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Bessere Qualität?

Was hinter der Beleuchtungstechnik OLED steckt

Nicht nur bei Fernsehern werden die OLED-Modelle immer beliebter. Auch in anderen Haushaltsbereichen ist OLED auf dem Vormarsch.
Nicht nur bei Fernsehern werden die OLED-Modelle immer beliebter. Auch in anderen Haushaltsbereichen ist OLED auf dem Vormarsch. Foto: Getty Images
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29. Juni 2026, 17:55 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

LED-Beleuchtung hat die klassische Glühbirne und Energiesparlampen weitgehend verdrängt, weil sie sparsamer ist und lange hält. Inzwischen gilt auch eine weitere Variante als beliebt im Einzelhandel. Ihr Kürzel: OLED. Was verbirgt sich dahinter und lohnt sich der Umstieg im Haushalt?

OLED steht für „organische Leuchtdiode“. Der Unterschied zur klassischen LED liegt im Material und in der Form des Lichts. Die herkömmliche LED erzeugt viel Licht in einem winzigen Bereich. Deshalb blendet sie auch schnell. Eine OLED besteht aus mehreren hauchdünnen Schichten, die zwischen zwei Elektroden liegen. Fließt Strom hindurch, leuchtet die gesamte Fläche gleichmäßig. Das Ergebnis ist ein weiches, diffuses Licht mit hervorragender Farbwiedergabe.

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Beginn liegt in der Monitor- und Fernsehtechnik

Viele kennen den Namen OLED bereits. In hochwertigen Fernsehern und vielen aktuellen Smartphones ist die Technik bereits etabliert. Dort zeigt sie bereits einen ihrer Vorteile. Da sich jeder Bildpunkt komplett abschalten lässt, entstehen ein tiefes Schwarz und damit ein sehr hoher Kontrast.

OLED ist aber auch für die Beleuchtung interessant. Statt vieler einzelner Lichtpunkte, die zusammenwirken, entsteht bei der OLED eine durchgehend leuchtende Fläche. Diese wirkt auch angenehmer für das Auge.

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Die Beleuchtung steckt noch in der Entwicklung

Aktuell ist OLED aber noch weit davon entfernt, der nächste Standard bei Leuchtmitteln zu werden. Dennis Ellenberger, Hardware-Experte bei den Kollegen von Computerbild, erklärt: „Bei OLED sind vor allem hohe Kontraste, einzeln leuchtende Pixel und extrem dünne Displays wichtig. Diese Eigenschaften spielen bei Lampen oder Deckenleuchten jedoch kaum eine Rolle, weshalb ich nicht glaube, dass dieser Bereich sich noch weiter etablieren wird.”

Fertige Leuchtmittel zum Austausch in Lampen sind zudem kaum zu bekommen. Bislang gibt es nur erste fertige Lampen und Versuche. Designer und Industrie experimentieren indes schon mit der neuen Technologie, weil sie neue Gestaltungsoptionen bietet. OLED-Panels sind dünn, flach und oftmals biegsam. Sie können somit direkt in Möbeln, Wänden oder Decken „verschwinden“.

Deutlich verbreiteter ist die OLED-Technik bereits in der Autoindustrie. Hier setzen Hersteller bereits auf OLED bei Rückleuchten, weil sich das Licht hier gleichmäßig verteilt.

Doch wo könnten Chancen für die OLED-Technik liegen? Dennis Ellenberger ergänzt: „OLED-Displays hingegen lassen sich gut in Küchengeräte, Waschmaschinen, Trockner, Möbel (Spiegel mit integrierten OLED-Displays beispielsweise), Fenster und Glasflächen (Transparente OLEDs als Infodisplays) und digitale Bilderrahmen einbauen.“ Denn sie sind extrem dünn, flexibel, selbstleuchtend und benötigen keine Hintergrundbeleuchtung”. Darin sieht er viel Potenzial in der Entwicklung.

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Sind OLED sparsamer als LED-Leuchten?

Hinsichtlich des Potenzials zum Energiesparen und der Lichtausbeute sind aktuelle Schlagzeilen zu OLED mit Vorsicht zu genießen. Moderne LED liefern teilweise bis zu 150 Lumen (Maßeinheit der Helligkeit einer Leuchte) pro Watt. Die bereits erhältlichen OLED liegen derzeit noch bei der Hälfte dieser Lichtausbeute. Mit anderen Worten: Für die gleiche Helligkeit benötigt die neue Technologie also auch mehr Strom.

Anders sähe es aus, wenn OLED deutlich länger haltbar als LED wären. Aber auch hier liegt die neue Technik noch zurück. Da die Leuchtmittel zudem aufwendiger zu fertigen sind und auch noch keine vergleichsweise hohen Stückzahlen produziert werden, liegen OLED unter den Gesichtspunkten Effizienz, Lebensdauer und Anschaffungskosten hinter der bewährten LED-Technik. Das könnte sich in den kommenden Jahren natürlich noch ändern. Wer aber OLED anschaffen möchte, um stärker Energie zu sparen, dürfte enttäuscht sein.

OLED ist bereits heute der LED überlegen, wenn es um die Gestaltungsfreiheit für Designer geht. Die dünne und flexible Bauweise wird neue Leuchtkörper hervorbringen. Punkten kann die neue Technik auch in Bezug auf die Farbwiedergabe, stufenlose Dimmbarkeit und die freie Wahl der Lichtfarbe. Es bleibt also interessant, die weitere Entwicklung zu verfolgen.

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