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Risiko und Vorbeugung

Wie groß ist die Brandgefahr bei Wäschetrocknern?

Neigen Wäschetrockner wirklich zur Brandgefahr und wenn ja, wie lässt sich diese vermindern?
Neigen Wäschetrockner wirklich zur Brandgefahr und wenn ja, wie lässt sich diese vermindern? Foto: Getty Images/iStockphoto
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25. August 2026, 6:56 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Wenn ein Brand im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung passiert, sind die Schäden in der Regel immens. Die Ursachen für einen Brand sind sehr unterschiedlich. Oft ist es menschliche Unachtsamkeit, beispielsweise eine nicht gelöschte Kerze oder Zigarette. Immer häufiger rücken Feuerwehrleute aus, weil ein elektrisches Gerät aufgrund eines technischen Defekts in Brand geraten ist. Doch wie sieht es mit der Brandgefahr bei Wäschetrocknern aus? Um herauszufinden, wie groß die Gefahr tatsächlich ist, hat myHOMEBOOK bei der Feuerwehr und Versicherungsexperten nachgefragt.

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Gesicherte Daten über Wohnungsbrände, die durch einen Wäschetrockner verursacht worden sind, gibt es nicht. Orientierung liefert zumindest das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer (IFS). Die Fachleute dort untersuchen jedes Jahr etwa 2.000 Brandschäden. In der aktuellen Statistik für das Jahr 2025 waren technische Defekte bei elektrischen Geräten mit knapp 30 Prozent der untersuchten Fälle der häufigste Grund für einen Brand.

„Innerhalb dieser Gruppe spielen Wäschetrockner eine gewichtige Rolle. Nur technische Fehler bei Kühl- und Gefriergeräten führten noch häufiger zu einem Brand“, vermeldet das IFS.

Warum können Trockner brennen?

Bei einem Wäschetrockner treffen verschiedene Faktoren aufeinander. Die Geräte laufen mit 230 Volt aus der Steckdose und werden heiß. Gleichzeitig sammeln sich im Gerät viele Textilfasern und Flusen.

„Technische Defekte passieren durch Kurzschlüsse oder elektrische Entladungen in der Luft. Diese sogenannten Lichtbögen werden extrem heiß und können Bauteile oder Kunststoffteile in Brand setzen“, weiß Christian Ponzel, Pressesprecher beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV), aus vergangenen Schadensfällen. „Manchmal hat auch ein beschädigtes oder eingeklemmtes Kabel zum Brand des Wäschetrockners geführt.“

In seiner jährlichen Ursachenstatistik „Brandschäden“ nennt das IFS konkrete Beispiele. So haben sich etwa in einem Extremfall angesammelte Flusen im Bereich der Heizung entzündet. Bei einer regelmäßigen Reinigung des Flusensiebs kommt eine solche Situation eher selten vor.

In einem weiteren Fall entflammten Textilien in der Trocknertrommel, die zwar gewaschen waren, in denen sich allerdings noch ölige oder fettige Rückstände befanden. In dem Fall handelte es sich allerdings um ein älteres Wäschetrockner-Modell. Bei modernen Geräten haben die Hersteller mögliche Hitzeschwachstellen weitestgehend beseitigt.

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So lässt sich das Brandrisiko reduzieren

Um es nochmal deutlich zu machen: Ein Wäschetrockner kann zwar grundsätzlich durch einen technischen Defekt in Brand geraten. Gerade bei modernen Wäschetrocknern ist die Brandgefahr allerdings eher gering.

Dennoch kann jeder Besitzer eines Wäschetrockners das Brandrisiko weiter reduzieren. „Reinigen Sie regelmäßig das Flusensieb und die Trommel, um Flusen und Staubablagerungen zu vermeiden. Flusen und Staub sind zwar inzwischen selten die Brandursache, können jedoch die Ausbreitung eines Feuers beschleunigen“, betont GDV-Pressesprecher Christian Ponzel.

Diese Anzeichen können ausschlaggebend sein

„Achten Sie auch auf ungewöhnliche Geräusche, Gerüche oder sichtbare Schäden. Kontrollieren Sie Kabel und Stecker regelmäßig“, lautet ein weiterer Rat des Pressesprechers. Wer auffällige Dinge bemerkt, sollte anschließend unbedingt den Kundendienst des Herstellers kontaktieren. Der wird dann einen Servicetechniker informieren, der das Gerät vor Ort unter die Lupe nimmt.

Zudem rät Silvia Oestreicher vom Deutschen Feuerwehrverband, „Wäschetrockner niemals gemeinsam mit anderen Geräten über eine Mehrfachsteckdose ans Stromnetz anzuschließen. Hier droht die Gefahr einer Überlastung. Daher einen Trockner immer direkt mit einer Steckdose verbinden.“ Gleichzeitig empfiehlt die Feuerwehr-Fachfrau, „stets die Hinweise des Herstellers in der Bedienungsanleitung korrekt zu befolgen.“ Außerdem sollte in dem Raum, in dem der Trockner steht, ein Rauchmelder installiert werden.

Insgesamt ist die Brandgefahr bei Wäschetrocknern in den vergangenen Jahren geringer geworden. Das geht zumindest aus der jährlichen Ursachenstatistik Brandschäden des IFS hervor. Im Jahr 2018 waren Wäschetrockner noch Spitzenreiter bei Bränden aufgrund technischer Defekte. Inzwischen liegen die Geräte in der Auswertung der Schadenforscher nur noch auf Platz 2.

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