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Lästige Hügel im Garten

Darf man Maulwürfe im Garten bekämpfen?

Wenn man Maulwürfe im Garten hat, darf man sie weder bekämpfen noch töten
Der Maulwurf buddelt sehr tiefe Gänge. Die überschüssige Erde schiebt er nach oben – und schafft so die Maulwurfshügel im RasenFoto: Getty Images

Treibt sich ein Maulwurf in einem Garten herum, ist die schöne Rasenfläche mit Maulwurfshügeln übersät. Was dürfen Hobbygärtner tun, um gegen Maulwürfe vorzugehen?

Maulwürfe können im eigenen Garten lästig sein, aber sie sind gesetzlich streng geschützt. Man darf sie daher normalerweise nicht bekämpfen – das bedeutet weder töten noch bekämpfen. Darauf weist der Deutsche Schädlingsbekämpfer-Verband (DVS) in Essen hin.

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Bekämpfung nur mit Ausnahmegenehmigung

Denn Maulwürfe sind für Hobbygärtner nur ein optisches Problem: Sie hinterlassen zwar Hügel, fressen aber anders als Wühlmäuse keine Pflanzen an. Sie jagen lediglich Regenwürmer und Insektenlarven im Boden. Deshalb graben sie Tunnel in der Erde und schieben die dabei anfallende Erde mit Kopf an die Erdoberfläche. So entstehen die typischen, etwa 25 Zentimeter hohen Hügel.

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Was droht bei widerrechtlicher Bekämpfung?

Wer sich ohne diese Ausnahmegenehmigung trotzdem dazu entscheidet, Maulwürfe zu bekämpfen, muss mit einer hohen Geldstrafe rechnen. Unter „Bekämpfung“ wird das Fangen, Verletzen und Töten von Maulwürfen verstanden, sowie die Beschädigung oder Zerstörung der Fortpflanzungs- oder Ruhestätten.

Die Höhe der Strafe kann abhängig vom Bundesland variieren. Im Bußgeldkatalog können die drohenden Bußgelder den Bundesländern entsprechend nachgelesen werden. Tatsächlich sind Bußgelder in Höhe von bis zu 65.000 Euro möglich – in diesem Fall in Brandenburg.