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Sommerwetter

Gartenpflanzen richtig vor Hitze und Trockenheit schützen

Hundstage: Ein Mann gießt ein Gartenbeet.
Gerade während der sogenannten Hundstage ist regelmäßiges Gießen besonders wichtig. Foto: Getty Images / Westend61

Die Temperaturen steigen. Als besonders heiß gelten die sogenannten Hundstage zwischen dem 22. Juli und 20. August. Während langer Trockenperioden und Hitze sollten Hobbygärtner nicht vergessen, ihre Pflanzen zu schützen und entsprechend zu pflegen.

Schlaue Gärtner wissen, dass das Wetter für eine ertragreiche Ernte und gesunde Pflanzen entscheidend ist. Im 16. Jahrhundert wurden erstmals Bauernregeln, damals Bauernpraktiken bezeichnet, niedergeschrieben. Während einige Regeln heute nicht mehr zutreffen oder irrelevant geworden sind, gib es noch andere, die auch der Gärtner von heute kennen sollte. So zum Beispiel: „Hundstage heiß, Winter lange weiß.“ Oder: „Wie das Wetter, wenn der Hundsstern aufgeht, so wird’s bleiben, bis er untergeht.“ Wie Hobbygärtner ihre Pflanzen während Hitze und Trockenheit, wie zum Beispiel an den Hundstagen, schützen sollten.

Was sind die Hundstage?

Auf der Nordhalbkugel erreicht die Sonne am 20./21. Juni zwar ihren höchsten Stand, doch richtig heiß wird es in der Regel erst einen Monat später, nämlich zu den Hundstagen, zwischen dem 22. Juli und 20. August. Die Gründe dafür liegen viele Kilometer über unseren Köpfen. „Unsere Atmosphäre ist träge. Sie braucht in etwa drei bis vier Wochen, um auf den Höchststand der Sonne und die daraus resultierende Hitze zu reagieren“, erklärt Diplom-Meteorologe und Leiter der Berliner Wettermanufaktur Jörg Riemann auf Anfrage von myHOMEBOOK.

Während der Hundstage kommt es in den meisten Fällen zu einem ausgeprägten Temperaturanstieg. Durchschnittlich werden 25 Grad erreicht, Spitzen von mehr als 30 Grad sind keine Seltenheit. Je nach Luftdruck kann auch Trockenheit auftreten. Kommt es zu Regenfällen, fallen diese oft stark in Form von Landregen, aus. „Typischerweise erleben wir während der Hundstage auch Gewitter. In der Zeit davor ist die Luft dann feuchtwarm – wie in einer Waschküche“, sagt Riemann.

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Schon gewusst? Mit Vierbeinern haben die Hundstage nur bedingt etwas zu tun. Ihren Namen verdanken sie dem seit der Antike bekannten Hundsstern im Sternbild „Großer Hund“. Den hellen Stern am Morgenhimmel deutete man als ersten Boten sommerlicher Hitze. Aufgrund der Umstellung zum gregorianischen Kalender im Jahr 1582 sieht man den Hundsstern jedoch heute erst frühestens ab dem 30. August. Man beruft sich aber auf die alte Tradition und bezeichnet die heißeste Periode im Jahr nach wie vor Hundstage.

Wie kann man seine Pflanzen vor Hitze und Trockenheit schützen?

Gerade bei heißem Wetter brauchen Gartenpflanzen etwas mehr Aufmerksamkeit, um nicht zu verbrennen oder dem Trockentod zum Opfer zu fallen. Folgendes sollte man beherzigen, wenn man seine Schützlinge gut durch die hochsommerlichen Hundstage bringen möchte.

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Richtig gießen

Es ist kein Geheimnis, dass Pflanzen während großer Hitzephasen mehr Flüssigkeit benötigen als sonst. Deswegen sollte man darauf achten, dass man sie regelmäßig und ausreichend gießt. Ganz entscheidend ist dabei vor allem der Zeitpunkt. Am wichtigsten ist es, dass beim Gießen keine direkte Sonne auf die Pflanzen scheint. Die Stunden rund um die Mittagszeit sollte man unbedingt vermeiden. Wer kann, sollte am Morgen gießen. Dann ist der Boden noch kühl und das Gießwasser kann nicht so schnell verdunsten. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die Blüten und Blätter nicht nass werden. Wassertropfen wirken wie eine optische Linse und können, indem sie eintreffende Sonnenstrahlen bündeln, Verbrennungen auf der Pflanzenoberfläche provozieren.

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Für Beschattung sorgen

Jede Pflanze reagiert anders auf Hitze und Sonneneinstrahlung. Aufpassen sollte man zum Beispiel bei empfindlichen Kübel- und Topfpflanzen: Diese sollte man am besten in den Schatten stellen. Sonnensegel und Sonnenschirme können auch Abhilfe schaffen. Eine gute Alternative sind sogenannte Schattiernetze. Mit diesen kann man Pflanzen ganz einfach abdecken. Möchte man dafür Stofftücher verwenden, sollte für ausreichend Luftzirkulation gesorgt werden.

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Mit Verdunstung kühlen

Als Kühlungsunterstützung kann man sich das Prinzip der Verdunstung zunutze machen. Dafür reicht es, zum Beispiel während der Mittagshitze, Gartenweg, Terrasse oder Balkon mit Wasser zu benetzen. Durch die verdunstete Flüssigkeit kühlt sich die Umgebung etwas ab. Die Pflanzen werden es einem danken.

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