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Statt Dünger

Mit diesen Tipps kalken Sie Ihren Rasen richtig

Perfekter Rasen
Wer den Rasen kalkt, verleiht dem Grün einen neuen GlanzFoto: Getty Images

Ein gepflegter Rasen ist für viele Gärtner ein absolutes Muss. Damit der Rasen kräftig wächst, braucht er Kalk. myHOMEBOOK erklärt Ihnen, wie Sie diesen richtig verwenden.

Kalken Sie Ihren Rasen grün und satt – so funktioniert’s

Mit dem Frühjahr wächst auch der Wunsch nach einer üppigen Rasen- und Blumenpracht im Garten. Gerade die Pflege des Rasens ist oft anspruchsvoller als angenommen. Häufig wird gedüngt, was das Zeug hält, dabei sind die Zusatzstoffe manchmal eher schädlich für das zarte Grün.

Besser ist es, die fehlenden Nährstoffe im Boden zu ergänzen. Ein Mittel der ersten Wahl dafür ist Kalk. Experten empfehlen, das Kalken etwa alle zwei bis drei Jahre vorzunehmen. Dabei sollte die Kalkmenge auf die jeweilige Bodenstruktur angepasst werden: Sandige Böden sollten mit etwa 150 Gramm pro m² kohlensauren Kalk angereichert werden. Lehmige Böden profitieren von etwa 100 Gramm Branntkalk pro m².

So finden Sie heraus, ob Sie Ihren Rasen kalken müssen

Ob Ihr Rasen Kalk benötigt oder nicht, bringen Sie am besten mit einem Bodentest aus dem Baumarkt oder Fachhandel in Erfahrung. Dieser misst den pH-Wert des Bodens, welcher ausschlaggebend für das Wachstum des Rasens ist. Zeigt der Test einen niedrigen pH-Wert an, ist der Boden sauer und muss gekalkt werden. Bei einem hohen ph-Wert über 7 ist der Rasen alkalisch und Sie sollten lieber auf das Kalken verzichten. Kalk würde dem Rasen nun schaden und ihn noch alkalischer machen. Liegt der Wert bei sandigen Böden unter 5,5 und bei lehmigen Böden unter 6, ist ein Kalken des Rasens jedoch angebracht. Ein Anzeichen für einen übersäuerten Boden ist starker Moosbefall, hier kann ruhigen Gewissens der Rasen gekalkt werden. Klee deutet hingegen auf einen alkalischen Boden hin.

Das müssen Sie beim Kalken Ihres Rasens beachten

1. Der richtige Zeitpunkt

2. Vertikutieren Sie vorher!

Damit die Fläche erfolgreich gekalkt wird, sollten Sie sie zuvor sehr sorgfältig vertikutieren. Durch das Vertikutieren gelangt Sauerstoff in den Boden und er wird belüftet. Dies schafft optimale Voraussetzungen für ein gesundes Rasenwachstum. Das Vertikutieren vernichtet außerdem Unkraut und fördert das Einwirken des Kalkes. Nach dem Vertikutieren tragen Sie den Kalk gleichmäßig auf die Fläche auf.

3. Tragen Sie Handschuhe, wenn Sie ohne Streuer kalken!

Häufig erhalten Sie Kalk als Granulat, das Sie am besten mithilfe eines Düngerstreuers verteilen. Kalken Sie den Rasen von Hand, denken Sie unbedingt daran, Gartenhandschuhe zu tragen. Direkter Hautkontakt sollte vermieden werden.

4. Wässern Sie Ihren Rasen nach dem Kalken ausreichend

Denken Sie an eine gründliche Bewässerung Ihres Rasens nach dem Kalken. So kann der Kalk schnell in den Grund ziehen und die Säure neutralisieren.

5. Warten Sie einige Zeit, bevor Sie düngen

Wichtig ist die Ruhephase am Ende des Vorganges. Gönnen Sie Ihrem Rasen eine Pause und beginnen Sie erst wieder mit dem Düngen, wenn Sie ein Wachstum der Halme feststellen. In der Regel beträgt diese Wartezeit etwa vier Wochen.

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6. Messen Sie regelmäßig den pH-Wert Ihres Bodens

Das Kalken des Rasens ist nicht zu jeder neuen Saison erforderlich: Messen Sie den pH-Wert Ihres Bodens dennoch regelmäßig. Hat das erste Kalken des Rasens nicht zum gewünschten Ergebnis geführt, können Sie den Vorgang zum Beispiel im folgenden Herbst wiederholen. Nehmen Sie ein weiteres Kalken allerdings niemals ohne vorherige Messung vor: Kalken „auf gut Glück“ ist nicht empfehlenswert und kann dem vielleicht schon strapazierten Rasen stark zusetzen. Seien Sie also vorsichtig bei der Planung, sonst könnte die Mühe umsonst sein. Führen Sie jedoch die Messung, das Kalken und die Bewässerung wie beschrieben durch, können Sie im Sommer schon bald eine üppige Rasenpracht bestaunen. Da macht das Entspannen im Garten doch gleich viel mehr Spaß.

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