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Es geht nicht um die Kälte

Warum Lüften im Winter schlecht für uns sein kann

Lüften im Winter
Lüften ist auch im Winter wichtig, kann sich aber negativ auf das Raumklima auswirkenFoto: iStock / Mumemories

Bei eisigem Winterwetter wird das Lüften der Wohnung oft vernachlässigt. Kaum ist das Fenster auch nur einen Spalt geöffnet, fällt die Temperatur im Raum schlagartig. Aber nicht nur darauf wirkt sich das Lüften im Winter aus, sondern auch auf einen weiteren Umstand, der für die Gesundheit nicht gerade zuträglich ist.

Viele kennen die typischen Probleme im Winter – darunter trockene Haut, rissige Lippen und tränende Augen. Das rührt zumeist von der trockenen Luft her, die vor allem in der kalten Jahreszeit vorherrscht. Dabei geht es nicht nur um die Verhältnisse an der sprichwörtlich frischen Luft, sondern auch in den eigenen vier Wänden. Wichtig: Nicht lüften ist auch keine Lösung, sonst bildet sich vor allem in der kalten Jahreszeit schnell Schimmel aufgrund des Kondenswassers. Vielmehr sollte man nach dem Lüften im Winter zusehen, die trockene Luft im Raum zu regulieren.

Lüften im Winter sorgt für trockene Luft in der Wohnung

Wenn im Winter die Heizung läuft, wird die Raumluft schnell trocken. Das wirkt sich mitunter auch auf unsere Haut aus, die dann trocken ist oder juckt, vor allem aber die Schleimhäute. Um der Heizungsluft gegenzusteuern, reißen viele vorschnell das Fenster auf, in der Hoffnung, dass feuchtere Luft von draußen hereinströmt. Doch falsch gedacht – denn vor allem kalte Luft beinhaltet wenig Feuchtigkeit und ist per se eher trocken. Das Resultat: Die Raumluft ist immer noch trocken, dafür aber nun kalt.

Passend dazu: Trockene Heizungsluft belastet den Körper – was hilft? (FITBOOK)

Warum ist eine niedrige Luftfeuchtigkeit schlecht?

Unser Körper ist an eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit nicht gewöhnt, die vor allem beim Lüften im Winter vorherrschen kann. Bestenfalls befindet sich diese zwischen 40 und 60 Prozent. Mit einem sogenannten Hygrometer kann man prüfen, wie feucht die Luft ist. Ist die Feuchtigkeit zu gering, kann unser Körper austrocknen, was sich negativ auf Atemwege, Augen und Schleimhäute auswirkt. Das Atmen wird dann erschwert, zudem haben auch Viren oder Keime leichteres Spiel, in den Körper einzudringen. Aus diesem Grund greifen viele auch auf zusätzliche Pflegeprodukte im Winter zurück, um etwa die Haut feucht und geschmeidig zu halten und aufgeplatzte Lippen zu vermeiden.

Wie kann man die Feuchtigkeit erhöhen?

Damit nach dem Lüften im Winter die Luftfeuchtigkeit nicht in den Keller rauscht, kann man mit einigen effektiven Tricks gegensteuern.

  • Zimmerpflanzen: Sie sind nicht nur dekorativ, sondern verbessern auch das Raumklima. Einige geben besonders viel Feuchtigkeit ab. Andere wiederum senken die Luftfeuchtigkeit.
  • Smarte Thermostate: Diese Tools sind einerseits hilfreich, um Heizkosten zu sparen, aber auch um die Heizung nicht den ganzen Tag über laufen zu lassen. Denn das führt letztlich auch zu trockener Raumluft. Hier erfahren Sie, wie man die Geräte installiert.
  • Nasse Lappen aufhängen: Oft reicht auch schon ein feuchtes Geschirr- oder Handtuch, um die Luftfeuchtigkeit etwas anzuheben.
  • Schüssel mit Wasser auf der Heizung: Stellt man ein kleines Schälchen auf die Heizung und füllt etwas Wasser ein, verdampft es und sorgt damit für ein feuchteres Raumklima.

Wichtig: Wer jetzt denkt, einfach die nasse Wäsche in der Wohnung zu trocknen und dabei komplett auf das Lüften verzichtet, liegt leider auch falsch. In der nassen Wäsche befinden sich immer noch rund zwei Liter Wasser – und das ist viel zu viel Feuchtigkeit. Das Ergebnis: Beschlagene Fensterscheiben, schlimmstenfalls Schimmelbildung im Wohnraum. Wer die Wäsche im Winter in der Wohnung trocknet, sollte demnach für eine regelmäßige Durchlüftung sorgen.

Passend dazu: 6 häufige Fehler beim Heizen

Nicht lüften ist auch keine Lösung

Auch wenn beim Lüften im Winter die Luftfeuchtigkeit schnell sinken kann, sollte man dennoch nicht auf das Öffnen der Fenster verzichten. Sonst droht schnell Schimmel. Experten raten dazu, dreimal pro Tag frische Luft in die Wohnung zu lassen. Bei Minusgraden sollte man die Dauer auf jeweils rund fünf Minuten begrenzen, sonst kühlt die Wohnung zu stark aus. Wie lange man im Winter bei Temperaturen zwischen null bis plus zehn Grad lüften sollte, verraten Experten in diesem Artikel.