Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de
Baumarktpartner
von myHOMEBOOK

Plectranthus caninus

Kann die Verpiss-dich-Pflanze wirklich Hunde und Katzen vertreiben?

Verpiss-dich-Pflanze (Plectranthus caninus)
Die Verpiss-dich-Pflanze (Plectranthus caninus) soll unter anderem Katzen, Hunde und Kaninchen vertreibenFoto: Getty Images

Finden Sie bei Ihnen im Garten manchmal auch Hinterlassenschaften ungebetener Gäste? Angeblich gibt es ein Pflänzchen, das dies verhindern kann, indem sie Hunde, Katzen und Kaninchen fernhält: die sogenannte Verpiss-dich-Pflanze. myHOMEBOOK sagt Ihnen, ob das wirklich funktioniert.

Ärgert es Sie auch, wenn Hunde beim Gassigehen ihr Geschäft ausgerechnet in Ihrem Vorgarten erledigen oder Katzen aus der Nachbarschaft rumstreunern und sich auf Ihrem Grundstück erleichtern? Die Verpiss-dich-Pflanze, wissenschaftlich: Coleus canina, kann Abhilfe schaffen.

Die Verpiss-dich-Pflanze verbreitet einen abschreckenden Duft

Obwohl ungiftig, ist die Verpiss-dich-Pflanze bei Hunden, Katzen, Kaninchen und anderen Säugetieren sehr unbeliebt. Grund: ihr unangenehmer Duft, der auf die Tiere mit ihren hochsensiblen Nasen abschreckend wirkt. Abgesondert wird das ätherische Öl mit intensivem Menthol-Aroma über die Nesseln auf den Blättern der Verpiss-dich-Pflanze. Der Mensch nimmt den Duft nur wahr, wenn er direkt an der Pflanze riecht.

Die Wirkung der Verpiss-dich-Pflanze entdeckte der Gärtner Dieter Stegmeier und bot sie zunächst unter der Bezeichnung Anti-Hunde-Pflanze an. Inzwischen erfolgt der Vertrieb unter dem markanten Namen durch ein deutsches Unternehmen auf internationalen Märkten.

Verpiss-dich-Pflanze: Standort und Pflege

Die Pflanze, die zu den Harfensträuchern gehört, fällt nicht durch besondere Schönheit auf, sondern fristet ein unscheinbares Dasein. Etwa 40 Zentimeter hoch wächst sie, ist relativ anspruchslos und mag sonnige bis halbschattige Standorte. Ihre Blätter sind grün oder grün-weiß gefärbt, fleischig und behaart.

Ab Mai zieren kleine violette Lippenblüten die bescheidene Pflanze. Coleus canina verträgt keinen Frost und ist daher nicht winterhart. Sie sollten die Pflanzen deshalb möglichst erst nach den Eisheiligen in den Garten pflanzen. Das bedeutet aber auch, dass Sie von der Wirkung nur im Sommer und Herbst profitieren. Milde Wintermonate kann die Verpiss-dich-Pflanze überleben, wenn Sie sie mit einem Vlies vor plötzlich einsetzender Kälte schützen. Doch der Schutz beeinträchtigt auch die Verbreitung des Aromas.

Eine Pflanze reicht nicht aus

Die Verpiss-dich-Pflanze hat nur einen begrenzten Wirkungsradius. Tiere mögen den Geruch zwar auch aus größeren Entfernungen wahrnehmen, störend intensiv ist er für sie jedoch nur in einem Abstand von etwa einem Meter zur Pflanze. Um Ihren ganzen Garten zu schützen, sollten Sie Coleus canina also über den gesamten Vorgarten und Garten mit entsprechenden Abständen verteilen.

So vermehren Sie die Verpiss-dich-Pflanze

Ihre volle Duftintensität verströmt die Pflanze, wenn sie ihre ganze Größe erreicht und die Nesseln vollständig ausbildet. Daher ist es sinnvoll, kleine Pflanzen rechtzeitig in einem geschützten Raum vorzuziehen, sodass sie beim Auspflanzen in den Garten bereits eine optimale Größe haben.

Während der gesamten Wuchsperiode eignet sich das Gewächs für die Vermehrung durch Stecklinge im Wasserglas sowie in einem Topf mit feuchter Erde oder feuchtem Sand. Verwenden Sie dazu etwa sechs Zentimeter lange Stecklinge, von denen Sie die unteren Blätter entfernen. Überwintern Sie die jungen gemeinsam mit den älteren Pflanzen in einem hellen, etwa 15 °C kühlen Raum, so sorgen Sie schon für das nächste Jahr vor.