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Feurige Farbenpracht

Chrysanthemen bringen den Garten im Herbst zum Leuchten

Chrysanthemen Garten
Nicht nur Bienen lieben sie: Chrysanthemen Foto: Getty Images

Chrysanthemen sind sehr beliebt. Kein Wunder: Ihr leuchtenden Blüten geben Garten und Balkon im Herbst noch einmal einen schönen Sommer-Kick. Hier lesen Sie Tipps zum Pflanzen und Pflegen.

Dann, wenn so langsam Ruhe einkehrt, bringen sie noch einmal richtigen Schwung in den Garten. Chrysanthemen haben im Herbst ihren großen Auftritt, wenn sie in den schönsten Farben blühen. Gesellt sich noch leuchtendes Laub dazu, kommen die Spätblüher im Gartenbeet besonders eindrucksvoll zur Geltung. Die pflegeleichten Pflanzen gedeihen aber auch gut im Kübel oder Balkon-Kasten. Auch wenn sie Herbstblüher sind, bekommt man Chrysanthemen das ganze Jahr im Handel. Mit der Topf-Chrysantheme (Chrysanthemum frutescens) beispielsweise wird der Sommer einfach noch bis in den November verlängert.

Chrysanthemen leuchten in vielen Farben

Die Farbpalette ist reich abgesteckt. Chrysanthemen gibt es in Weiß, Gelb, Rosa, Pink, Dunkelrot, ja sogar mit braunen oder grünen Blüten. Und so variantenreich die Farbe der fülligen Blüten, so unterschiedlich können auch die „Augen“ der Herbstblüher ausfallen. Mal sind sie dunkel, mal hell, mal goldgelb, mal rot. Nur Blau ist die Spezialität eines anderen Gewächses: Veilchen. Insgesamt soll es rund 5.000 Chrysanthemen-Sorten geben.

Chrysanthemen: Chrysanthemenblüte in Regenbogenfarben
Ziemlich farbenfroh: Chrysantheme in Regenbogen-LookFoto: Getty Images

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Sonniger Standort und keine Staunässe

Darin sind sie den meisten Menschen ganz ähnlich: Chrysanthemen wollen viel Sonne abbekommen. Staunässe mögen sie hingegen gar nicht. Dennoch sollten die Pflanzen in der Blütezeit täglich und ausreichend begossen werden. Tipp: Hängen die Blätter herunter, brauchen Chrysanthemen einen extra Schuss Wasser.

Ist die Blütezeit im Spätherbst vorbei, heißt es Abschied nehmen. Und zwar von den Trieben und abgestorbenen Blüten, die beherzt mit einer scharfen Schere ausgeputzt werden. Dann herrscht erstmal Ruhe im Beet und auf dem Balkon, die gestutzten Chrysanthemen brauchen nun aber auch viel weniger Wasser.

Neue Züchtungen kommen mit Kälte klar

Achtung: Die ursprünglich aus Asien stammenden Pflanzen sind frostempfindlich. Gehen die Temperaturen in den Keller, müssen die Wurzelballen ausgepflanzter und mehrjähriger Sorten sorgsam abgedeckt werden. Es gibt jedoch auch Züchtungen für das Gartenbeet, denen Winterkälte und -nässe weniger ausmacht. Sie tragen den schönen Namen „Garden-Mums“ (Garten-Müttter).

Für Angeber: Pyrethrum ist ein natürliches Insektizid. Gewonnen wird der Stoff aus den Blüten zweier Chrysanthemen-Arten: der Persischen Insektenblume (Chrysanthemum coccineum) und der Dalmatinischen Insektenblume (Chrysanthemum cinerariifolium).

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Chrysanthemen im Garten regelmäßig düngen

Gerade bei nicht so nährstoffreichen Böden sollten Chrysanthemen in regelmäßigen Abständen mit Dünger versorgt werden, vor allem in der Wachstumszeit während der Sommermonate. Das geht sehr gut mit Brennnesseljauche oder selbst hergestellten Power-Dünger aus Küchenabfällen: Bokashi. Garten-Chrysanthemen danken es mit einer noch üppigeren Blütenpracht. Das beste daran: Die Blüten gehen nach und nach auf, so hat man besonders lange was von den schönen Pflanzen.

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Vier Edle als Glückssymbol

In Asien war man schon früh von Chrysanthemen fasziniert. Erste Züchtungen sollen bereits vor 2.000 Jahren entstanden sein. Die Korbblüher werden zu den vier Sagunja gezählt, den vier edlen Pflanzen: Bambus, Orchidee, Chrysantheme und Pflaumenblüte. In unzähligen Tuschemalereien abgebildet, stehen die vier Edlen für Wohlstand und Glück.