20. April 2026, 17:48 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Wäschetrockner sind eine praktische Erfindung. Die Geräte trocknen Wäsche je nach Wunsch von bügelfeucht bis absolut trocken. Allerdings benötigen Sie dafür auch viel Energie. Deswegen spielt der richtige Standort eine wichtige Rolle. myHOMEBOOK verrät, worauf dabei zu achten ist.
In Deutschland stehen inzwischen in vielen Haushalten ausschließlich Wärmepumpentrockner. Der Handel hat sich inzwischen auf die veränderte Nachfrage eingestellt, weiß Claudia Oberascher, Energieexpertin bei der Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V. (HEA) und rät, „sich keinen Ablufttrockner oder einen konventionellen Kondenstrockner über den Second-Hand-Markt zuzulegen, da der Stromverbrauch einfach immens viel höher ist im Vergleich zu Wärmepumpentrocknern.“ „Wer noch einen klassischen Kondensationstrockner oder sogar einen Ablufttrockner als Altgerät besitzt, sollte wegen des hohen Energieverbrauchs unbedingt einen Gerätetausch in Betracht ziehen“, empfiehlt die Energieexpertin vom HEA in Berlin.
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Ausreichende Belüftung
In Sachen Standort sollte ein Raum bestimmte Kriterien erfüllen, um dort einen Trockner aufzustellen. „Er sollte gut belüftet und trocken sein“, erklärt Claudia Oberascher. Daher seien beispielsweise ein kleines Bad oder ein feuchter Keller eher ungeeignet. „Wer einen Kondenstrockner benutzt, sollte auf einen freien Luftzutritt und -austritt achten. Ein Wärmepumpentrockner entwickelt beim Betrieb viel Wärme. Die sollte die Möglichkeit haben abzuziehen, sonst kann sich die Trocknungsdauer verlängern, was wiederum den Energieverbrauch erhöht.“
Auf längere Sicht könne die gestaute Wärme das Gerät zudem schädigen, ergänzt die Energieexpertin. Da Wäschetrockner Luft aus der Umgebung des Gerätes ansaugen, muss bei der Aufstellung grundsätzlich auf freien Luftzutritt geachtet werden. Das gilt für alle Wäschetrockner. Bei Kondensationstrocknern mit und ohne Wärmepumpe ist zusätzlich auf den freien Austritt der Kühlluft zu achten. Die entsprechenden Hinweise der Hersteller sind hierbei zu beachten.
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Vorhandene Abflüsse nutzen
Egal ob klassischer Kondenstrockner oder Wärmepumpentrockner, bei beiden Arten entsteht beim Betrieb Wasser. Dieses sammelt sich im Kondenswasserbehälter, der regelmäßig geleert werden muss. „Deswegen wäre ein Standort praktisch, bei dem ein Waschbecken oder eine andere Ausgießstelle zur Verfügung steht“, rät HEA-Energieexpertin Claudia Oberascher.
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Praktisch ist es, ähnlich wie bei einer Waschmaschine, das Wasser per Schlauch direkt in den Ausguss abzuleiten. Dazu ist am Standort allerdings ein entsprechender Abfluss notwendig. Dann entfällt die Entleerung des Sammelbehälters per Hand.
Kein guter Standort
Claudia Oberascher von der Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V. nennt weitere Ausschlusskriterien für Trockner-Standorte: „Ein unbelüfteter Raum, beispielsweise eine fensterlose, kleine Abstellkammer. Zudem dürfen die Geräte nicht draußen stehen, beispielsweise auf Balkon oder Terrasse. Bei Wärmepumpentrocknern sollte die Raumtemperatur während des Betriebs in einem Bereich zwischen 5 und 35 Grad Celsius liegen. Andere Temperaturen können unerwünschte Auswirkungen auf die Geräteleistung haben.“
Damit moderne Wäschetrockner ihre Arbeit möglichst energieeffizient verrichten, spielt der Standort eine wesentliche Rolle. Zu kleine, feuchte und unbelüftete Räume sind grundsätzlich nicht zu empfehlen. Die Nähe zur Waschmaschine wäre ratsam, weil sich in der Regel dort auch Abflüsse und Ausgüsse befinden, um Sammelbehälter für Wasser per Hand auszugießen oder automatisch per Schlauch abzuleiten.