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Brunnenkresse

Das gesündeste Gemüse der Welt selbst anbauen

Ein Strauch Brunnenkresse mit grünen, fleischigen Blättern
Die Vitamin-Power liegt in den Blättern: Brunnenkresse enthält viele Vitamine, Senföle und Mineralien Foto: Getty Images

Vitamine, Mineralien, Senföle – das Power-Gemüse Brunnenkresse strotzt vor gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen. Vor allem Senföle stehen hoch im Kurs im Kampf gegen Bakterien und Viren. myHOMEBOOK erklärt, wie man Brunnenkresse locker im Gartenbeet oder auf dem Balkon anbauen kann.

Hierzulande lange Zeit ein Geheimtipp ist diese Vitamin-Bombe mittlerweile wieder in vielerlei Munden. Im Supermarkt ist Brunnenkresse allerdings immer noch so gut wie nie zu ergattern, auf Wochenmärkten oder bei speziellen Händlern werden hingegen Höchstpreise gehandelt. So sind 30 Euro für ein Kilo keine Seltenheit. Die an Aroma intensive Brunnenkresse gilt unter Feinschmeckern seit langem als heißbegehrter Leckerbissen im Salat, in der Suppe, als Beilage zu Deftigem – oder einfach auf einer Butterbrotstulle. Hobby-Gärtner können das feine Kraut aber auch selbst anbauen.

Die Brunnenkresse braucht viel Wasser

Sie ist eine kleine Zicke unter den Wasserpflanzen. Das sieht auch der Wildpflanzen-Experte Manuel Larbig ähnlich und erklärt gegenüber myHOMEBOOK, worauf beim Anbau zu achten ist. „Die echte Brunnenkresse (Nasturtium officinale) wird auch Wasserkresse genannt und wächst in der Natur gerne an Bächen, Teichen oder Quellen und steht mitunter komplett im Wasser. Dies im Garten oder sogar auf dem Balkon zu simulieren, ist eine große Herausforderung, doch prinzipiell ist auch ein Anbau im Topf möglich. Die Erde sollte man mit grobem Sand vermengen und dauerhaft feucht bis nass halten. Gleichzeitig muss Staunässe vermieden werden - hier eignet sich Kies am gelochten Topfboden als Drainage.“

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Wo ein Bach, eine natürliche Wasserquelle oder auch ein zufließender Gartenteich vorhanden ist, kann Brunnenkresse also leicht angesetzt werden. Klares und sauberes Wasser, idealerweise im Halbschatten, lässt die Brunnenkresse besonders gut gedeihen. Brunnenkresse – der Name verrät es schon – liebt es feucht. Die mehrjährige Sumpf-Pflanze wächst bevorzugt in reinen Standorten mit fließendem Gewässer.

Auch im Topf und Kübel kann Brunnenkresse wachsen

Wer jedoch keinen Garten oder gar eine Wasserquelle hat, kann dennoch Brunnenkresse anbauen. Allerdings mit etwas Sorgfalt. Denn auch auf dem Balkon oder der Terrasse braucht Brunnenkresse im Kübel ausreichend frisches Wasser.

Samen können Hobby-Gärtner leicht auch im Topf oder Balkonkasten aussähen und anziehen. In die gut gewässerte Anzuchterde oder andere nährstoffreiche Erde sollten die Samen dabei nur ganz behutsam eingedrückt werden. Anschließend die Samen mit ein wenig Erde bedecken. Wichtig: Die Erde muss stets gut feucht gehalten werden.

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Nach ungefähr einer Woche beginnen die Samen an zu keimen. Wachsen die Stecklinge in einem Topf, sollte dieser in einer Unterschale stehen und stets mit Wasser bedeckt sein. Das Wasser sollte nach spätestens zwei Tagen gewechselt werden.

Brunnenkresse braucht nur wenig Dünger

Wichtiger als alles andere ist für Brunnenkresse eine frische Wasserzufuhr. Einmal zur Anzucht etwas Kompost anzugeben ist auf jeden Fall gut. Wächst Brunnenkresse im freien Beet, braucht man nicht viel Pflege. Um das Wachstum zu fördern, kann man die längeren Triebe zurückschneiden. Im Topf braucht Brunnenkresse stets frisches Wasser.

Wie ernte ich Brunnenkresse?

Sobald die Pflanze anfängt zu blühen, werden die Blätter bitter. Die Blüte beginnt in der Regel im Mai. Und dann sollten Feinschmecker sich erstmal zurückhalten. Damit Hobby-Gärtner allerdings weiter bis in den September ernten können, sollten sie rechtzeitig die Triebe zurückschneiden. Jedoch sollte man dabei mit Vorsicht Hand anlegen. Je resoluter man die Zweige abschneidet, desto mehr kann dadurch die Pflanze beschädigt werden.

Brunnenkresse ist auch eine Zierde in jedem Garten

Die zierlichen und weißen Blüten der mehrjährigen Sumpfpflanze sind ein echter Hingucker im Garten oder auch auf dem Balkon. Und sie sind auch eine wichtige Nährquelle, nicht nur für uns, sondern auch für Insekten wie Bienen und Schmetterlinge.