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Heizspiegel 2025 zeigt

Heizen mit Gas immer teurer – Wärmepumpen als günstigere Alternative

Heizen mit Gas
Das Heizen mit Gas wird in Zukunft teurer werden Foto: Getty Images/Stefan Gruber
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Felix Mildner
Redaktionsleiter

23. September 2025, 14:57 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Die Heizsaison 2025 bringt für viele Haushalte eine unerfreuliche Wende: Die Heizkosten steigen wieder, besonders für Nutzer von Gasheizungen. Der neue Heizspiegel 2025 zeigt nicht nur eine klare Kostensteigerung, sondern auch ein enormes Sparpotenzial – und liefert konkrete Hinweise, wie Verbraucher ihre Heizkosten senken können.

Gas und Pellets legen laut Heizspiegel 2025 deutlich zu

Nach einem rückläufigen Kostenjahr steigen die Heizkosten nun wieder spürbar an – allen voran beim Heizen mit Gas. Laut dem aktuellen Heizspiegel 2025 der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online zahlen Haushalte mit Gasheizung im Schnitt 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch Holzpellets verteuern sich deutlich um 20 Prozent. Grundlage für die Untersuchung waren die Daten von mehr als 90.000 Gebäuden.

Demgegenüber sind Wärmepumpen die günstigste Heizoption: Deren Kosten steigen lediglich um fünf Prozent. Auch Heizöl und Fernwärme werden nur moderat teurer – jeweils um drei beziehungsweise zwei Prozent. Als Hauptursachen nennt co2online gestiegene Energiepreise und den kalten Winter zu Jahresbeginn.

Ein langfristiger Trend setzt sich damit fort: Seit 2022 sind Wärmepumpen dauerhaft günstiger als Gas- und Ölheizungen. Die Nutzung fossiler Energieträger bleibt weiterhin teurer als vor Beginn der Energiekrise.

Heizkosten im Vergleich – Entwicklung von 2021 bis 2025

Ein Blick auf die durchschnittlichen Jahreskosten für eine 70-Quadratmeter-Wohnung im Mehrfamilienhaus zeigt die Entwicklung im Detail:

  • Erdgas (2021 bis 2025): 740 €, 1520 €, 1220 €, 1030 €, 1180 €
  • Heizöl (2021 bis 2025): 790 €, 1230 €, 1045 €, 1030 €, 1055 €
  • Fernwärme (2021 bis 2025): 825 €, 945 €, 1210 €, 1225 €, 1245 €
  • Wärmepumpe (2021 bis 2025): 855 €, 1205 €, 835 €, 680 €, 715 €
  • Holzpellets (2021 bis 2025): 530 €, 965 €, 770 €, 615 €, 740 €

Passend dazu: Bis zu 63.000 Euro! So stark variieren Wärmepumpen-Angebote

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Heizspiegel zeigt Sparpotenzial von 400 Euro jährlich

Der Heizspiegel 2025 zeigt auch ein enormes Sparpotenzial: 90 Prozent der Haushalte könnten ihre Heizkosten im Schnitt um etwa 400 Euro jährlich senken. Auf Bundesebene entspräche dies möglichen Einsparungen von rund 22 Milliarden Euro pro Jahr. Dabei können schon einfache Maßnahmen kurzfristig bis zu 10 Prozent Energie sparen, etwa durch:

  • richtige Einstellung der Raumtemperatur,
  • korrektes Stoßlüften bei heruntergedrehter Heizung,
  • reduzierten Warmwasserverbrauch.

Technische Optimierungen bringen mittelfristig zusätzlichen Nutzen: Der hydraulische Abgleich, der Austausch alter Heizpumpen oder die Dämmung von Heizungsrohren gelten als vergleichsweise günstige Maßnahmen mit deutlich messbarer Wirkung. Die größten Einsparpotenziale lassen sich jedoch durch umfassende Investitionen erzielen – etwa durch den Austausch von Fenstern, die Dämmung der Gebäudehülle oder den Wechsel zu erneuerbaren Heizsystemen.

Fossile Heizsysteme werden zur Kostenfalle

Langfristig wird das Heizen mit Gas und Öl deutlich teurer: Laut Prognosen aus dem Heizspiegel könnten sich deren Kosten in den kommenden 20 Jahren verdreifachen. Ein unsaniertes Einfamilienhaus mit Gasheizung würde demnach in diesem Zeitraum Heizkosten von rund 120.000 Euro verursachen. Bei einer energetischen Sanierung und dem Umstieg auf eine Wärmepumpe sinken die Kosten auf etwa 16.000 Euro.

Die Ursachen liegen unter anderem in einem steigenden CO2-Preis, höheren Netzentgelten und strukturellen Marktveränderungen. Auch die Preise für Fernwärme und Holzpellets könnten sich laut Prognosen in den nächsten zwei Jahrzehnten verdoppeln. Wärmepumpen bleiben laut Heizspiegel voraussichtlich das kostengünstigste Heizsystem.

„Der Heizspiegel zeigt klar: Fossile Heizungen werden zur Kostenfalle, während Wärmepumpen langfristig entlasten. In Zeiten von Fake News sind unabhängige Daten wichtiger denn je, um die Heiz-Debatte zu versachlichen“, sagt co2online-Geschäftsführerin Tanja Loitz in der Pressemitteilung. Die Politik müsse jetzt Rahmenbedingungen schaffen, die den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme für alle Haushalte ermöglichen.

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