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5 Schritte, um den Garten auf Hitze vorzubereiten

Trockenperiode

Tipps, um den Garten auf heiße Sommertage vorzubereiten

Das Hitze-Wetter ist eine Herausforderung für Gärtner und PflanzeFoto: Getty Images

Nicht nur Hobbygärtnern und Tieren tut zu viel Sonne und Hitze alles andere als gut. Auch die Pflanzen im Garten sollten während langer Hitzeperioden geschützt werden. Am besten handelt man vorausschauend und bereitet den Garten auf mögliche Hitzewellen vor. Wie man dabei am besten vorgeht im Überblick.

Ein Sommer ohne Sonne – kaum vorstellbar. Trifft die lang ersehnte Sonne endlich ein, ist allerdings keine Zeit, um die Beine hochzulegen. Die Pflanzen im Garten können durch starke Hitze Schaden nehmen. Um das zu vermeiden, gilt es, den Garten auf die Hitze vorzubereiten.

1. Boden im Garten auf Hitze vorbereiten

Eine kräftige und robuste Pflanze mit tiefen Wurzeln kommt besser mit Hitze und längeren Trockenperioden zurecht. Deswegen beginnt die Hitzeprophylaxe mit der Erde, die möglichst humos sein sollte und damit in der Lage, Feuchtigkeit zu speichern. Dagegen wenig mineralisch düngen. Denn Pflanzen müssen dadurch künstlich schnell wachsen. Kommt noch Trockenheit hinzu, bedeutet das doppelten Stress.

Tipp: Schon das Unkrautjäten kann zur Hitzeabwehr genutzt werden: die Pflanzen einfach liegen lassen. Eine solche Schutzschicht aus Mulch – aus Ernteresten, Blättern oder Unkraut ohne Samen – lässt den Boden weniger austrocknen.

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Nützlich ist auch Schafwolle. Auf den ersten Blick vielleicht erstaunlich, aber das Naturprodukt zersetzt sich allmählich und gibt Nährstoffe ab – so gelangen Stickstoff, Phosphor und Kalium an die Pflanzen. Auch wichtig ist, das Wolle Feuchtigkeit speichert. Schließlich kann sie das Vielfache ihres Eigengewichts an Wasser aufnehmen und in Trockenperioden langsam an den Boden abgeben.

2. Pflanzen im Garten auf die Hitze vorbereiten

Bei manchen Pflanzen ist es nicht wirklich schwierig: So können beispielsweise hitzeempfindliche Kübelpflanzen zur Vorsorge in den Schatten gestellt werden. In anderen Fällen ist vielleicht eine generelle Umplanung nötig. Denkbar sind auch Sonnensegel, die Mensch und Pflanze schützen. Dringend nötig ist, Vliese und Hauben von den Pflanzen zu entfernen. Meist werden diese als Frostschutz eingesetzt. Doch sie sind auf keinen Fall ein Hitzeschutz – denn darunter sind Pflanzen zu großer Hitze ausgesetzt und verbrennen. Luftige Schutznetze dagegen kann man weiterhin nutzen.

Junge Bäume ohne ausgeprägte und schattenspendende Laubkrone kann man vor intensiver Sonneneinstrahlung schützen. Dazu wird die Rinde mit einem Stammanstrich wie Kalk gestrichen. Wegen der weißen Farbe wird die Sonne besser reflektiert, die Stämme heizen sich weniger auf.

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3. Rasen länger wachsen lassen

Es ist ein Ritual für Gärtner: das Rasenmähen. In einer Hitzeperiode sollte man den Garten auf die Hitze vorbereiten, indem man den Mäher umstellt und den Rasen länger wachsen lässt. Haben die Graspflanzen normalerweise eine Länge von vier bis fünf Zentimetern, sollte man ihn bei Hitze und Trockenheit höher abschneiden – auf einer Länge von sechs bis sieben Zentimetern. So fällt mehr Schatten auf den Boden und weniger Wasser verdunstet.

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4. Langfristig anders planen

Der Klimawandel fordert auch von Hobbygärtnern seinen Tribut. Deswegen dürften sich viele von den Pflanzen verabschieden, die viel Wasser brauchen und solche wählen, die besser mit der Hitze zurecht kommen. Als Alternative zum bei uns noch üblichen Rasen könnte man sogenannten Trockenrasen nutzen. Das ist ein mediterranes Gras, das mit weniger Niederschlag über einen längeren Zeitraum auskommt – ohne braun zu werden.

Bei Bäumen leiden vor allem die mit hohem Wasserbedarf wie Eschen, Birken, Fichten oder Zedern. Denkbar wären dagegen Feigenbäume, die auch wegen ihrer Blätter Hingucker sind. Doch auch unsere heimischen Obstgehölze wie Apfel, Kirsche, Brombeeren oder Himbeeren sind robust gegen Hitze, Regen und Kälte. So hilft man zudem der heimischen Natur.

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5. Richtig gießen

Prinzipiell ist weiches, kalkarmes Wasser empfehlenswert – am besten ist Regenwasser. Gerade in Hitzephasen ist der Zeitpunkt des Gießens wichtig. Ideal ist abends, nachts oder früh morgens. Vor Sonnenaufgang ist der Boden am kältesten. Gießt man dagegen am Tag, verdunstet das Wasser zu schnell. Besonders im Sommer sollte man die Pflanzen von unten gießen – das Wasser darf nicht auf die Blätter gelangen, damit diese nicht verbrennen. Abends ist der Boden meist noch aufgeheizt und es verdunstet ebenfalls viel Nässe.

Hinweis: Beim Wässern ist es sinnvoll, durchdringend und intensiv zu gießen. Die Nässe sollte bis zu 30 Zentimeter tief in den Boden eindringen, damit die Feuchtigkeit auch von tiefen Wurzeln aufgenommen werden kann.

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