken – auch wenn sich der Geschmack mit der Zeit verändern kann.

Mit Material der dpa

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