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Manche sind giftig

Pilze aus dem Garten entfernen – so geht es richtig

Entfernen oder stehen lassen: Was tun bei Pilzen im Garten?
Gruppendruck: Pilze wachsen selten alleinFoto: Getty Images

Pilze sind Wunderwerke der Natur. Schön und gut. Es gibt aber Pilze, die will man nicht im Garten haben. myHOMEBOOK gibt Tipps, wie Sie ungebetene Gäste auf dem Rasen loswerden.

Lange Zeit sieht man sie nicht, und plötzlich stehen sie frisch auf dem Rasen. Pilze können quasi über Nacht wachsen. In heimischen Gärten sind es oftmals Schwindlinge, die – je nach Perspektive – für Überraschung oder Frust sorgen. Der Nelkenschwindling beispielsweise gilt bei Feinschmeckern als Delikatesse. Hobbygärtner ärgern sich hingegen über die Flecken, die der Pilz im Rasen hinterlässt. Für sie ist es keine Frage: Der Pilz muss weg. Um nicht aus Versehen Pilzsporen zu verteilen, müssen Sie beim Entfernen der Pilze aus dem Garten einiges beachten.

Manche Pilze kann man aus dem Garten entfernen, um sie zu essen
Der Nelkenschwindling eignet sich gut zum Würzen oder als Suppenpilz Foto: Getty Images

Achtung: Neben dem essbaren Nelkenschwindling oder einem Wiesen-Champignon können im Garten aber auch ungenießbare oder gar giftige Pilze auftauchen. Dazu zählen beispielsweise Pilze aus der Familie der Düngerlinge. Um eine Verwechslung zu vermeiden, sollten Sie Pilze nur zum Verzehr sammeln, wenn Sie diese sicher zuordnen können.

Vorsicht beim Entfernen der Pilze

Pilze verbreiten sich über ihre Sporen. Die können beispielsweise durch einen Windstoß davongetragen werden. Sie haften aber auch am Fell eines vorbeistreifenden Tieres oder an einem menschlichen Hosenbein. Und der Mensch ist es auch, der die Pilzsporen versehentlich verteilt, indem er die Pilze falsch entfernt.

Tipp: Entsorgen Sie die Pilze im Hausmüll! Auf dem Kompost haben diese nichts zu suchen. Dort würden sie sich weiter vermehren und dann beim Austragen des Komposts im ganzen Garten verteilt werden. Übrigens haben Pilze leichtes Spiel beim Vermehren, wenn Sie die Fruchtkörper versehentlich beim Rasenmähen abgeschnitten haben.

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Pilze mögen es feucht

Nach einem spätsommerlichen Regenguss gedeihen Pilze besonders schnell. Pralle Sonne mögen sie hingegen eher nicht, suchen sich oftmals lieber ein schattiges Plätzchen unter einem Baum oder Strauch. Ein saftiger Rasen oder Totholz zieht die Sporen ebenfalls magisch an. Auch ein verfilzter Rasen bietet den Sporen ein ideales Bett zum Siedeln. Haben Sie keine Lust auf das Aufsammeln und Entfernen der Pilze, sollten Sie Ihren Rasen regelmäßig pflegen, düngen und vertikutieren. Einen nährstoffreichen Boden verschmähen viele Pilzarten, sie mögen es eher nährstoffarm.

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Saurer pH-Wert lässt Pilze sprießen

Um eine größere Besiedlung durch Pilze vorzubeugen, sollten Sie regelmäßig auch den pH-Wert der Gartenerde messen. Misst der Wert des Bodens 6,5 oder weniger, ist die Erde sauer. Darin sprießen Pilze besonders gern. Sie können den Boden mit Kalk neutralisieren. Um den pH-Wert zu ermitteln, können Sie ein Boden-Messgerät einsetzen, das unter anderem auch die Feuchtigkeit messen kann.

Alternative: Pilz einfach nicht aus Garten entfernen

Stören Sie sich nicht am Anblick der Pilze, können Sie diese auch einfach stehen lassen, bis sie von alleine wieder verschwinden. Schaden richten diese nicht an. Im Gegenteil: Pilze sind wichtige Helfer im Wald und Garten. Sie zersetzen altes Pflanzenmaterial, wie zum Beispiel Totholz.