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6 Gartenarbeiten

Spätsommer nutzen, um Pflanzen jetzt auf den Herbst vorzubereiten

Diese Gartenpflanzen sollten Sie im Spätsommer nicht mehr düngen
Im Spätsommer ändern sich die Pflegebedürfnisse mancher PflanzenFoto: Getty Images

Die Tage werden kürzer, der Wind kälter und allmählich verfärben sich auch die Blätter an den Bäumen. Keine Zeit, um die Füße hochzulegen. Hobbygärtner sollten im Spätsommer die Pflanzen auf die kalte Jahreszeit vorbereiten.

Das gilt nicht nur für Gartenpflanzen, sondern auch für jene im Kübel und Kasten auf dem Balkon. Gartenarbeiten, die Hobbygärtner vor der kalten Jahreszeit erledigen sollten, um Pflanzen auf den Herbst vorbereiten zu können, im Überblick.

1. Pflanzen zurückschneiden

Das Wechselspiel aus warmen Sonnenstunden und kühlen Regenschauern mit heftigen Gewittern im Sommer setzt dem Garten meist stark zu. Daher sollte man üppig gewachsene Pflanzen jetzt zurückschneiden und wieder in Form bringen. Hierzu entfernt man alle verblühten Knospen, die keine Fruchtstände tragen. Auch Thuja- oder Buchsbaumhecken können noch einmal einen vorwinterlichen Rückschnitt vertragen, damit sie im Winter eine gute Figur machen. So schafft man auch gleich gemütliche Brutplätze für Vögel.

2. Den Boden vorbereiten

Ebenso sollte man Unkraut, das sich möglicherweise in Beeten oder auf dem Rasen angesiedelt hat, beseitigen und an der Ausbreitung hindern. Die Grünfläche kann man ganz einfach vertikutieren und von Moos befreien.

3. Pflanzen düngen

Wenn die Pflanzen im kommenden Jahr wieder blühen sollen, muss man sie optimal auf den Herbst vorbereiten. Das bedeutet, man sollten ihnen jetzt zum letzten Mal Dünger verabreichen. Zu diesen Pflanzen gehören zum Beispiel Dahlien, Knollenbegonien und das Indische Blumenrohr, deren Knollen überwintert werden, aber auch Fuchsien, Geranien und andere mediterrane Kübelpflanzen wie Oleander, die im Topf oder Kübel überwintert werden. Die im Dünger enthaltenen Nährstoffe Stickstoff und Phosphor regen die Pflanze zum Wachstum beziehungsweise zur Bildung von Blüten an.

Hinweis: Nicht bei allen Pflanzen empfiehlt sich eine Düngung im Spätsommer. Es kann sie mitunter sogar anfälliger für Frostschäden machen, wenn sie neue Triebe nicht rechtzeitig verholzen können.

4. Farbakzente in Beeten setzen

Die Pflanzen auf den Herbst vorbereiten bedeutet auch, dass man Beete und Töpfe neu bepflanzen kann. Nach dem Sommer sehen Blumenbeete oft etwas trist und farblos aus. Wenn man hier neue Akzente setzen möchten, empfiehlt es sich, Dauerblüher wie Dahlien, Lilien, Sonnenhut oder kleinere Zierlauche anzupflanzen oder zu vermehren. Diese kann man ebenfalls in Kübeln oder Pflanzenkästen topfen.

Solange der Boden noch warm und nicht gefroren ist, herrschen zudem optimale Bedingungen, um Immergrüne wie Buchsbaum, Kirschlorbeer und Eibe zu pflanzen. Tipp: Mit etwas Kompost im Pflanzloch wachsen die Gehölze besser an und bilden starke Wurzeln, die selbst strengere Frostperioden schadfrei überstehen.

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5. Balkonkästen auffüllen

Balkonkästen kann man ebenfalls einen neuen Schwung verpassen, indem man größere Lücken wieder auffüllt. Dafür kann man noch immer Sommerblumen nehmen. Ideale Lückenfüller sind Geranien, Chilipflanzen und andere typische Sommerblüher, die sich ohne hohen Pflegeaufwand platzsparend überwintern und gut in Blumenkästen integrieren lassen. Bei der Gelegenheit kann man die Kästen auch gleich mit frischer Erde auffüllen.

Hinweis: Viele der Sommerblumen im Balkonkasten, Kübel und in den Beeten sind einjährig oder einjährig gezogene Stauden. Nach dem ersten Frost gehen sie ein und müssen entweder durch Saatgut neu herangezogen oder im Frühjahr gekauft werden. Bei diesen Pflanzen lohnt es sich häufig noch, sie einmal pro Woche mit phosphorbetontem Flüssigdünger („Blühdünger“) zu versorgen. So blühen die Pflanzen bis zum ersten Frost. Sobald es nachts kühler wird, kann auch eine Decke oder ein Karton dabei helfen, sie vor Frost zu schützen.

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6. Neuen Rasen säen

Der September eignet sich auch bestens, um neuen Rasen zu säen. Tipp: Das Saatgut mit etwas Vlies abdecken, unter dem sich die Feuchtigkeit nach Regenschauern im Herbst gut hält. So verhindert man auch, dass Vögel die Körner picken, bevor sie keimen.