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Für das kommende Gartenjahr

4 Fehler, die man bei der Ernte von Samen unbedingt vermeiden sollte

Samen ernten Fehler
Beim Ernten von Samen kann einiges schiefgehen – wer Pech hat, muss dann nochmal von vorne anfangenFoto: iStock / Valeriy_G

Im Spätsommer und Anfang Herbst ist die Zeit, um Samen von Blumen und Gemüse zu ernten. Dann hat man auch im nächsten Jahr noch etwas von hübschen Blüten und leckerem Gemüse. Worauf man bei der Ernte von Samen achten muss und welche Fehler man unbedingt vermeiden sollte.

Lässt man der Natur freien Lauf, verteilen sich die Samen der Pflanzen von selbst im Garten – wer allerdings gezielt Blumen oder Gemüse säen will, der kann vorab die Samen seiner Pflanzen ernten. Besonders gut eignen sich dafür Blumen wie Mohn oder Akelei, Fingerhut, Stockrosen, Margeriten oder die Nachtkerze. Beim Gemüse eignen sich Kürbis, Paprika oder auch Zucchini. Wie man Samen selbst erntet, welche Fehler passieren können und wie man sie vermeidet.

Wie man Samen selbst erntet

Wer Samen selbst ernten möchte, der sollte unbedingt darauf achten, dass das Saatgut auch wirklich trocken ist. Das erkennt man daran, dass die Samenhüllen oder Kapseln eine braune Farbe haben. Ist das der Fall, sind die Samen auch reif.

Um an die Samen der Pflanzen zu kommen, löst man die braune Samenkapsel ab und öffnet sie. Innen befinden sich dann die einzelnen Samen, die man einfach herausschütteln kann. Anschließend legt man das Saatgut für einige Tage auf Zeitungspapier an einen geschützten Ort zum Trocknen. Alternativ eignet sich auch eine leere Streichholzschachtel, da die Pappe die Restfeuchte aufnimmt. Richtig gelagert bleiben die Samen dann bis zu drei Jahre keimfähig.

Die 4 häufigsten Fehler

Beim Samen ernten können natürlich auch Fehler passieren – diese können dazu führen, dass man am Ende keine Samen zur Anzucht aussetzen kann und somit auch keine neuen Blumen oder neues Gemüse wächst. Die vier häufigsten Fehler:

1. Zu „schwache“ Pflanzen wählen

Der erste Fehler kann schon direkt bei der Ernte passieren – wenn man sich nämlich für die falsche Pflanze entscheidet. Man sollte sich immer eine besonders kräftige und gesunde Pflanze mit einem schönen Aussehen aussuchen, um genau solch ein Gewächs mit diesen Eigenschaften zu ziehen.

2. Frühreife Samen ernten

Bei der Ernte, insbesondere von Blumensamen, sollte man aber nicht nur darauf achten, dass die Pflanze möglichst kräftig ist. Wichtig ist auch, dass man nicht nur von den Pflanzen erntet, die als erstes reife Samen haben. Ist das der Fall, hat man höchstwahrscheinlich im nächsten Jahr ausschließlich Frühblüher. Stattdessen sollte man im Laufe der Saison immer wieder reife Samen ernten – so hat man im kommenden Jahr über einen langen Zeitraum hinweg schöne Blüten.

Auch interessant: 7 typische Fehler bei der Anzucht von Gemüse

3. Falscher Zeitpunkt

Wichtig ist auch der Tag, wann man Samen erntet. Klar ist, dass die Samen reif sein müssen. Erntet man sie zu früh, kann es passieren, dass die Keimkraft fehlt. Allerdings kommt es auch auf den Tag an sich an. Denn es sollte draußen trocken sein, da nasse Samen später leichter schimmeln können.

4. Falsche Aufbewahrung

Wer Samen erntet, will auch im nächsten Gartenjahr etwas von ihnen haben. Lagert man allerdings das Saatgut falsch, war die Arbeit umsonst. Wichtig ist, dass die Samen so gelagert werden, dass sie dunkel liegen und nicht feucht werden, da sich sonst Schimmel bilden kann. Wer das Saatgut etwa in einem geschlossenen Glasgefäß lagert, der sollte etwa ein Stück Papier hinzugeben, welches die restliche Feuchtigkeit herauszieht. Außerdem sollte man sich direkt bei der Ernte notieren, um welche Samen es sich handelt, damit man sie dann im nächsten Jahr auch entsprechend wieder säen kann.

Samen ernten
So geht es richtig: Nach der Ernte der Samen, sollte man die Samen sofort ordentlich verpacken und beschriftenFoto: Getty Images

Eine Keimprobe enttarnt schwache Samen

Nach der Ernte ist vor der Aussaat. Doch bevor es so weit ist, sollte man alte Samen prüfen – und zwar mit einer Keimprobe. Diese gibt Aufschluss, ob das Saatgut überhaupt keimfähig ist. Denn im Laufe der Zeit nimmt die Keimfähigkeit immer weiter ab. Wenn sich das erst mehrere Wochen nach der eigentlichen Aussaat herausstellt, dann ist das besonders ärgerlich. Und so funktioniert eine Keimprobe:

  • Feuchtes Küchenpapier auf einen Teller legen und mit Samen bestreuen
  • Anschließend den Teller mit Klarsichtfolie überspannen. Wichtig ist dabei, dass das Küchenpapier gleichmäßig feucht bleibt und das Gefäß an einem warmen Platz steht.
  • Nach einiger Zeit keimen dann die Samen – zumindest die, die noch keimfähig sind.

Geht etwa die Hälfte oder mehr der Samen auf, kann man sie noch als Saatgut verwenden. Ist es weniger, sollte man es austauschen.

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