17. Juli 2026, 11:43 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Wer beim Rasenmähen auf Kabel oder Benzin verzichten möchte, ist mit einem Akku-Mäher gut beraten.
Akku-Rasenmäher versprechen mehr Bewegungsfreiheit als Geräte mit Kabel und weniger Aufwand als Benzinmäher. Sie starten meist per Knopfdruck, sind vergleichsweise leise und kommen ohne Abgase aus. Entscheidend ist aber, wie lange der Akku hält, wie sauber der Schnitt gelingt und wie angenehm sich das Gerät im Alltag bedienen lässt. In einem großen Test von BILD (gehört auch zu Axel Springer) wurden neun Modelle im Garten geprüft. Hier stellen wir die besten Modelle genauer vor.
Übersicht
So arbeiten Akku-Rasenmäher im Garten
Ein Akku-Rasenmäher funktioniert im Grunde wie ein klassischer Elektromäher – nur ohne Stromkabel. Die Energie kommt aus einem oder zwei Akkus, die vor dem Mähen geladen und anschließend in das Gerät eingesetzt werden. Beim Einschalten treibt der Motor das Messer unter dem Mähdeck an, das die Grashalme abschneidet und den Schnitt meist in einen Fangkorb befördert. Viele Modelle lassen sich in der Schnitthöhe verstellen, damit der Rasen je nach Jahreszeit und Zustand kürzer oder länger bleibt. Praktisch ist außerdem, wenn Akkus auch in anderen Geräten desselben Herstellers genutzt werden können.
Die 3 besten Modelle im Überblick
Im Test zeigt sich, dass sich Akku-Rasenmäher vor allem bei Laufzeit, Bedienkomfort und Schnittbild unterscheiden. Die besten drei Modelle im Test stammen von Einhell, Ikra und Makita. Zusätzlich überzeugte der LUX A-RM-2×20/43 als preislich besonders interessantes Modell.
1. Einhell GE-CM 36/43 Li M
Der Einhell GE-CM 36/43 Li M eignet sich besonders für Gartenbesitzer, die größere Rasenflächen ohne häufige Unterbrechung mähen möchten. Im Test fiel vor allem die lange Akkulaufzeit auf, wodurch auch ausgedehnte Flächen gut zu schaffen sind. Der Schnitt gelang gleichmäßig, sowohl bei kürzerem als auch bei höherem Gras. Mit seinem großen Fangkorb muss das Schnittgut nicht ständig entleert werden, was die Arbeit spürbar erleichtert. Angenehm ist auch die ruhige Arbeitsweise des Motors. Wer bereits Geräte aus dem Einhell-Akkusystem besitzt, kann passende Akkus aus dem „Power-X-Change“-System weiterverwenden.
2. Ikra IB-LM 38
Der Ikra IB-LM 38 erwies sich als „Hidden Champion“ im Testfeld. Er zeigt, dass ein Akku-Rasenmäher nicht besonders breit sein muss, um im Alltag zu überzeugen. Trotz etwas kompakterer Schnittbreite punktete das Modell mit einer langen Laufzeit und einem sauberen Mähergebnis. Das macht ihn interessant für mittelgroße Gärten, in denen Wendigkeit ebenso wichtig ist wie Ausdauer. Die Bedienung wirkt unkompliziert, sodass auch weniger geübte Nutzer gut zurechtkommen. Der Mäher arbeitet im Gegensatz zu den anderen Modellen im Test mit einem einzelnen 36-Volt-Akku statt zwei 18- oder 20-Volt-Akkus.
3. Makita DLM432
Der Makita DLM432 richtet sich an alle, die Wert auf eine ruhige, kontrollierte Arbeitsweise legen. Im Test überzeugte das Modell mit präzisem Schnitt und angenehmem Laufverhalten. Besonders bei regelmäßiger Rasenpflege spielt der Mäher seine Stärken aus, weil er sich gut führen lässt und solide verarbeitet wirkt. Bei höherem Gras sollte man etwas langsamer arbeiten, damit das Ergebnis gleichmäßig bleibt. Die Reichweite ist ordentlich und reicht für viele typische Hausgärten aus. Ein Vorteil ist außerdem das breite Makita-Akkusystem, das auch bei vielen Werkzeugen und Gartengeräten zum Einsatz kommt.
Preis-Leistungs-Sieger: LUX A-RM-2×20/43
Der LUX A-RM-2×20/43 ist hauptsächlich für Gartenbesitzer interessant, die auf ein gutes Verhältnis aus Leistung und Preis achten. Das Modell der Obi-Eigenmarke lieferte im Test ein ordentliches Schnittbild, sammelte den Rasenschnitt zuverlässig ein und ließ sich einfach bedienen. Auch die Flächenleistung pro Akkuladung fiel positiv auf, sodass der Mäher nicht nur für kleine Rasenstücke infrage kommt. Kleinere Abstriche gab es bei einzelnen Ausstattungsdetails, im Alltag bietet der LUX aber ein stimmiges Gesamtpaket. Wer bereits Geräte aus dem passenden Akkusystem besitzt, kann auch hier von vorhandenen Akkus profitieren.
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Wie wurde getestet?
Im Mittelpunkt stand die Nutzung im Garten und nicht nur der Blick auf technische Daten. Bewertet wurden unter anderem Aufbau, Bedienung, App- und Systemkomfort, Schnittbild, Fangverhalten und der Einsatz im Alltag. Die Geräte mussten sowohl kurzen als auch längeren Rasen mähen. Außerdem wurde berücksichtigt, wie angenehm sich die Mäher führen lassen, wie gut der Fangkorb funktioniert und wie weit eine Akkuladung in der Praxis reicht.
Fazit
Akku-Rasenmäher lohnen sich primär für alle, die ohne Kabel mähen und auf Benzin verzichten möchten. Für kleine bis mittelgroße Gärten reicht ein passendes Modell oft problemlos aus, bei größeren Flächen sollte man auf leistungsfähigere Akkus setzen. Wichtig sind außerdem Schnittbreite, Fangkorbgröße, Gewicht und die Frage, ob vorhandene Akkus weiterverwendet werden können.
Nicht nur der Preis entscheidet
„Der Test zeigt, dass nicht allein der Preis über ein gutes Gerät entscheidet. Wer regelmäßig mäht und ein Modell passend zur eigenen Gartengröße wählt, kann mit einem Akku-Rasenmäher komfortabel und sauber arbeiten.“