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Blumenzwiebeln

Im Herbst für ein buntes Frühlingsbeet sorgen – Tipps zum Anpflanzen

Blumenzwiebeln von Frühblühern wie beispielsweise Narzissen kann man bereits im Herbst in die Erde stecken.
Blumenzwiebeln von Frühblühern wie beispielsweise Narzissen kann man bereits im Herbst in die Erde stecken.Foto: Getty Images

Im Herbst beginnt die Vorbereitung für das bunte Blumenbeet im Frühling. Einige Blumenzwiebeln kann man bereits Mitte September in die Erde stecken, die dann im kommenden Frühjahr blühen. Um welche Sorten es sich handelt und was es beim Pflanzen zu beachten gibt, lesen Sie hier.

Für manche Pflanzen beginnt der Frühling bereits im Herbst. Denn schon jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, Blumenzwiebeln in die Erde zu bringen, um für ein buntes Frühlingsbeet im nächsten Jahr zu sorgen. Genauer gesagt handelt es sich dabei um frühblühende Zwiebelblumen wie beispielsweise Krokus, Tulpe und Narzisse. In der Regel ist das möglich, solange der Boden noch nicht gefroren ist.

Welche Blumenzwiebeln kann man im Herbst stecken?

Die Staudengärtnerin Svenja Schwedtke aus Bornhöved (Schleswig-Holstein) erklärt, dass die Zwiebeln von Tulpen und Zierlauch gerne auch nach den ersten Frösten in die Erde kommen können. Dafür sollten Narzissen und Schneeglöckchen am besten so früh wie möglich gepflanzt werden.

Frühblühende Zwiebelblumen:

  • Schneeglöckchen
  • Winterling
  • Märzenbecher
  • Blausternchen
  • Krokusse
  • Tulpen
  • Hyazinthen
  • Narzissen
Blumenzwiebeln zum Einpflanzen
Steckt man die Blumenzwiebeln von Krokus im Herbst in die Erde, blühen sie im Frühjahr.Foto: Getty Images

Blumenzwiebeln im Herbst stecken – 5 Tipps

1. Wie lange kann man Blumenzwiebeln lagern?

Blumenzwiebeln findet man nun vielerorts im Handel. Sie können in den meisten Fällen auch bedenkenlos bei Gelegenheit gekauft und erst etwas später eingegraben werden – bis auf die Zwiebeln von Hundszahnlilien und Kaiserkronen. Sie sollten bald nach dem Einkauf in die Erde kommen, da sie nicht austrocknen dürfen, erklärt Schwedtke. Für alle anderen gekauften Blumenzwiebeln gilt: Man kann sie bis zur Pflanzung kühl und trocken lagern. Tüten sollte man öffnen.

2. Kann man verschiedene Sorten mischen?

Wer das meiste aus der Frühlingsbepflanzung herausholen möchte, sollte eine Mischung aus frühen, mittelfrühen und späten Sorten zusammenstellen. So kann man die Blütezeit der Frühlingsblüher im Garten insgesamt verlängern. Zudem kann man Blumenzwiebeln mit der sogenannten „Lasagne-Methode“ pflanzen. Was es damit auf sich hat, lesen Sie in diesem Artikel.

3. Wie tief steckt man die Blumenzwiebeln in die Erde?

Gesetzt werden die Zwiebel fast immer doppelt so tief, wie sie selbst groß sind. „Wenn also die Zierlauchzwiebel einen Durchmesser von sechs Zentimeter hat, dann sollen zwölf Zentimeter Erde auf die Zwiebel“, erklärt Schwedtke. „Ausnahmen sind gewöhnlich gekennzeichnet.“

Der Abstand zwischen einzelnen Pflanzen hängt von der Blütengröße ab. Steht das nicht auf der Verpackung der Zwiebel, nennt Schwedtke eine Faustregel: „Gern doppelt so weit auseinander pflanzen, wie die Blüten groß sind, damit die Köpfe nicht aneinander stoßen.“

Hinweis: Nicht nur im Beet, sondern auch im Topf kann man Blumenzwiebeln pflanzen. Hier erfahren Sie, was es dabei für Unterschiede gibt.

Krokusse im Frühling
Krokusse gehören neben Narzissen und Schneeglöckchen zu den typischen Frühlingsboten.Foto: Getty Images

4. Sollte man Blumenzwiebeln vor dem Pflanzen einweichen?

Auch wenn man üblicherweise von Zwiebelblumen spricht, manche dieser Pflanzen haben gar keine Zwiebeln, sondern Knollen. Sie unterscheiden sich unter anderem in der Winterhärte – Zwiebeln haben sie, Knollen nicht. Manche Knollen brauchen außerdem einen extra Pflegeschritt beim Pflanzen: Etwa Winterling und Anemone sollte man vorher einweichen, damit sie gut aufquellen, lautet der Rat der Expertin.

Schwedtke berichtet, dass gerade Winterlinge sonst Probleme haben, sich in trockeneren Sandböden zu etablieren. „Man hilft ihnen, mit dem Einweichen in Schwung zu kommen“. Ein weiterer Vorteil: „Man erkennt dann besser, wo oben und unten ist.“

5. Wie sollte man Blumenzwiebeln im Herbst düngen?

Für alle Frühblüher – ob mit Knolle oder Zwiebel – gilt außerdem: Am besten etwas Dünger mit ins Pflanzloch geben. „Kompost ist auf jeden Fall gut“, erklärt Schwedtke. Während des Austriebs kann man auch mit organischem Dünger wie Kompost oder Hornspänen nachhelfen. Vor allem Tulpen und Narzissen brauchen frühe Unterstützung und sollten auch im Herbst nochmal Dünger bekommen, da sie sonst keine Blüten treiben könnten. In diesem Artikel erfahren Sie, wie man Zwiebelblumen nach dem ersten Austrieb richtig pflegt.