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Nährstoff-Versorgung

Welches Düngemittel eignet sich am besten für welche Pflanzen?

Düngen mit Blaukorn
Um beim Pflanzenanbau möglichst reiche Ernten in guter Qualität zu erzielen, sollten Sie je nach Pflanze mindestens zweimal pro Jahr ein Düngemittel nutzenFoto: Getty Images

Die meisten Pflanzen zu Hause oder im Garten benötigen regelmäßig Düngemittel. myHOMEBOOK erklärt, welche Nährstoffe darin enthalten sind und was der Unterschied zwischen mineralischen und organischen Düngern ist.

Organisch, mineralisch, flüssig oder doch lieber festes Granulat? Und verwendet man für Obst und Gemüse denselben Dünger wie für Blumen und Sträucher? Keine Frage: Düngen ist eine Wissenschaft für sich und die Auswahl an Düngemitteln so groß, dass Hobbygärtner vor dem Regal im Gartencenter schnell den Überblick verlieren.

Warum überhaupt ein Düngemittel?

Neben Wasser, Licht und Kohlendioxid benötigen alle Kulturpflanzen auch Nährstoffe und Spurenelemente wie Eisen, Zink und Kupfer, um gut zu wachsen. Dabei haben Blumen andere Ansprüche als Rasenflächen und Obst- und Gemüsepflanzen andere als immergrüne Nadelhölzer. Sie müssen also Rücksicht auf die Bedürfnisse Ihrer Pflanzen nehmen und ihnen die entsprechenden Nährstoffe „zufüttern“. In der freien Natur regeln Mikroorganismen diesen Bedarf, im heimischen Garten wird der natürliche Kreislauf jedoch unterbrochen, da der Gärtner dem Boden durch regelmäßiges Mähen, Ernten oder dem Zurückschneiden der Blütenstände viele Nährstoffe entzieht. Generell gilt:

Welche Nährstoffe wofür gut sind

  • Stickstoff: fördert das Wachstum
  • Phosphor: dient der Blüten- und Samenbildung
  • Kalium: steuert den Wasserhaushalt, festigt das Gewebe
  • Magnesium: steuert die Stoffwechselvorgänge
  • Kalzium: stabilisiert die Bodenstruktur

Eine gelegentliche Düngung, ob organisch oder mineralisch, ist unabdingbar. Mindestens zweimal jährlich sollten Hobbygärtner ihren Pflanzen eine Nährstoffkur verabreichen. Beste Zeit dafür: Frühjahr und Herbst.

Je größer die Pflanze, desto mehr Dünger braucht sie
Generell gilt: Je größer das Wachstum, desto höher der NährstoffbedarfFoto: Getty Images

Die Nachteile von mineralischen Düngemitteln

Düngemittel unterscheiden sich in ihrer Beschaffenheit und in ihrer Wirkung. Bei einem akuten Nährstoffmangel, wenn die Gewächse ihre Blätter verlieren oder sich verfärben, wirken mineralische Dünger in flüssiger Form oder als Granulat am schnellsten, da die fehlenden Stoffe über das Gießwasser direkt ins Wurzelwerk fließen und die Gewächse die Nährstoffe sofort aufnehmen können.

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Organischer Dünger immer besser?

Auch natürliches Dünger ist toll
Natürliche Düngemittel sind die nachhaltigere eine gute Alternative Foto: Getty Images

Der Umwelt zuliebe sollten Sie versuchen, Ihren Boden organisch anzureichern. Das bedeutet: Sie recyclen Nährstoffe, die sich bereits im Kreislauf der Natur befinden. Viele Hobbygärtner schwören auf Hornspänen, Kompost oder Stallmist und verzichten komplett auf den Einsatz von chemischen Substanzen. Auch Kaffeesatz als Dünger erfreut sich großer Beliebtheit.

Organische Volldünger, Hornspäne etwa, stellen eine gute Alternative zum Kompost dar. Anders als die meisten mineralischen Dünger, entfachen die auf pflanzlicher oder tierischer Basis hergestellten Substanzen ihre Wirkung nur sehr langsam, versorgen die Pflanzen dafür aber über einen längeren Zeitraum. Zudem beinhalten Volldünger wichtige Vitamine und Spurenelemente, die unter anderem für die Photosynthese und Blattgrünbildung essentiell notwendig sind.

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Was bringen Spezialdünger?

Anspruchsvolle Gewächse wie Azaleen und Rhododendren oder auch Rasenflächen benötigen häufig Spezialdünger, bei denen die Kombination aus Nährstoffen, Spurenelementen und Vitaminen genau auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt ist. So sollten beispielsweise langzeitwirkende Rasendünger immer auch über einen kleinen Anteil an Nährsalzen verfügen, die die Wurzeln versorgen, bis das Granulat seine volle Wirkung entfacht hat. Heutzutage gibt es nahezu für jede Pflanzenart einen bestimmten Spezialdünger. Oftmals geht es den Herstellern hierbei aber lediglich um den Profit, herkömmliche Mittel erfüllen ebenso ihren Zweck.


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