Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de
Baumarktpartner
von myHOMEBOOK

Anleitung

Kleber, die zur Reparatur von Keramik geeignet sind

Kleber, mit denen man kaputte Keramik reparieren kann
Kaputte Teller aus Keramik lassen sich mit dem richtigen Klebstoff wieder reparierenFoto: iStock/EasyBuy4u

Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit oder Tollpatschigkeit und schon ist die Lieblingstasse vom Tisch gefegt, die wertvolle Vase zersprungen oder der geerbte Teller entzweit. Die gute Nachricht: Der Scherbenhaufen aus Keramik lässt sich wieder kleben. Welcher Kleber Keramik am besten klebt und wie man dabei vorgeht.

Schon seit 15.000 v. Chr. ist Keramik ein beliebtes und vielseitig einsetzbares Material. Während sich die aus ihm gefertigten Gebrauchsgüter und Deko-Objekte optisch stetig verändert hatten, blieb eines jedoch stets gleich: seine Zerbrechlichkeit. Doch Keramik besitzt auch eine gute Klebefähigkeit. Im Schadensfall heißt es also nicht wegwerfen, sondern kleben.

Warum sich Keramik gut kleben lässt

Keramik gilt als sehr gut zu reparieren. Dies liegt an der für Keramik typischen, hohen Oberflächenenergie. Ähnlich wie Glas oder Porzellan kann man sich diese beim Kitten zunutze machen. Dabei lässt sich Keramik nicht nur mit Keramik verkleben. Mithilfe eines guten Konstruktionsklebers kann man auch andere Materialien, beispielsweise Holz, Gummi oder Leder mit Keramik verbinden.

Welche Kleber kleben Keramik?

Um Zerbrochenes wieder zu reparieren, bedarf es nicht unbedingt eines speziellen Klebers. So lässt sich Keramik mit verschiedenen Methoden und Klebstoffen reparieren. Wichtig bei der Auswahl des Klebers ist vielmehr die Art des Bruches. Handelt es sich um großflächige Scherben, kann ein kräftiger, schnell aushärtender Kleber ideal sein. Sind dagegen viele kleine Scherben zu kleben und gestaltet sich das Zusammensetzen knifflig und zeitintensiv, ist ein Kleber mit einer dünnen Spitze zum Auftragen besser geeignet.

  • Keramikspezialkleber: Der Spezialkleber ist gelartig und besteht aus Epoxidharz. Er gilt als lang haltbar, sehr belastbar und härtet schnell aus. Großflächige Scherben lassen sich mit ihm sehr gut kleben.
  • Spezielles Reparaturset mit Epoxid-Spachtelmasse: Bei besonders kleinen Scherben hilft diese Spachtelmasse als wortwörtlicher Lückenfüller dabei, Zerbrochenes zu reparieren.
  • Sekundenkleber: Bei kleineren Reparaturen ist er ein beliebter Helfer – vor allem, weil man die Bruchstücke nicht lange zusammenpressen muss. Allerdings sollte man damit vorsichtig umgehen, denn schnell verkleben auch die Fingerspitzen miteinander.
  • Porzellankleber: Dieser Klebstoff klebt nicht nur Porzellan, sondern auch sehr gut Steingut, Marmor und auch Keramik. Da er sehr hitzebeständig und wasserfest ist und problemlos gängigen Haushaltsreinigern trotzt, ist er ideal, um zerbrochenes Geschirr zu reparieren.

Anleitung – so gelingt das Reparieren

Beim Reparieren gilt vor allem eins: je schneller, desto besser. Daher gilt es, zerbrochene Keramik möglichst schnell nach dem Malheur zu kleben. Wer damit zu lange wartet, riskiert poröse Bruchränder. Diese erschweren das Reparieren deutlich. So geht man am besten vor:

  1. Alle Scherben, auch die ganz kleinen, aufsammeln.
  2. Bruchstücke mit heißem Wasser reinigen. Aceton (wahlweise herkömmlicher Haushaltsreiniger) entfernt Schmutz und Fett von den Bruchkanten. Bei Bedarf Schmutzpartikel mit einem feinen Pinsel entfernen.
  3. Gesäuberte Scherben gut trocknen lassen.
  4. Sind die Scherben besonders spröde, ist es sinnvoll, sie vor dem Kleben auf 30 bis 40 Grad Celsius zu erwärmen. Dies verbessert die Haftung, lässt allerdings auch den Klebstoff schneller aushärten.
  5. Alle Scherben zur Probe zusammensetzen. Passt alles und sind alle Teile vorhanden, kann es ans Kleben gehen.
  6. Klebstoff auf beide Kanten der Bruchstücke auftragen. Wichtig ist hierbei, wohldosiert und ruhig vorzugehen. Zu viel Klebstoff quillt hervor. Zu hastiges Arbeiten schürt nur Frust und verhindert ein möglichst exaktes Ergebnis.
  7. Kanten der Bruchstücke möglichst exakt an den Rändern aufeinander drücken, für einige Minuten fixiert halten. Wichtig: Auf eventuelle Lücken achten. Diese können mit Klebstoff geschlossen werden. Sind durch das Kleben Kleberänder entstanden und quillt Klebstoff hervor, sollte dieser beispielsweise mit einer Rasierklinge erst entfernt werden, wenn der Kleber vollständig ausgetrocknet ist.
  8. Für das Austrocknen von Keramik circa zwei Tage einplanen. In dieser Zeit sollte der geklebte Gegenstand in einem warmen Raum verbleiben.
Deine Datensicherheit bei der Nutzung der Teilen-Funktion
Um diesen Artikel oder andere Inhalte über Soziale-Netzwerke zu teilen, brauchen wir deine Zustimmung für