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Schlingpflanze

Wie die Dipladenia zum sommerlichen Dauerblüher wird

Dipladenia
Dipladenia blüht in leuchtenden Farben oder kommt auch eher unscheinbar in Weiß oder Gelb daherFoto: Getty Images

Die immergrüne Pflanze aus Südamerika verzaubert vor allem mit ihrer ausdauernden Blühfreude. Wer ein Balkongeländer oder einen Sichtschutz dekorativ begrünen will, hat mit der Dipladenia eine gute Wahl getroffen.

Dipladenien kommen in rund 120 verschiedenen Arten vor und stammen ursprünglich aus Südamerika. Hier wachsen sie als Schlingpflanzen im Dschungel. In unseren Breiten werden sie bereits seit mehr als 100 Jahren in Kübeln gehalten. Hier lesen Sie die wichtigsten Pflanz- und Pflegetipps für die Dipladenia.

Dipladenia: Aussehen und Standort

Bei den Dipladenien stechen besonders drei Eigenschaften hervor: Sie sind immergrün, wachsen sehr schnell in die Höhe und bilden im Sommer eine schier endlose Zahl an prächtigen Blüten aus. Diese können weiß, gelb, lilafarben oder auch rot in unterschiedlichen Ausprägungen sein. Die südamerikanische Pflanze schlingt sich mühelos an Rankhilfen, Balkongeländern oder auch einem Sichtschutz aus Holz empor.

Wer einen Wintergarten hat, kann seine Dipladenia das ganze Jahr über hier stehen lassen. Auf Balkon und Terrasse kann die Schlingpflanze leider nur ein Sommerquartier finden, da sie frostempfindlich ist. So oder so braucht das Gewächs aber viel Licht, um reichlich Blüten auszubilden. Die Pflanze sollte allerdings keine pralle Mittagssonne abbekommen. Sehr hohe Temperaturen sind für Dipladenia aufgrund ihrer Herkunft aber kein Problem. Ideal ist eine Umgebungstemperatur von ca. 20 Grad.

Gießen

Wie die meisten Kübelpflanzen reagiert auch die Dipladenia allergisch auf Staunässe. Ihr Wasserbedarf ist mäßig, da sie in ihren dunkelgrünen Blättern und den Wurzeln Wasser für einen längeren Zeitraum speichern kann. Ausgiebiges Gießen sollte deshalb vermieden werden. Stattdessen am besten regelmäßig die Feuchtigkeit im Kübel mit den Fingern testen. Das Substrat sollte feucht, aber auf keinen Fall nass sein. Dipladenia schätzt durchaus regelmäßiges Einsprühen mit kalkarmem oder Regenwasser. Wenn die Schlingpflanze vollständig verblüht ist und die Wachstumsperiode im Herbst langsam endet, sollte man das Gießen reduzieren.

Düngen und Substrat

Dipladenia hat bei guter Pflege fast einen wuchernden Wuchs und braucht deshalb einen stabilen Kübel. Hierfür eignen sich große Tontöpfe am besten, da diese schon ein gewisses Eigengewicht mitbringen und durch ihre offenporige Materialbeschaffenheit helfen, Staunässe zu vermeiden. Der Wurzelballen der südamerikanischen Pflanze sollte ausreichend Platz im Kübel haben und als Substrat passende Kübelpflanzenerde gewählt werden. Der ideale Zeitpunkt zum Umtopfen ist im Frühjahr, kurz vor dem Start der Wachstumsperiode. So wird Dipladenia mit frischer Erde und damit auch vielen Nährstoffen versorgt und kann ihre Wurzeln im neuen Topf ausbreiten. Umgetopft werden sollte spätestens alle drei Jahre.

Tipp: Während der Wachstumsperdiode ist Dipladenia sehr nährstoffhungrig. Dann sollte man sie wöchentlich über das Gießwasser mit Flüssigdünger für Kübelpflanzen versorgen.

Schnitt

Da die Schlingpflanze besonders im Frühjahr unter idealen Bedingungen ein rasantes Wachstum hinlegen kann, gehört das Schneiden der Dipladenia zur Pflege genau so dazu wie Gießen und Düngen. Kurz vor dem Frühjahr ist der Zeitpunkt gekommen, um radikale Rückschnitte vorzunehmen. Dann treibt Dipladenia kräftig wieder neu aus. Es bietet sich auch an, Rückschnitt und Umtopfen in einem Schritt zu erledigen. Danach sollte der Pflanze aber einige Wochen Ruhe gegönnt werden, da nun die volle Kraft in Wurzelbildung und Neuaustrieb gesteckt werden muss.

Das ganze Jahr über sind außerdem leichte, korrigierende Rückschnitte möglich. Etwa, wenn Dipladenia mit ihren Trieben auf andere Pflanzen übergreift oder schlichtweg zu groß wird. Jungpflanzen wachsen buschiger, wenn man regelmäßig den Spitzenbereich kappt.

Dipladenia richtig überwintern

Mandevilla laxa ist leider die einzige Dipladenia-Art, die das ganze Jahr über draußen gehalten werden kann. Diese Art bietet sich also vor allem für diejenigen an, die den Aufwand der Überwinterung scheuen oder keinen geeigneten Überwinterungsort haben. Um Schäden durch starken Frost zu verhindern, empfiehlt sich eine gute Isolierung aus Vlies und Stroh. Alle anderen Arten sollten folgendermaßen überwintert werden, um die Blütenfülle im nächsten Sommer positiv zu beinflussen:

  • Standort: ein heller, aber frostfreier Raum mit Temperaturen zwischen fünf bis maximal 12 Grad. Die niedrigeren Temperaturen läuten für Dipladenia die Ruhephase ein, die üblicherweise von Oktober bis März andauert.
  • Gießen: Die Wassermenge sollte im Winterquartier ab Oktober schrittweise deutlich reduziert werden. Der Wurzelbereich der Pflanze kann auch gelegentlich komplett abtrocknen, da der Wasserbedarf der Pflanze rapide sinkt.
  • Düngen: Während der Ruhephase im Winterquartier braucht Dipladenia neben Wasser auch deutlich weniger Nährstoffe. Das Düngen sollte in dieser Zeit eingestellt werden.

Hinweis: Möglich ist auch, Dipladenia im Wohnzimmer zu überwintern. Dann entfällt die Ruhephase und die Pflanze wird wie im Sommer weiter gedüngt und gegossen. Allerdings fällt das Blütenwachstum im dauraf follgenden Sommer in der Regel deutlich spärlicher aus.

Schädlinge und Krankheiten bei Dipladenia

Dauerhafte Trockenheit verbunden mit großer Hitze hält auch die sonst eher robuste Dipladenia nicht gut aus. Sie ist dann besonders anfällig für Schädlinge wie die Weiße Fliege. Vorbeugend sind hier Gelbsticker, die man in die Erde steckt, eine gute Lösung. Ist die Pflanze erst einmal von der Weißen Fliege befallen, helfen nur noch Pflanzenschutzmittel und die Isolation von anderen, nicht befallenen Pflanzen.

Auch Blattläuse im Sommerquartier können Dipladenia befallen und leider fühlen sich auch Wolläuse bisweilen sehr froh auf der Schlingpflanze. Wenn die Schädlinge immer wieder zurückkehren, kann ein radikaler Rückschnitt am Ende der Ruhephase im Winter die Erlösung bringen.

Vermehrung

Ableger von Dipladenia zu züchten, erfordert viel Geduld. Wer diese mitbringt, kann Kopfstecklinge der Pflanze in Anzuchterde stecken, die stets gut befeuchtet sein sollte. Hier können sich nach einigen Wochen erste Wurzeln bilden.

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