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Tipps zum Pflanzen und Pflegen

Jiaogulan – wächst das „Kraut der Unsterblichkeit“ schon bei Ihnen?

Jiaogulan ist ein echtes Wunderkraut – und lässt sich zudem ganz leicht selbst anpflanzen
Jiaogulan ist ein echtes Wunderkraut – und lässt sich zudem ganz leicht selbst anpflanzenFoto: iStock / HansJoachim

Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen. In wessen Garten oder Blumentopf jedoch die Heilpflanze Jiaogulan wächst, der braucht für sämtliche Wehwehchen nur noch ein einziges Kraut – „das Kraut der Unsterblichkeit“. Wie man Jiaogulan anpflanzt, pflegt und erntet.

Jiaogulan ist eines der wichtigsten Heilkräuter in der chinesischen Medizin schlechthin. Bereits seit Jahrhunderten wird es im südostasiatischen Raum aufgrund seiner vielfältigen gesundheitsförderndsten Eigenschaften als Tee getrunken. In Europa ist es erst Mitte seit den 70er Jahren unter anderem wegen seiner Wirksamkeit bei stressbedingten Problemen und Schlafstörungen bekannt. Jiaogulan lässt sich simpel im eigenen Garten, aber auch im Kübel auf Terrasse und Balkon anpflanzen.

Was ist Jiaogulan?

Auch unter den Namen Jiao Gu Lan, Frauenginseng und Fünfblattginseng ist das Wunderkraut, das allen anderen Kräuter den Rang abzulaufen scheint, bekannt. Gynostemma pentaphyllum lautet der botanische Name der mehrjährigen Kletterstaude. Ursprünglich wuchs diese in der südchinesischen Provinz Guizhou. Die Blätter der Heilpflanze wurden dort seit jeher als Tee getrunken. Da die Menschen in dieser Region auffällig alt wurden, schrieb man dies dem Genuss der Heilpflanze zu.

Nicht umsonst scheint Jiaogulan deshalb das „Kraut der Unsterblichkeit“ zu sein. Bis heute ist die Wirkweise der Heilpflanze übrigens nicht komplett entschlüsselt. Feststeht allerdings, dass Jiaogulan eine wahre Fülle an gesundheitsfördernden Aspekten zugesprochen werden kann. Konkret wirkt das „Kraut der Unsterblichkeit“ bei folgenden Erkrankungen, Beschwerden und Symptomen positiv auf den Körper:

  • stressbedingten Problemen
  • Schlafstörungen
  • Bluthochdruck
  • schwaches Immunsystem

Zudem soll die Heilpflanze den Blutzuckerspiegel und die Blutfettwerte regulieren, die Blutbildung unterstützen und tumorhemmend wirken.

Wie man Jiaogulan richtig anpflanzt

Optisch erinnert das „Kraut der Unsterblichkeit“ mit seinen langen, rankenden Trieben stark an Hopfen. Verwandt ist die Pflanze, die zu den Kürbisgewächsen gehört, allerdings nicht mit ihm. Jiaogulan trotzt Temperaturen bis zu -15 Grad Celsius. Damit gilt die Heilpflanze als genügend winterhart für hiesige Breitengrade. Und so wird Jiaogulan angepflanzt:

Im Garten

  • Pflanzzeitpunkt: Frühjahr
  • Standort: sonnig bis halbschattig, geschützt
  • Boden: durchlässig, humushaltig, mäßig feucht, bedingt nährstoffreich
  • Luftfeuchtigkeit: eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit ist ideal
  • Rankhilfe: unbedingt erforderlich

Im Kübel

  • Pflanzzeitpunkt: ganzjährig
  • Pflanzerde: gängige Kübelpflanzenerde
  • Topfgröße: 5 Liter Fassungsvermögen, besser noch 10 Liter
  • Rankhilfe: unbedingt erforderlich

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Jiaogulan optimal pflegen

Jiaogulan gilt als recht anspruchslos. So wird das „Kraut der Unsterblichkeit“ ideal gepflegt:

  • Düngen: Wächst Jiaogulan im Garten, kann er im Frühjahr mit Kompost gedüngt werden. Topfpflanzen können 14-tägig mit organischem Blumendünger verpflegt werden.
  • Bewässerung: Topf- wie Beetpflanzen regelmäßig gießen, vor allem in trockenen Perioden.
  • Schnitt: Alle abgestorbenen Zweige sowohl an der Pflanze als auch an der Rankhilfe vor dem Neuaustreiben entfernen.
  • Überwinterung: Jiaogulan ist bedingt winterhart und kann bei bis zu -15 Grad Celsius draußen überwintern. Im ersten Jahr schützt Herbstlaub im Bereich der Wurzeln neugepflanzte Stauden.
  • Vermehrung: durch Aussaat, Wurzelteilung oder Ableiten eines Triebes möglich
  • Krankheiten: anfällig für Echten Mehltau

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Ernte und Verwendung

Die Blätter vom „Kraut der Unsterblichkeit“ kann man ganzjährig ernten und frisch oder getrocknet verwenden. Die Blätter schmecken übrigens dezent süßlich und erinnern an den Geschmack von Lakritz.

Tipp: Jiaogulan eignet sich nicht nur für die Zubereitung als Tee. Auch für grüne Smoothies, Salat oder wie Spinat verarbeitet, ist er geschmackvoll und gesund gleichermaßen.