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Bundesländer im Vergleich

Wo in Deutschland die meisten Wärmepumpen eingebaut werden

Wärmepumpe
Wärmepumpen sind in Deutschland auf dem Vormarsch – vor allem bei Neubauten Foto: Getty Images/MAXSHOT
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Felix Mildner
Redaktionsleiter

23. Oktober 2025, 14:59 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Die Heizstruktur in neugebauten Wohngebäuden in Deutschland verändert sich rapide. Neue Zahlen zeigen einen klaren Trend, der fossile Heizsysteme zunehmend in den Hintergrund drängt. Besonders bei neuen Ein- und Zweifamilienhäusern nimmt ein Energieträger inzwischen eine dominierende Rolle ein.

Wärmepumpe dominiert bei Neubauten

Laut der aktuellen BDEW-Publikation „Trendbarometer Neubau“ wird inzwischen rund drei Viertel aller neuen Ein- und Zweifamilienhäuser mit Wärmepumpen beheizt. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat dafür erstmals die Daten zu den Baufertigstellungen 2024 sowie der Vorjahre ausgewertet – getrennt nach Wohneinheiten und Wohngebäuden und differenziert nach Bundesländern.

Dabei zeigt sich ein deutlicher Wandel: Die Wärmepumpe hat sich als führendes Heizsystem bei Neubauten etabliert. Der Anteil von Fernwärme wächst ebenfalls und bildet heute bei neuen Wohnungen bereits die zweithäufigste Heizlösung. Zusammen machen Wärmepumpe und Fernwärme rund 70 Prozent der Heizsysteme bei Neubauwohnungen aus.

Große regionale Unterschiede bei den Heizsystemen

Die Verteilung der Energieträger im Neubau variiert stark zwischen den Bundesländern. Die höchste Quote an neu installierten Gasheizungen verzeichnen die drei Stadtstaaten Bremen (52,8 Prozent), Berlin (28,0 Prozent) und Hamburg (24,1 Prozent) sowie Mecklenburg-Vorpommern (26,0 Prozent).

Deutlich anders sieht es in Bundesländern mit hohem Wärmepumpenanteil aus: In Sachsen-Anhalt liegt dieser bei 82,9 Prozent, im Saarland bei 81,6 Prozent, in Rheinland-Pfalz bei 75,5 Prozent und in Baden-Württemberg bei 75,1 Prozent. Fernwärme kommt – neben den Stadtstaaten – auch dort zum Einsatz, wo viele Mehrfamilienhäuser gebaut werden.

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Rückgang bei Gasheizungen – besonders in Neubauten

Der Trend zum Ausstieg aus fossilen Energien zeigt sich besonders deutlich beim Energieträger Gas: Seit 2018 geht dessen Anteil im Neubau kontinuierlich zurück. Seit 2022 werden in neu errichteten Wohnungen mehr Wärmepumpen als Gasheizungen eingebaut. Fernwärme bleibt als drittes bedeutendes System konstant relevant – vorwiegend in Städten mit dichter Bebauung.

In Metropolen wie Hamburg und Berlin spielt Fernwärme weiterhin eine zentrale Rolle, was sich mit der hohen Dichte an Mehrfamilienhäusern und der kompakten Versorgung erklären lässt. Hier kommt die Fernwärme in 30,4 Prozent (Berlin) oder 24,4 Prozent (Hamburg) der Neubauten zum Einsatz.

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Andere Energieträger spielen kaum eine Rolle

Energieformen wie Stromdirektheizung oder Solarthermie bleiben im Neubau weitgehend marginal. In Rheinland-Pfalz liegt der Anteil von Stromheizungen bei 5,5 Prozent, im Saarland bei 5,0 Prozent, in Hessen bei 4,7 Prozent und in Schleswig-Holstein bei 3,3 Prozent.

Solarthermie wird sogar noch seltener verbaut: Spitzenreiter ist Hamburg mit einem Anteil von lediglich 1,8 Prozent, gefolgt von Schleswig-Holstein (1,1 Prozent) und Thüringen (1,0 Prozent). Damit liegt Solarthermie im Heizranking sogar noch hinter Heizöl.

Im Wohnungsbestand fossile Energien weiter dominierend

Im bestehenden Wohnungsmarkt zeigt sich ein anderes Bild. Hier dominieren nach wie vor Gas und Heizöl als Hauptenergieträger, auch Fernwärme spielt eine wichtige Rolle. Die Wärmepumpe ist im Bestand bislang nur vereinzelt vertreten – verzeichnet jedoch seit einigen Jahren ein kontinuierliches Wachstum. Die Entwicklung im Neubau überträgt sich laut BDEW nur langsam auf den Gebäudebestand.

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