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Kräuterbeet

Estragon – Pflanz- und Pflegetipps für das Küchenkraut

Ein veralteter Name von Estragon ist Dragon
Ein veralteter Name von Estragon ist DragonFoto: Getty Images

Mit Estragon gelingt es leicht, Saucen, Fleisch, Fisch oder andere Speisen geschmacklich abzurunden. Daher sollte das Kraut in keinem Kräuterbeet fehlen. Unsere Tipps, um die Pflanze richtig zu pflegen.

Über Jahrhunderte hinweg ist Estragon in der Heilkunde eine wichtige Heilpflanze. Dabei enthält das Kraut den Inhaltsstoff Estragol. Dieser besonders aromatische Bestandteil der Pflanze ist auch in Basilikum oder Anis enthalten und wird in Parfüms und Likören als Duftstoff genutzt. Dem Inhaltsstoff wird zwar auch nachgesagt, krebserregend zu sein – jedoch nur in zu großen Mengen. Hobbygärtner können somit Estragon ohne Bedenken im eigenen Garten anpflanzen.

Estragon im eigenen Garten pflanzen

Im Beet sollte man Estragon nicht in die Nähe zu solchen Pflanzen setzen, die viele Nährstoffe benötigen. Einen Konkurrenzkampf um diese würde das Kraut in den meisten Fällen verlieren. Ein geeigneter Standort sieht entsprechend wie folgt aus: sonnig, windgeschützt und mit humoser Erde. Pflanzt man das Kraut im Topf an, sollte dieser ausreichend groß sein. Als Beet-Partner eignen sich zum Beispiel Thymian, Petersilie und Fenchel.

Die optimale Pflege

Bewässerung

Das Kraut benötigt eine gute Wasserversorgung. Dabei gilt es, Staunässe zu vermeiden. Kultiviert man die Pflanze im Kübel, empfiehlt sich, eine Drainageschicht aus Kies oder Tonscherben einzubauen.

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Düngung

Um Estragon mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen, kann man ihn mit organischem Dünger wie etwa Kompost versorgen.

Schnitt

Im Sommer trägt Estragon Blüten. Es empfiehlt sich, diese abzupflücken, da sie dem Kraut die Kraft zum Wachsen rauben. Auf diese Weise können sich die Blätter besser entwickeln. Zusätzlich kann man die Pflanze zwei- bis dreimal im Jahr bis auf wenige Zentimeter über dem Boden abschneiden.

Ist Estragon winterhart?

In der Regel verträgt die Pflanze hiesige Winter. Man kann sie jedoch dennoch mit einem Vlies oder Reisig vor Frost schützen.

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Wie kann man Estragon vermehren?

Mithilfe von Stecklingen lässt sich Estragon vermehren. Dafür schneidet man im Sommer die Spitzen von jungen Trieben ab. Diese setzt man in Töpfe mit etwas Anzuchterde.

Verwendung von Estragon

Estragon hat einen einmalig kräftigen Geschmack, den man als scharf und leicht würzig beschreiben kann. Damit eignen sich die Blätter der Pflanze – egal ob frisch oder getrocknet – zum Verfeinern von allerlei Speisen: Eintopf, Fleisch, Fisch und auch Butter- oder Sahne-Saucen kann man mit Estragon würzen. Ebenso lecker: Pesto oder eine Kräuterbutter aus der Gewürzpflanze.

Auch die Blüten von Estragon kann man nutzen, indem man sie zum Beispiel mit heißem Wasser übergießt und zu einem Tee zubereitet. Dieser hat eine appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung.

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Krankheiten und Schädlinge

Insbesondere Blattläuse befallen Estragon gerne. Um das zu verhindern, sollte man den Stickstoffgehalt möglichst gering halten. An einem schattigem und feuchten Standort kann es zudem vorkommen, dass die Pflanze an Rost erkrankt. Erkennt man braune bis schwarze Verfärbungen sowie Pusteln an der Pflanze, sollte man diese im Hausmüll entsorgen.

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