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Nutzgarten

Gemüsepaprika anpflanzen – Tipps für eine reiche Ernte

Gemüsepaprika Garten: Mehrere Paprika an einem Strauch
Zum Reinbeißen lecker und gesund: Knackige Paprika sind reich an Vitamin CFoto: Getty Images

Es gibt sie klein und scharf. Mild und süß im Geschmack sind hingegen Gemüsepaprika mit den großen Schoten. Die Vitaminbomben kann man auch im Garten anpflanzen. Einiges sollte man jedoch beachten, damit die wärmeliebenden Pflanzen eine reiche Ernte bringen.

Möchte man Gemüsepaprika im eigenen Garten anpflanzen, gelingt dies auch in unseren Breiten. Vor allem im Gewächshaus gedeiht die wärmeliebende Pflanze gut. Aber auch im Gemüsebeet oder auf einem Balkon in milder Lage kann man Paprika pflanzen und ernten. Und das knackige Nachtschattengewächs hat es in sich, ist die Frucht doch reich an Vitamin C und anderen gesunden Nährstoffen.

Gemüsepaprika im Garten anpflanzen

Ein sonnenverwöhnter und vor Wind und Regen geschützter Platz im Gemüsebeet oder in der Nähe einer Mauer ist zum Anbau der wärmeliebenden Pflanze ideal. Paprika kann man aber auch gut im Kübel auf einem sonnigen Balkon kultivieren. Wichtig: Junge und kälteempfindliche Paprikapflänzchen aus der Vorkultur sollten erst nach den Eisheiligen ins Beet kommen, wenn keine Spätfröste mehr drohen.

Beim Auspflanzen muss man darauf achten, die zarten Wurzeln nicht zu verletzen. Damit die Jungpflanzen nicht bei der nächsten kräftigen Windböe umknicken, bindet man sie am besten an einer Rankhilfe oder einem Bambusstab fest. Um ausreichend Platz zum Entwickeln zu haben, sollte man rund 40 Zentimeter Abstand zu anderen Pflanzen einhalten.

Sorten

Paprika gehört zu den ältesten Kulturpflanzen. In Mittel- und Südamerika, wo die Pflanze ursprünglich beheimatet ist, soll sie bereits vor rund 4000 Jahren von indigenen Völkern angebaut worden sein. Mit der Entdeckung Amerikas gelangte die Paprika dann nach Europa.

Mittlerweile gibt es unzählige Züchtungen in unterschiedlichen Formen und Farben. Bekannt ist etwa die Sorte „Szegediner“, die durchweg grüne Früchte ausbildet. Andere Sorten wie „Sperlings Merit“ sind zuerst grün und färben sich später rot. „Doe Hill Golden Bell“ zeigt gelbe, „Bellania“ schwarze Früchte. „Medusa“ wird nur 30 Zentimeter hoch, bildet aber umso mehr kleinere, mittelscharfe Früchte in unterschiedlichen Farben aus. Mild und eher süß schmecken Paprika der Sorte „Lombardo“.

Paprika optimal pflegen

Grundsätzlich ist Paprika am richtigen Standort recht pflegeleicht. Einiges sollte man jedoch beachten. So ist ein gut vorbereiteter Boden das A und O für eine reichhaltige Ernte. Die Erde sollte dabei locker, durchlässig und humushaltig sein. Einen schlappen Boden reichert man vor dem Einpflanzen mit Kompost und Hornmehl an. Was sonst noch wichtig ist:

Bewässern

Wie ihre Nachtschatten-Schwester, die Tomate, ist auch eine Paprika äußert durstig. Die Pflanze muss vor allem während der warmen Jahreszeit täglich ausreichend gegossen werden. Dabei gilt: Staunässe vermeiden!

Düngung

Paprika gehört zu den Starkzehrern. Auch wenn die Bodenqualität stimmt, eine Gemüsepaprika muss sowohl im Garten als auch im Kübel zusätzlich mit Nährstoffen versorgt werden. Was sich neben handelsüblichem Flüssigdünger anbietet, ist etwa Pflanzenjauche. Der Vorteil: Den günstigen Naturdünger kann man leicht selbst ansetzen. Wie das geht, verrät myHOMEBOOK hier. Den Flüssigdünger mengt man alle zwei Wochen dem Gießwasser bei.

Schnitt

Mit ein paar Kniffen kann man eine noch reichhaltigere Ernte fördern. Dazu knippst man mit den Fingernägeln die sogenannte Königsblüte ab. Das ist die erste Blüte, die sich an einer Paprikapflanze zwischen Haupttrieb und erstem Seitentrieb bildet. Danach wachsen viele neue Blüten, aus denen dann die Früchte hervorgehen.

Wer mag, kann eine Gemüsepaprika zusätzlich ausgeizen. Auch das soll die Pflanze zur Bildung neuer Blütentriebe anregen. Dazu entfernt man behutsam sämtliche unfruchtbaren Seitentriebe, die sich während der Wachstumszeit in den Blattachseln neu bilden. Ausgeizen sollte man so lange, bis sich erste Früchte zeigen.

Vermehren

Vermehren gelingt bei der Gemüsepaprika recht leicht über das Aussäen im Frühjahr in Anzuchttöpfchen. Mit den Fingern drückt man dazu eine kleine Mulde in die Anzuchterde im Töpfchen und legt einen Paprika-Samenkorn hinein. Anschließend mit Erde abdecken und sanft angießen. Nach den Eisheiligen topft man die Jungpflanze um oder setzt die Gemüsepaprika ins Gemüsebeet in den Garten.

Trotz aller fürsorglicher Pflege und reichhaltiger Blüte bilden sich nicht immer ausreichend Früchte aus. Ein Grund kann eine zu hohe Luftfeuchtigkeit sein. Pflanzenpollen drohen dann zu verkleben und können andere Paprikapflanzen nicht befruchten. Nachhelfen kann man mit einem Wattestäbchen oder kleinem Pinsel, mit dem man die Pollen anstreicht und auf eine andere Pflanze überträgt.

Frostschutz

Prinzipiell ist die Pflanze mehrjährig. Winterliche Temperaturen machen Gemüsepaprika im Garten jedoch schnell zu schaffen, denn die Pflanze ist nicht winterhart. Kübelpflanzen bringt man zum Überwintern ins Innere, sobald die Temperaturen unter fünf Grad Celsius sinken. Dazu putzt man die Pflanze aus und stellt sie an einen nicht zu kühlen, hellen Platz. Während der Winterruhe braucht eine Paprika weniger Wasser, zweimal in der Woche Gießen reicht in der Regel aus. Düngen ist während der Zeit nicht nötig. Wer mag, gibt einmal monatlich etwas Flüssigdünger.

Der richtige Zeitpunkt zur Ernte von Paprika

Ab Ende Juli oder Anfang August können die ersten Früchte geerntet werden. Die Schoten schmecken roh oder gedünstet. Paprika kann man auch hervorragend in Öl einlegen. Dazu häutet man die vorab gegrillte Frucht. Anschließend salzen und mit Kräutern und einer Knoblauchzehe in ein Einmachglas geben und mit Olivenöl auffüllen. Eine eingelegte Paprika hält sich rund zwei Wochen.

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Krankheiten und Schädlinge

Bei kühleren Temperaturen oder wenn mehrere Paprika zu eng stehen, können Blattläuse zum Problem werden. Bei einem Befall sollte man die Pflanzen mit Wasser abspülen oder die Geheimwaffe einsetzen: Kastanienbrühe.

Der gefürchtete Grauschimmel macht sich zudem bei zu konstant hoher Luftfeuchtigkeit in Innenräumen schnell breit. Dagegen hilft regelmäßiges Lüften. Bei Staunässe droht außerdem Wurzelfäule. Um das zu vermeiden, sollte mit Bedacht gegossen werden. Ist die Erde zu feucht, wartet man, bis die Erde wieder leicht trocken ist. Zum Überprüfen hilft eine einfache Fingerprobe.

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