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Wie funktioniert ein Wäschetrockner und für wen lohnt er sich?

Wie funktioniert ein Wäschetrockner und welche Arten gibt es davon?
Wie funktioniert ein Wäschetrockner und welche Arten gibt es davon? Foto: Getty Images
Carolin Chytrek
Carolin Chytrek Freie Autorin

4. September 2026, 11:43 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten

Insbesondere in großen Haushalten und bei großen Wäschemengen kann das Trocknen schnell zur Geduldsprobe werden. Ein Wäschetrockner schafft dann Abhilfe. Das Gerät arbeitet platzsparend und die Wäsche ist nach kurzer Zeit wieder einsatzbereit. Aber für wen lohnt sich die Anschaffung und wie funktioniert ein Trockner eigentlich?

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Wie funktioniert ein Wäschetrockner?

Wer seine Wäsche regelmäßig im Garten trocknen lässt, wird es bereits beobachtet haben: An trockenen, warmen und windigen Tagen trocknet die Wäsche am schnellsten. Ein ähnliches Prinzip verfolgt auch der Wäschetrockner. Darin wird die nasse Wäsche in eine rotierende Trommel gegeben und mit warmer, trockener Luft durchströmt. Das Wasser aus den Textilien kann so verdunsten und wird vom Gerät als Kondenswasser gespeichert oder mithilfe eines Schlauchs abgeführt. Je nach Bauart kann der Vorgang variieren. Grundsätzlich wird laut HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V. zwischen drei verschiedenen Arten von Wäschetrocknern unterschieden: Ablufttrockner, Kondenstrockner und Wärmepumpentrockner. Sie alle funktionieren ähnlich, weisen aber doch technische Unterschiede auf.

Ablufttrockner

Ablufttrockner gibt es heutzutage nur noch wenige auf dem Markt, da sie vergleichsweise unflexibel sind und eine schlechte Energieeffizienz aufweisen. Die zuvor erwärmte und feuchte Luft wird bei diesem Gerät nicht weiterverwendet, sondern mithilfe eines Kanals aus dem Gerät nach außen geleitet. Die Inbetriebnahme setzt daher einen Abluftanschluss voraus.

Kondenstrockner

Beim Kondenstrockner wird die erwärmte und feuchte Luft durch den Wärmetauscher geleitet und dabei gekühlt. Bei diesem Prozess wird Wärmeenergie an den Raum abgegeben. Das kondensierte Wasser landet während der Abkühlung in einem Auffangbehälter oder wird direkt ins Abwassersystem geleitet. Die abgekühlte Luft im Inneren des Gerätes wird danach erneut angesaugt und neu erwärmt. Der Nachteil: Die beim Abkühlen entzogene Wärme wird an die Umgebungsluft abgegeben und steht für den Trocknungsprozess nicht mehr zur Verfügung. Dadurch ist der Energieverbrauch höher als bei einem Wärmepumpentrockner.

Wärmepumpentrockner

Ein Wärmepumpentrockner arbeitet grundsätzlich ähnlich wie der Kondenstrockner, nutzt die Wärme allerdings weitaus effizienter. Die warme Luft wird in einem geschlossenen Kreislauf „recycelt“ und wieder für die Trocknung genutzt, anstatt ungenutzt ausgeschieden zu werden. Die Trocknungszeit dauert zwar länger, dafür arbeitet das Gerät energieschonend und mit niedrigeren Temperaturen.

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Welches Gerät ist das Richtige?

Die Verbraucherzentrale weist auf die hohen Energiekosten hin und empfiehlt ganz klar den Wärmepumpentrockner: „Kondenstrockner ohne Wärmepumpentechnik oder auch Ablufttrockner verbrauchen erheblich mehr Strom. Vor allem Ablufttrockner entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik, weil sie zu viel Strom verbrauchen. Außerdem muss die feuchte Luft aus dem Gerät über einen Schlauch nach außen geleitet werden.“

Außerdem sei vor dem Kauf auf das EU-Energielabel zu achten, das unter anderem den Stromverbrauch angibt. Die Verbraucherzentrale empfiehlt deshalb, die anfallenden Stromkosten und den Kaufpreis gegenzurechnen und ggf. zum teureren, dafür aber energieeffizienteren Gerät zu greifen. Oftmals würden sich die Kosten spätestens nach ein paar Nutzungsjahren ohnehin wieder ausgleichen.

Für wen lohnt sich ein Wäschetrockner?

Pauschal lässt sich diese Frage kaum beantworten, denn es hängt von den Lebens- und Wohnumständen und weniger von der Größe des jeweiligen Haushaltes ab, ob ein Wäschetrockner Sinn macht. Verfügt die Wohnung oder das Haus über eine größere Außenfläche wie Garten oder Terrasse, kann ein Wäscheständer im Freien völlig ausreichend sein. Hier muss die Wäsche allerdings händisch aufgehängt werden, was Zeit und Mühe kostet. Ein Wäschetrockner hingegen ist besonders für Familien, Paare mit wenig Zeit und Haushalte mit hohen Wäschemengen praktisch. Vor allem in den Wintermonaten, bei schlechtem Wetter oder bei Platzmangel spielt der Trockner seine Stärken aus.

Auch wenn sich nicht genau sagen lässt, ab welcher Haushaltsgröße ein Trockner sinnvoll sein kann, gibt die Verbraucherzentrale beim Fassungsvermögen eine Orientierung. Für einen Single- oder Paar-Haushalt reiche ein Gerät mit bis zu sieben Kilogramm Fassungsvermögen, für eine größere WG oder Familie seien etwa acht Kilogramm sinnvoll.

Grundsätzlich gilt aber: Auch wenn der Wäschetrockner viele Vorteile – vor allem in Bezug auf Komfort – hat, sollte sein hoher Stromverbrauch nicht außer Acht gelassen werden.

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Was kostet der Betrieb eines Wäschetrockners?

Wie hoch die tatsächlichen Kosten für einen Wäschetrockner ausfallen, hängt maßgeblich vom Gerät, dem Programm, dem Strompreis und der Nutzungshäufigkeit ab. Ein Blick auf das neue EU-Energielabel hilft bei der Einschätzung. Auf einer Skala von A bis G zeigt es seit dem 1. Juli 2025 laut der EU-Kommission den Energieverbrauch für 100 Trocknungszyklen. Die tatsächlichen Stromkosten lassen sich anhand dessen leicht berechnen. Verbraucht ein Gerät beispielsweise 100 kWh pro 100 Trocknungszyklen mit einem kWh-Preis von 40 Cent, wird bei 100 Trocknungszyklen ein Strompreis von 40 Euro fällig.

In einem neuen Test hat Stiftung Warentest diese Rechnung auf mehrere verschiedene Geräte mit Wärmepumpe angewandt und zeigt mit dem Ergebnis, dass sich die Unterschiede beim Stromverbrauch über die Jahre tatsächlich summieren können. Für ihre Berechnungen legten die Tester unter anderem einen Strompreis von 40 Cent pro kWh und einen Verbrauch von 1,14 kWh pro Trocknung zugrunde. Auf 10 Jahre hochgerechnet ergibt sich in Sachen Stromkosten eine Differenz von knapp 500 Euro, je nach Gerät. „Der Wäschetrockner-Test zeigt: Auf lange Sicht sparen gute Trockner viel Geld“, so die Erkenntnis.

Energie sparen trotz Wäschetrockner

Ein Wäschetrockner ist kein Muss für jeden Haushalt. Wer aber dennoch nicht darauf verzichten möchte, sollte ein paar Energiespar-Tipps beachten. Je besser die Wäsche in der Waschmaschine vorgeschleudert wird, desto weniger Trocknungszeit braucht der Trockner im Nachgang. Die Verbraucherzentrale empfiehlt eine Schleuderzahl von 1600 Umdrehungen pro Minute. Auch sinnvoll ist ein in die Maschine integrierter Feuchtigkeitssensor. Er erkennt nicht nur, wann die Wäsche trocken ist, sondern stoppt das Trockenprogramm auch ganz automatisch. Wer noch mehr Strom sparen möchte, kommt am Wäscheständer kaum vorbei. Insbesondere in den Sommermonaten ist er die energiesparendste Lösung.

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