Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de
Baumarktpartner
von myHOMEBOOK

Im Garten

Pflanz- und Pflege-Tipps für eine reiche Blumenkohl-Ernte

Blumenkohl im Garten anpflanzen und richtig pflegen
Blumenkohl lässt sich leicht im Gartenbeet kultivierenFoto: Getty Images

Blumenkohl das nächste Mal nicht im Supermarkt kaufen, sondern aus dem eigenen Gartenbeet ernten – wäre das nicht was? Gar nicht utopisch, denn auch wenn der Kohl etwas anspruchsvoller als viele seiner Artgenossen ist, kann man ihn problemlos im heimischen Gartenbeet kultivieren.

Blumenkohl (Brassica oleracea var. botrytis), auch Käsekohl oder Blütenkohl genannt, ist ein stark zehrendes Kohlgemüse, das man im eigenen Garten pflanzen kann. Dafür müssen Hobbygärtner nur die richtigen Bedingungen schaffen und den Pflegeansprüchen des Korbblütlers gerecht werden.

Blumenkohl pflanzen – welche Sorten eignen sich?

Es stehen unterschiedliche Kopfformen und auch Farben bei Blumenkohl zur Verfügung, je nach Sorte variiert auch der Zeitpunkt zum Pflanzen. Je nachdem, wann man was ernten möchte, sollte man die Sorte für den eigenen Garten aussuchen:

  • Neckarperle: großer Erntezeitraum
  • Alpha: frühe Ernte, sehr geschmackvoll
  • Erfurter Zwerg: sehr pflegeleicht und robust, dafür aber kleinere Köpfe
  • Walcheren Winter: winterhart
  • Odysseus: größere Köpfe
  • Graffiti: violette Köpfe, färbt sich beim Kochen grün
  • Di Sicilia Violetto: violette Köpfe, intensiver und aromatischer Geschmack

Blumenkohl im Garten pflanzen

Der Kohl braucht viele Nährstoffe im Gartenboden, der am besten lehmig und tiefgründig ist. Die Erde sollte Wasser außerdem gut speichern können und über einen hohen Kalkgehalt verfügen. Um gesund heranwachsen zu können, braucht Blumenkohl zudem einen vollsonnigen bis halbschattigen Standort im Garten.

Wann welches Gemüse ausgesät werden kann im ÜberblickFoto: myHOMEBOOK

Vorziehen oder Direktsaat

Blumenkohl lässt sich in zwei Varianten pflanzen. Entweder zieht man die Samen vor oder man sät sie direkt im Gartenbeet aus. Frühe Sorten sollten im Frühjahr oder Herbst vorgezogen werden. Die Aussaat erfolgt in Anzuchtschalen, die einen hellen, warmen Standort brauchen. Die Samen einfach einsetzen und mit maximal fünf Millimeter Erde bedecken, bis zur Keimung dauert es etwa 30 bis 45 Tage.

Sobald sich die ersten Blätter zeigen, sollte man die Jungpflanzen pikieren und in kleine Töpfe setzen. Nach etwa vier bis sechs Wochen können sie dann ausgepflanzt werden. Ein paar Wochen vor der Pflanzung verträgt die Erde im Gartenbeet Algenkalk und Kompost, um sie optimal auf die Bedürfnisse der Pflanzen vorzubereiten. Etwas Kalk im Pflanzloch ist auch empfehlenswert. Die Jungpflanzen danach ordentlich angießen, das Gießverhalten in den folgenden zwei bis drei Wochen aber wieder reduzieren, damit das Wurzelwachstum angeregt wird.

Im April kann man alternativ Samen der frühen Sorten auch direkt im Beet mit ausreichend Abstand aussäen. Hobbygärtner sollten sie dann zum Schutz mit einer Folie abdecken. Späte Sorten sät man im Juni aus.

Als Fruchtfolge oder Mischkultur

Hobbygärtner sollten Blumenkohl erst nach drei bis vier Jahren wieder im selben Beet pflanzen. Zum Vorbereiten des Beetes eignet sich eine Gründüngung, allerdings nicht mit anderen Kreuzblütlern. Passend wären Erbsen, Kopfsalat, Lauch, Sellerie oder Spinat. Schlechte Nachbarn im Gartenbeet sind übrigens Zwiebeln sowie Knoblauch.

Dazu passend: Mit einer Fruchtfolge zur ertragreichen Gemüse-Ernte

Blumenkohl optimal pflegen

Wer Blumenkohl pflanzen möchte, muss den Pflegeansprüchen der Pflanze gerecht werden. Nur dann winkt am Ende eine üppige Ernte. Dazu gehört, den Boden regelmäßig vorsichtig zu hacken, um ihn zu lockern und Unkraut zu entfernen. Bei sehr sonnigen Standorten tendieren die Köpfe auch dazu zu vergilben. In diesem Fall kann man mit großen Blättern der Pflanze, die man einfach abknickt, für Schatten sorgen. Was ist außerdem bei der Pflege zu tun?

Bewässerung

Blumenkohl braucht viel Wasser, damit er große Köpfe ausbilden kann. Zusätzlich zum regelmäßigen Bewässern können Hobbygärtner im Sommer eine Mulchschicht oder etwas Ähnliches ausbringen, um die Feuchtigkeit länger im Boden zu speichern.

Düngung

Aufgrund des hohen Nährstoffbedarfs braucht der Kohl im Sommer regelmäßig die Zugabe von Hornmehl oder einem anderen organischen Gemüsedünger wie beispielsweise Brennnesseljauche. Drei Wochen vor der Ernte sollte man die Düngung aber einstellen, damit der Blumenkohl sein Aroma entwickeln und entfachen kann.

Passend dazu: Welche organischen Dünger gibt es?

Frostschutz

Es gibt sogenannten Winter-Blumenkohl-Sorten, die bis -12 Grad winterhart sind.

Blumenkohl richtig ernten

Abhängig davon, wann der Zeitpunkt zum Pflanzen war, können Hobbygärtner ihren Blumenkohl von Juni bis Oktober ernten. Als Faustregel gilt, dass der Kohl etwa acht bis zwölf Wochen braucht, um erntereif zu sein. Wer sich unsicher über den richtigen Zeitpunkt ist, sollte den Kopf auf seine Festigkeit und seine Größe untersuchen.

Um Blumenkohl zu ernten, schneidet man den ganzen Strunk mit dem Blütenstand mithilfe eines scharfen Messers ab. Möchte man den Kohl länger lagern, muss man ihn mitsamt seiner Wurzeln ernten. Ansonsten lässt sich der Kopf einige Tage im Kühlschrank lagern, eingefroren hält er sich sogar bis zu zwölf Monate lang.

Krankheiten und Schädlinge

Der Kohl ist auch bei Schädlingen und Krankheiten äußerst beliebt. Ein Schleimpilz verursacht beispielsweise häufig Kohlhernie. Hobbygärtner können in diesem Fall nichts mehr für ihre Pflanzen tun, sie müssen sie sofort aus dem Beet entfernen und sollten mehrere Jahre lang auf das Pflanzen von Blumenkohl in diesem Beet verzichten.

Die Maden der Kohlfliege fressen die Wurzeln des Kohls an. Hobbygärtner sollten bei einem Befall Tomatenpflanzen in die Nähe setzen, denn sie verströmen einen Duft, der die Kohlfliege verschreckt. Auch Netze könne die Pflanzen vor dem Schädling schützen.

Wachsen junge Blätter plötzlich verdreht, ist das ein Zeichen für die Kohldrehherzmücke. Sie zu bekämpfen ist schwer, meist führt kein Weg an zugelassenen Insektiziden vorbei. Besser ist es daher vorzubeugen, beispielsweise mithilfe von Pheromonfallen. Eine Abdeckung mit Netzen oder Vlies hält den Schädling zudem fern.

Deine Datensicherheit bei der Nutzung der Teilen-Funktion
Um diesen Artikel oder andere Inhalte über Soziale-Netzwerke zu teilen, brauchen wir deine Zustimmung für