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Hochwasser, Chemieunfälle, Explosionen …

Keller oder Dachboden? Wo es im Haus bei Katastrophen am sichersten ist

Notfall
Für den Notfall ist es hilfreich, wenn man die geschützten Orte kennt Foto: Getty Images/shironosov
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Felix Mildner
Redaktionsleiter

15. Oktober 2025, 10:53 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Wenn draußen Gefahr droht – sei es durch einen Chemieunfall, Hochwasser oder Explosionen –, kann der richtige Aufenthaltsort im Haus überlebenswichtig sein. Doch wohin genau sollte man sich in welcher Situation zurückziehen? Die Antworten darauf liefert das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) – mit teils überraschenden Empfehlungen.

Gas- oder Chemieunfälle

Kommt es zu einem Chemieunfall oder treten gefährliche Gase oder Dämpfe aus, sollte man sich umgehend in ein Gebäude begeben, alle Fenster und Türen schließen, diese möglichst abdichten und die Lüftung ausschalten. In solchen Fällen gilt laut BBK: Am sichersten sind die oberen Stockwerke. Denn die meisten Gase sind schwerer als Luft und sammeln sich am Boden.

Übrigens: Ist kein Gebäude in unmittelbarer Nähe, kann auch das Auto kurzfristig Schutz bieten – vorausgesetzt, Lüftung und Klimaanlage werden abgeschaltet.

Hochwasser und Starkregen

Bei extremen Wetterlagen wie Starkregen, Sturzfluten oder Überflutungen ist ebenfalls das Obergeschoss der beste Rückzugsort. Laut BBK sollte man in keinem Fall in Tiefgaragen, Unterführungen oder U-Bahn-Schächte flüchten – und auch den Keller meiden. Denn wird dieser überflutet, kann sich die Tür unter Wasserdruck nicht mehr von innen öffnen. Die Folge: akute Lebensgefahr.

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Explosionen

Anders sieht es bei der Gefahr durch eine Explosion im Außenbereich aus. In solchen Fällen empfiehlt das BBK, sich so tief wie möglich aufzuhalten und sich von Fenstern und Glasflächen fernzuhalten. Ideal sind geschützte, möglichst innenliegende Räume ohne Fenster – beispielsweise in Kellern, Tiefgaragen oder U-Bahn-Stationen. Massive Mauern und Erdüberdeckung bieten hier besseren Schutz vor Druckwellen, Splittern oder Strahlung.

Die „Zwei-Wände-Regel“

Ein entscheidender Sicherheitsfaktor bei Explosionen ist laut BBK die sogenannte Zwei-Wände-Regel. „Wenn die erste Wand, also die Außenwand eines Gebäudes, durch eine Explosion beschädigt wird, kann Sie die zweite Wand vor eindringenden Splittern und Trümmern schützen.“ Je abgeschirmter ein Raum innerhalb des Gebäudes liege, desto besser sei man geschützt.

Gut geeignete Schutzräume seien daher häufig innenliegende Flure, Bäder oder Treppenhäuser. Vom Dachgeschoss hingegen rät das BBK in solchen Situationen ausdrücklich ab: „Ein Dach bietet wenig Schutz vor Druckwellen und umherfliegenden Glassplittern oder Trümmern.“ Auf Aufzüge sollte man ebenfalls verzichten.

Felix Mildner
Redaktionsleiter

Sicherheit im Fall des Falles

„Ob Naturgewalt oder technische Katastrophe – das richtige Verhalten und die Wahl eines geeigneten Schutzortes können entscheidend sein. Während man sich bei Überflutungsgefahr möglichst weit oben im Gebäude aufhalten sollte, ist bei Explosionen der Schutz tief gelegener, abgeschirmter Räume gefragt. Wer die Empfehlungen des BBK kennt, kann im Ernstfall schnell und richtig reagieren.“

Mit Material der dpa

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