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Richtige Entsorgung

Kann die Glühbirne in den Altglas-Container?

Ein Weinglas zerspringt
Ein kaputtes Weinglas darf nicht in den Altglas-ContainerFoto: Getty Images

Glas-Scherben, beispielsweise von einer kaputten Glühbirne, kommen in den Altglas-Container. Irrtum! Nicht jede Scherbe darf in diesem Container entsorgt werden. myHOMEBOOK erklärt, warum diese und anderes Glas-Materialien nichts im Altglas zu suchen haben!

Grundsätzlich ist Glas ein Wundermaterial, denn es kann immer wieder aufbereitet werden. Aber der Recycling-Prozess ist aufwendig. Und weil Glas nicht gleich Glas ist, muss Altglas vorher gut sortiert werden. Leuchtmittel wie Energie-Sparlampen oder Glühbirnen haben im Altglas-Container nichts zu suchen.

Warum kann ich Glühbirnen und Energie-Sparlampen im Altglas-Container nicht entsorgen?

Im Leuchtplasma einer Energie-Sparlampe stecken sieben Milligramm giftiges Quecksilber. Und in LED-Leuchten ist viel Elektronik verbaut.

Dürfen kaputte Weingläser in den Glas-Container?

Nein. Das hat mit dem Schmelzpunkt zu tun. Dieser ist bei Weingläsern anders als bei Weinflaschen oder Marmeladen-Gläsern.

Keramik oder Steingut gehört übrigens auch nicht in den Glas-Container. Denn diese bilden bei der Glas-Aufarbeitung Einschlüsse im neuen Glas.

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Was darf sonst alles nicht in den Glas-Container?

In den Glas-Container – der auch Glas-Iglu genannt wird – und in die Altglas-Tonne dürfen neben Trinkgläsern folgende Materialien nicht rein:

  • Bleikristall
  • Fensterglas
  • Spiegelscherben
  • Keramik
  • Porzellan
  • Weihnachts-Kugeln
  • Glas-Schmuck

All das sollten Sie im Hausmüll entsorgen oder wie alte Leuchtmittel zum Recycling-Hof bringen.

Und was darf ins Altglas?

Flaschen dürfen in den Altglas-Container. Zum Beispiel alte Saft- oder Weinflaschen. Auch Folgendes ist erlaubt:

  • Marmeladen-Gläser
  • Konserven-Gläser
  • Babybrei-Gläser
  • Parfümflakons
  • Kosmetik-Gläser
  • Arzneimittel-Flaschen

Macht es Sinn, Altglas nach Farben zu trennen?

Ja. Denn Glas kann immer wieder eingeschmolzen und recycelt werden. Um es hochwertig neu zu produzieren, muss das Altglas aber sauber nach Farben getrennt sein. Darum kommt grünes Glas in den Grün-Glas-Container, Braun zu Braun und weißes oder durchsichtiges Glas in den Behälter für Weiß-Glas.

Übrigens: Blaues Glas oder Glas in einer anderen Farbe kommt ebenfalls in den Sammelbehälter für Gün-Glas. Warum? In der Kombination mit Grün-Glas treten am wenigsten Probleme auf.

Mixen die Müllautos den Inhalt der Glas-Container nicht wieder?

Nein. Denn die Fahrzeuge der Glas-Entsorger haben getrennte Kammern für jede Farbe des Altglases. So kann das Glas-Material getrennt entsorgt werden und bereitet beim Recycling keine Schwierigkeiten.

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Muss man eigentlich den Deckel vorher abschrauben?

Können Sie, müssen Sie aber nicht. Denn vor dem Recyceln werden die Deckel in der Glas-Aufbereitungsanlage maschinell herausgefiltert. Achtung: Schrauben Sie den Deckel vom Marmeladen-Glas ab, gehört dieser in die Gelbe Tonne. Übrigens: Etiketten oder Anhaftungen beispielsweise von Plastik brauchen Sie nicht mühsam abkratzen – auch das wird herausgefilter.

Alte Wein- oder Saftflaschen ausspülen, beugt Fliegen vor. Aber zwingend nötig für das Recycling ist es nicht. Sie können die alten Flaschen auch ungespült entsorgen. Denn das Altglas wird in der Aufbereitungsanlage gereinigt.

Gibt's eigentlich eine gesetzliche Pflicht zum Müll-Entsorgen?

Ja. Und zwar das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG). Dieses sagt: „Die Erzeuger oder Besitzer von Abfällen sind zur Verwertung ihrer Abfälle verpflichtet.“ Bedeutet: Jeder muss Sorge tragen, seinen Abfall der Wieder- oder Weiterverwertung zuzuführen.

Wer es nicht macht, kann mit einem Bußgeld rechnen. Verstöße werden von den Kommunen dabei unterschiedlich geregelt. Bei kleinen Vergehen können es bis zu 50 Euro sein. Teurer wird es, wer beispielsweise sein altes Handy im Hausmüll entsorgt. Hier drohen bis zu 2500 Euro Geldstrafe!