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Hausgemeinschaft

6 Tipps, die Nachbarn kennenzulernen, ohne aufdringlich zu sein

Familien lernen sich kennen
Ist der erste Schritt einmal gemacht, kann so eine harmonische Nachbarschaft entstehenFoto: Getty Images

„Auf gute Nachbarschaft“ – so heißt es oft. Was aber, wenn es gar nicht so einfach ist, miteinander in Kontakt zu treten und die eigenen Nachbarn kennenzulernen? Mit diesen Tipps ist ein erster Schritt gemacht.

In der heutigen Zeit und insbesondere in Großstädten herrscht in puncto Wohngemeinschaft oftmals reichlich Anonymität. Gerade in Mehrfamilienhäuser lebt man häufig mehr aneinander vorbei als miteinander zusammen. Für die einen ist dies ganz bewusst so gewollt, andere wiederum sehen in einem nachbarschaftlichen Verhältnis Chancen und wollen hier entsprechende Kontaktaufnahmen starten. Doch wie kann man bei all der Anonymität seine Nachbarn am besten kennenlernen?

Nachbarn kennenlernen – wie geht man vor?

Möchte man die Nachbarn kennenlernen, ist stets ein freundliches Lächeln, Ehrlichkeit, Offenheit, aber auch Fingerspitzengefühl hilfreich. Das impliziert allerdings auch, zu verstehen, wenn eine Person keinen Kontakt möchte. Bewerten Sie diese Entscheidung nicht, vielleicht ist es ja nur eine Frage der Zeit. Schlussendlich ist das gemachte Angebot ja eines ohne Verfallsdatum.

In jedem Fall sollte der erste Kontaktversuch, der über ein „Hallo“ im Treppenhaus hinausgeht, keinesfalls aufdringlich erscheinen, sondern lediglich eine Einladung zu mehr sozialer Interaktion innerhalb der Nachbarschaft sein. In welcher Form auch immer, der Stein muss ins Rollen gebracht werden – aber wie? Fakt ist: Wer mit der eigenen Nachbarschaft mehr oder weniger in Kontakt steht, kann Dinge besser ansprechen, Probleme offenlegen und bestenfalls sogar gemeinsam lösen. Ein Mangel an Kommunikation wäre da nur hinderlich und kann mit den folgenden Tipps effizient vermieden werden.

1. Einladung zum Fest

Ein guter Einstieg in lockerem Ambiente ist stets die Einladung zu einem privaten Fest. Der eigene runde Geburtstag, der Schulanfang des Kindes oder das Public Viewing mit Freunden können auch an die Nachbarschaft adressiert werden. So kann man seine Nachbarn in ungezwungener Runde kennenlernen, hat direkt ein Gesprächsthema und die eingeladene Nachbarschaft gerät nicht in Verlegenheit, wenn sie im Laufe des Abends aufbrechen, aber dabei nicht unhöflich sein möchte. Natürlich ist so eine Einladung immer auch ein Weg, eventuellen Beschwerden bezüglich Lärms zu späterer Stunde vorzubeugen.

2. Zweitschlüssel als Türöffner

Eine Frau mit Reinweinglas in der Hand öffnet die Haustür
Ein erster sympathischer Kontakt im Hausflur kann die Basis für gelegentliche Hilfsdienste und vielleicht ja später auch für eine Freundschaft seinFoto: Getty Images

Mit einigen Nachbarn fällt häufig auf dem Hausflur ein freundliches, doch bisher folgenloses „Hallo“. Sympathie scheint vorhanden zu sein, doch noch gab es keinen Aufhänger für eine Gesprächsvertiefung. In diesem Fall kann im wörtlichen Sinne der eigene Zweitschlüssel der Türöffner sein. Bietet man diesen zum Aufbewahren für Notfälle an, signalisiert das Vertrauen und mündet bestenfalls in gegenseitigen Hilfsdiensten wie das Kümmern um Pflanzen und Post während einer Urlaubsreise. Wenn alles freundlich, problemlos und wertschätzend verläuft, folgt sicher bald eine Revanche vom Gegenüber.

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3. Freundliche, hilfreiche Grüße

Etwas zurückhaltender, dafür nicht weniger wohlwollend ist die Kontaktaufnahme per Aushang im Eingangsbereich, gern auch als „Schwarzes Brett“ bezeichnet. Neben Notfallkontakten der Hausverwaltung oder den Terminen der Müllentsorgung kann sich hier auch ein freundliches Angebot ihrerseits befinden. Zum Beispiel: Ein Aufruf mit der Bitte um Hilfe beim Autoreifen wechseln gegen kulinarische Verköstigung als Dank oder die Frage in die Runde nach einer zwanglosen, aber regelmäßigen Tischtennisrunde am Abend.

Auch freundliche Tipps und Informationen werden sicher mindestens dankbar, bestenfalls sogar mit einer ebenso freundlichen Antwort quittiert. Keine Reaktion zeigt kein Interesse, was unmissverständlich, aber genauso vollkommen in Ordnung ist. Ein Versuch so seine Nachbarn kennenzulernen, war es in jedem Fall wert!

4. Gemeinsames Gartenprojekt

Zwei Menschen gärtnern gemeinsam
Bekanntermaßen verbinden gemeinsame Hobbies: Warum also nicht zusammen mit den Nachbarn gärtnern?Foto: Getty Images

Verfügt ihr Wohnhaus über einen kleinen, aber bisher eher vernachlässigten Garten, kann dies der Auftakt für ein gemeinsames Gartenprojekt sein. Sicherlich finden sich unter ihrer Nachbarschaft gleichgesinnte Hobbygärtner oder zumindest solche, die es werden wollen. Selbst wenn der grüne Daumen (noch) fehlt, kann man ja voneinander lernen, sich übers Gärtnern austauschen und auf diese Weise seine Nachbarn kennenlernen. Mit einem gemeinsam umsorgten Blumen- oder Gemüsebeet lassen sich am Ende gleich aus mehrfacher Sicht die entsprechenden Früchte ernten.

5. Der digitale Weg

Heutzutage wird zur Kontaktaufnahme gern auch der digitale Weg gewählt. Wer nicht nur in der eigenen Hausgemeinschaft soziale Kontakte knüpfen will, sondern im ganzen Viertel, kann hierfür moderne Plattformen wie nebenan.de nutzen. Hier kann man sämtliche Nachbarn im näheren Umkreis kennenlernen und mit ihnen chatten, sich gegenseitig informieren oder um Rat und Hilfe bitten.

Etwas persönlicher und immer geläufiger ist mittlerweile die hauseigene WhatsApp-Gruppe. Schnell und effektiv lässt sich so die Hausgemeinschaft in Kenntnis setzen oder auch spontan zu einem Wein im Hof einladen. Allerdings müssen auch in diesem Fall Toleranz und Akzeptanz walten, wenn manche Personen nicht Teil dieses Chats sein wollen.

6. Hinterhof-Flohmarkt

Zwei Personen, die alte Dinge aus einem Haus tragen
Ein gemeinsam ausgerichteter Hinterhof-Flohmarkt ist nicht nur für alle Teilnehmenden profitabel, ganz nebenbei können so auch Kontakte geknüpft und Gespräche geführt werdenFoto: Getty Images

Eine vor allem auch nützliche Methode zum Kennenlernen der Nachbarn ist die gemeinsame Ausrichtung eines Hinterhof-Flohmarkts. Zusammen kann einen Tag lang der eigene Kram inspiziert, getauscht und verkauft werden. Wer das Ganze noch einladender gestalten will, serviert für alle vorbeischauenden Gäste auch noch Kaffee, Kuchen oder Snacks. Zwischen all dem Trödel ergibt sich ganz bestimmt das ein oder andere gute Gespräch. Und ganz nebenbei hat das Event auch noch einen praktischen, rentablen Nutzen für jeden erfüllt. Wenn dieses Erlebnis mal nicht verbindet und nach einer baldigen Wiederholung verlangt!

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