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Garten oder Balkon

Dill – Pflanz- und Pflegetipps für das Küchenkraut

Dill
Dill kann man auch ganz leicht selbst anpflanzenFoto: Getty Images

Dill gehört zu den beliebtesten Küchenkräutern. Alles, was Sie über die Aussaat und Pflege der unkomplizierten Pflanze wissen müssen, erfahren Sie hier auf myHOMEBOOK. Außerdem verraten wir Ihnen, welche Beetpartner für den Dill besonders geeignet sind und geben Ihnen ein paar Tipps rund um die Ernte und Verwendung.

Dill (Anethum graveolens) ist ein vielseitiges Kraut und ein uralter Begleiter der Menschen. Er wurde schon in Pharaonengräbern gefunden, diente im alten Judäa als Zahlungsmittel und wurde im Mittelalter als Zauberkraut gegen Hexen und Dämonen gehandelt. Wer am frühen Morgen den kleinen Reim „Kümmel, Dill und Rosmarin lässt böse Geister weiterzieh’n“ aufsagte und mit ein paar Dillsamen in der Tasche in den Tag startete, konnte sich vor bösen Mächten relativ sicher fühlen. Auch als Heilmittel war das Kraut, das bei Magenschmerzen und Blähungen hilft und eine allgemein beruhigende Wirkung hat, sehr begehrt. Heute ist die Heilwirkung ein wenig in den Hintergrund geraten. Im Fokus steht jetzt die Bedeutung als aromatisches Küchenkraut.

Wie sieht Dill aus?

Dill ist eine einjährige Pflanze, die aufrecht wächst und eine Höhe von maximal einem Meter erreicht. Zu erkennen ist sie an ihren fein gefiederten grünen bis blau-grünen Blätter, ihren gelben Blüten, die in lockeren Dolden zusammenstehen, an ihrem hohlen Stängel und natürlich an ihrem unverwechselbaren Duft.

Standort und Bodenansprüche

Dill wächst am besten an einem windgeschützten möglichst sonnigen Standort mit einem Boden, der leicht feucht ist, aber nicht zu Staunässe neigt. Als Schwachzehrer kommt das Kraut auch auf magerem Boden gut klar.

Aussaat und Beetpartner

Ab März kann Dill im Haus oder unter Glas vorgezogen werden. Da das filigrane Kraut aber nicht besonders gerne umgepflanzt wird, ist es günstiger, die Samen ab April direkt auszusäen. Wer bis Ende Juli alle paar Wochen nachsät, kann so die Erntezeit erheblich verlängern. Soll vor allem das Kraut geerntet werden, können die Samen breitwürfig oder aber relativ dicht in Reihe gesät werden. Steht die Ernte der Samen im Vordergrund, ist zwischen den einzelnen Pflanzen ein größerer Abstand von rund zehn Zentimetern erforderlich. Bis der Dill keimt, vergehen meist zwei bis drei Wochen. Auch in dieser Zeit sollte der Boden nicht austrocknen.

Neben der Aussaat im Beet ist es auch möglich, Dill im Topf zu ziehen. Dabei ist es aber wichtig, einen ausreichend hohen Topf zu wählen, weil Dill sehr tiefreichende Wurzeln bildet.

Nicht nur auf den Teller, sondern auch im Beet sind Dill und Gurken beste Partner. Aber auch Rote Bete, Möhren, Kopf- und Pflücksalate, Zwiebeln sowie Erbsen profitieren von der Nähe zum Dill. Schlechte Beetpartner sind hingegen Petersilie, Fenchel, Sellerie, Kerbel und Kümmel.

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Pflege und Ernte

Dill ist ein recht anspruchsloses Kraut. Die Pflege beschränkt sich auf gelegentliches Unkrautjäten und Bodenlockern. Eine Düngung ist nicht unbedingt erforderlich.

Die Ernte kann beginnen, wenn die Pflanzen ungefähr fünfzehn Zentimeter hoch sind. Dann werden den Sommer hindurch immer die jungen Triebspitzen geerntet. Auch während der Blüte kann Dill weiter beerntet werden. Nach der Blüte bilden sich die Samen. Diese sind erntereif, wenn sie braun geworden sind. Am besten schneidet man die Blüten im Ganzen ab, bindet sie zusammen und hängt sie zum Trocknen auf. Ein um die Blüten herum befestigtes Papiertütchen sorgt dafür, dass die sich lösenden Samen nicht verloren gehen, sondern direkt aufgefangen werden. Wer ein paar Dillpflanzen nach der Blüte im Beet stehen lässt, kann sich im Folgejahr auf neuen Dill freuen, da sich das Kraut meist problemlos selbst wieder aussät.

Gut zu wissen: Auch Insekten lieben den Dill. Beispielsweise nutzt der Schwalbenschwanz, einer der schönsten einheimischen Schmetterlinge, den Dill als Raupenfutterpflanze.

Wie lässt sich Dill aufbewahren?

Wer Dill über längere Zeit aufbewahren will, friert ihn am besten ein. Es ist zwar auch möglich, ihn zu trocknen, doch dabei verliert das Kraut einen guten Teil seines Aromas. Die Samen lassen sich gut getrocknet einige Monate lang in einem dunklen Schraubglas gut verschlossen lagern.

Dill in der Küche verwenden

Nicht umsonst heißt Dill im Volksmund auch Gurkenkraut. Ein Name übrigens, den sich die Pflanze mit dem Borretsch teilt. Dill schmeckt als Zutat von Gurkensalat, kann aber auch zum Einlegen von Gurken verwendet werden. Außerdem wird er häufig mit Fisch kombiniert, gibt Kartoffeln eine besondere Note, ist aber auch als Zutat für Salate, Smoothies oder Pesto eine gute Wahl.

Die Samen können zum Einlegen von Gurken oder anderem Gemüse oder auch für Kräuteressig, Marinaden, Suppen oder Eintöpfe genutzt werden.

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