17. August 2025, 11:24 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten
Beim Stöbern in Secondhand-Stores oder auf Onlineseiten kann man den einen oder anderen Schatz ergattern. Nun gut, die Gegenstände sind gebraucht, doch mit etwas Putzkraft wirken sie fast wie neu. Generell ist immer etwas Vorsicht geboten, wenn man sich Gegenstände für den Haushalt gebraucht kauft. Man sollte auf den Zustand, die Funktionstüchtigkeit und mögliche Gebrauchsspuren achten. Ausschau gilt es auch nach Schädlingsspuren zu halten, etwa bei Holzmöbeln und Polstermöbeln. Sonst zieht mit dem antiken Schrank auch ein Holzwurm ein. Neben Hygiene spielt auch der Sicherheitsstandard eine Rolle. Kann dieser bei einem gebrauchten Gegenstand nicht eingehalten werden, kann das lebensgefährlich sein. Die myHOMEBOOK-Redaktion hat Gegenstände für den Haushalt bestimmt, die sie nicht gebraucht kaufen würde.
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Toaster – Mareike Schmidt (myHOMEBOOK)
Einen Toaster würde ich niemals gebraucht kaufen. Im Inneren des Geräts sammeln sich über die Zeit Brotkrümel, Fettablagerungen und andere Rückstände an, die nur schwer vollständig zu entfernen sind. Viele dieser Rückstände befinden sich in schwer zugänglichen Bereichen des Toasters und lassen sich mit normalen Reinigungsmethoden oft nicht ausreichend säubern. Zudem werden Toaster in der Regel nicht regelmäßig oder gründlich gereinigt. Gerade bei gebrauchten Geräten weiß man nie genau, wie sorgfältig der Vorbesitzer mit der Reinigung umgegangen ist.
Töpfe und Pfannen – Julia Freiberger (FITBOOK)
Pfannen und Töpfe würde ich niemals gebraucht kaufen – und das aus gutem Grund.
Neben Matratzen und Besteck gehören sie für mich zu den Dingen, bei denen ich einfach ein ungutes Gefühl hätte, wenn sie schon ein Vorleben hatten.
Zum einen weiß man nie, wie diese Küchenutensilien genutzt wurden: Wurden darin jahrelang fettige Bratwürste gebrutzelt oder eher kunstvoll Acrylfarben erhitzt? Haben sich Beschichtungen bereits gelöst? Gibt es Rückstände, die sich trotz Reinigung nicht mehr vollständig entfernen lassen? All das lässt sich schwer einschätzen – und landet im Zweifel direkt auf meinem Teller.
Zum anderen sind Pfannen und Töpfe für mich eng mit Hygiene und Genuss verbunden. Ich möchte wissen, was darin gekocht wurde – oder besser gesagt: Ich möchte es nicht wissen müssen. Wenn ein Topf mehr Geschichten erzählen kann als der Mensch, der ihn verkauft, ist das für mich ein klares Nein. Darum gilt für mich: Wenn’s um Sachen geht, mit denen ich täglich koche, kaufe ich lieber neu.
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Matratzen – Lena Hackauf (myHOMEBOOK)
Ein erholsamer Schlaf ist mir besonders wichtig. Er kann darüber entscheiden, wie gut man gelaunt ist, wie leistungsfähig man sich fühlt und ob man den Tag mit Rücken- oder Nackenschmerzen bewältigen muss. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Matratze. Und die würde ich aus zwei Gründen nicht gebraucht kaufen.
Erstens: Matratzen nutzen sich mit der Zeit ab. Das merkt man an durchgelegenen oder eingesunkenen Stellen. Solche Abnutzungen lassen sich weder reparieren noch ausgleichen, und sie beeinträchtigen den Liegekomfort dauerhaft.
Zweitens: Der Körperkontakt mit einer Matratze ist sehr direkt, sowohl bei mir als auch beim Vorbesitzer. Beim Schlafen verlieren wir Schweiß, Haare und Hautschuppen. Vielleicht hat sogar ein Kind oder ein Hund mit im Bett gelegen – und es könnten Rückstände wie Urin oder andere Verunreinigungen zurückgeblieben sein. Auch wenn ich sie gründlich mit einem Nasssauger reinigen würde, fühle ich mich unwohl bei dem Gedanken, dass schon jemand anderes darin geschlafen hat.
Kaffeemaschinen – Franka Kruse-Gering (myHOMEBOOK)
Kaffeemaschinen sind Gebrauchsgegenstände. Eine andere Person vor mir hat also schon (eventuell viel) Kaffee darin gekocht. Dieser Gedanke schreckt schon ab. Ich kenne mich und ich weiß, dass nicht sichtbarer Schmutz manchmal wenig Beachtung findet. So auch bei Kaffeemaschinen. Andere denken mit Sicherheit auch so.
Vor Jahren bekam ich eine gebrauchte Kapselmaschine – was soll da schon groß dreckig sein? Weit gefehlt. Als ich die Maschine einmal fast komplett auseinandergenommen habe, um sie zu reinigen, sah ich, dass die gesamte Maschine verdreckt war. In jeder Ritze befanden sich Kaffeekrümel und braune Beläge. Ja, Kaffeemaschinen können ziemlich preisintensiv sein, aber das ist es mir wert.
Pürierstab und Stabmixer – Louisa Stoeffler (PETBOOK)
Ich würde niemals einen Pürierstab oder Stabmixer gebraucht kaufen. Denn bei ganz vielen Modellen gibt es im Innenleben einen Hohlraum, in dem sich Reste von dem Püriergut ablagern, die bei einer schnellen Reinigung übersehen werden. Viele muss man aktiv auseinandernehmen, um sie von gesundheitsschädigenden Belegen, Keimen und Schimmelpilzen zu befreien. Deswegen habe ich auch auf leicht zu reinigende Verarbeitung bei meinen Küchengeräten geachtet.
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Airfryer – Michel Winges (FITBOOK)
Jeder liebt seinen eigenen Airfryer – aber würde man auch lieben, was andere Menschen darin zubereitet haben? Ich denke nicht. Menschen haben die eigenartigsten Essgewohnheiten und Geschmäcker. Ich muss zugeben, dass ich mir wirklich nicht vorstellen möchte, was bereits in einem gebrauchten Airfryer gezaubert – oder verunstaltet – wurde.
Obendrein kommt der Aspekt der Technik. Ich bin generell zurückhaltend, wenn es darum geht, Technik gebraucht zu kaufen. Eine Ausnahme ist vielleicht ein Handy. Da kann ich wenigstens sehen, wie die Akkuleistung ist und ob die Kamera noch brauchbar ist. Aber bei allem anderen? Wie soll ich sicher sein, dass der Airfryer nicht in einer Woche den Geist aufgibt? So etwas ist mir einfach zu unsicher. Daher gilt für mich: Niemals einen Airfryer gebraucht kaufen.
Bettwäsche – Katharina Regenthal (TRAVELBOOK)
Ich würde so einige Dinge nicht gebraucht kaufen – ganz vorn mit dabei ist Bettwäsche und das hat gleich mehrere Gründe. Zum einen schläft man darin tagtäglich. Klar, sie kann gewaschen werden, aber allein die Vorstellung, dass da jemand sich in den Laken gewühlt hat – nein danke!
Außerdem wird der Stoff mit der Zeit ja nicht besser. Eines Tages ist er ausgewaschen oder ausgefranst. Ich frage mich also wirklich, in welchem Zustand jemand seine gebrauchte Bettwäsche verkaufen würde. Ganz neu kann sie ja nicht mehr sein.